An die ehrenwerten Führungen und Gelehrten von Solgard und Surom
Verfasst: 27 Apr 2026, 08:49
Spät Nachts brannten im Bürgermeisterhaus von Nebelhafen nur noch eine einzelne Öllampen, die Pandor zu dieser undankbaren Stunde Gesellschaft leisteten.
Da saß er also - Pandor Vildaban - die neuerwählte Stimme des Inneren von Nebelhafen.
Die Ärmel hochgekrempelt, das rote Kopftuch vom Haupt geschoben, Schwert und Köcher an die Wand gelehnt.
Vor ihm lag ein Bogen feines Pergament, daneben Zlatas Karte und die hastig hingekritzelten Notizen der Axiom-Gelehrten.
Die Feder in seiner schwieligen Hand fühlte sich fremd an – viel zu leicht, viel zu zerbrechlich für einen Abenteurer, der sein Leben lang eher mit Schwert und Schild als mit Worten gearbeitet hatte.
Pandor starrte schon eine ganze Weile auf die ersten Zeilen, die er geschrieben hatte. Dann stieß er ein leises, raues "Mhhhrr" aus und strich sie mit einem kräftigen Strich durch.
„Verdammt…“, murmelte er in sich hinen.
„Während die Welt brennt ... mache ich hier einen auf Diplomaten-Sessel-Schreiber-Heini"
Er lehnte sich zurück, fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und massierte seine Schläfen.
Diplomatie. Vermitteln. Zwischen Solgard und Surom. Allein der Gedanke ließ ihn innerlich rebellieren.
Früher hätte er einfach seine Rüstung angelegt, wäre runter zur Höhle marschiert und hätte das Problem mit Feuer und Stahl gelöst – oder wenigstens versucht.
Aber hier half kein Schwert. Hier half nur das richtige Wort. Zur falschen Zeit das falsche Wort, und statt einer Lösung gäbe es Krieg.
Mit einem tiefen Seufzer tauchte er die Feder erneut ins Tintenfass, hielt kurz inne und begann von Neuem zu schreiben.
Langsamer langsamer. Bedächtiger.
„An die ehrenwerten Führungen und Gelehrten …“
Er sprach die Worte leise mit, während die Feder kratzte. Immer wieder hielt er inne, las sich selbst vor, strich etwas durch, formulierte um.
Respektvoll sollte es klingen – aber nicht unterwürfig. Dringlich, ohne Panik zu verbreiten. Mit Nachdruck, ohne zu drohen.
Zwischendurch lehnte er sich immer wieder zurück, starrte an die dunkle Holzdecke und murmelte vor sich hin:
„…die Unversehrtheit des Magierturms sollte keine Frage des Glaubens sein… verdammt, klingt das gestelzt - wie ein Stock im Arsch ... aber es stimmt.“
Ein schiefes, müdes Lächeln huschte über sein Gesicht.
„Nathara und Gwendolyn werdne mich auslachen, wenn sie das morgen lesen. - Pan, du klingst wie ein ... " – Pah - und wenn schon!“
Er schüttelte den Kopf, setzte die Feder erneut an und fuhr fort. Die Nacht war noch lang, und der Brief musste sitzen.
Nicht weil er das Schreiben besonders schön formulieren wollte – sondern weil zu viel davon abhing, dass die richtigen Leute ihn ernst nahmen.
Da saß er also - Pandor Vildaban, ehemaliger Soldat - ein Veteran, Abenteurer und jetzt Stimme des Inneren, tat etwas, das ihm deutlich schwerer fiel als jede Schlacht - er versuchte, mit Worten zu handeln.
Da saß er also - Pandor Vildaban - die neuerwählte Stimme des Inneren von Nebelhafen.
Die Ärmel hochgekrempelt, das rote Kopftuch vom Haupt geschoben, Schwert und Köcher an die Wand gelehnt.
Vor ihm lag ein Bogen feines Pergament, daneben Zlatas Karte und die hastig hingekritzelten Notizen der Axiom-Gelehrten.
Die Feder in seiner schwieligen Hand fühlte sich fremd an – viel zu leicht, viel zu zerbrechlich für einen Abenteurer, der sein Leben lang eher mit Schwert und Schild als mit Worten gearbeitet hatte.
Pandor starrte schon eine ganze Weile auf die ersten Zeilen, die er geschrieben hatte. Dann stieß er ein leises, raues "Mhhhrr" aus und strich sie mit einem kräftigen Strich durch.
„Verdammt…“, murmelte er in sich hinen.
„Während die Welt brennt ... mache ich hier einen auf Diplomaten-Sessel-Schreiber-Heini"
Er lehnte sich zurück, fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und massierte seine Schläfen.
Diplomatie. Vermitteln. Zwischen Solgard und Surom. Allein der Gedanke ließ ihn innerlich rebellieren.
Früher hätte er einfach seine Rüstung angelegt, wäre runter zur Höhle marschiert und hätte das Problem mit Feuer und Stahl gelöst – oder wenigstens versucht.
Aber hier half kein Schwert. Hier half nur das richtige Wort. Zur falschen Zeit das falsche Wort, und statt einer Lösung gäbe es Krieg.
Mit einem tiefen Seufzer tauchte er die Feder erneut ins Tintenfass, hielt kurz inne und begann von Neuem zu schreiben.
Langsamer langsamer. Bedächtiger.
„An die ehrenwerten Führungen und Gelehrten …“
Er sprach die Worte leise mit, während die Feder kratzte. Immer wieder hielt er inne, las sich selbst vor, strich etwas durch, formulierte um.
Respektvoll sollte es klingen – aber nicht unterwürfig. Dringlich, ohne Panik zu verbreiten. Mit Nachdruck, ohne zu drohen.
Zwischendurch lehnte er sich immer wieder zurück, starrte an die dunkle Holzdecke und murmelte vor sich hin:
„…die Unversehrtheit des Magierturms sollte keine Frage des Glaubens sein… verdammt, klingt das gestelzt - wie ein Stock im Arsch ... aber es stimmt.“
Ein schiefes, müdes Lächeln huschte über sein Gesicht.
„Nathara und Gwendolyn werdne mich auslachen, wenn sie das morgen lesen. - Pan, du klingst wie ein ... " – Pah - und wenn schon!“
Er schüttelte den Kopf, setzte die Feder erneut an und fuhr fort. Die Nacht war noch lang, und der Brief musste sitzen.
Nicht weil er das Schreiben besonders schön formulieren wollte – sondern weil zu viel davon abhing, dass die richtigen Leute ihn ernst nahmen.
Da saß er also - Pandor Vildaban, ehemaliger Soldat - ein Veteran, Abenteurer und jetzt Stimme des Inneren, tat etwas, das ihm deutlich schwerer fiel als jede Schlacht - er versuchte, mit Worten zu handeln.
Die verborgene Bedrohung unter dem Seebachufer
An die ehrenwerten Führungen und Gelehrten von Solgard und Surom
Dem Wissen und der Magie zu Ehr - Magier, Gelehrte und Würdenträger von der Großreiche unserer neuen Heimat,
wir, die Stimmen Nebelhafens, wenden uns in einer Angelegenheit von höchster Dringlichkeit an euch, die das Wissen und die magischen/alchemistischen Lehren unserer neuen Heimat betrifft.
Unlängst wurde in unmittelbarer Nähe des Magierturms und des Gildenhauses des Bundes der Handwerker eine verborgene Höhle entdeckt.
Darin lagern hunderte alter Fässer mit einer hoch explosiven, feueraffinen Tinktur.
Die Substanz ist alt und instabil; ihre Konzentration an Schwefelasche lockt zudem Feuerelementare an die Oberfläche.
Ein unkontrollierter Brand oder eine Zündung könnte nicht nur weite Teile des Seebachtals, sondern auch den Magierturm selbst schwer beschädigen oder gar in einen Krater verwandeln.
Diese Höhle birgt keinen taktischen Wert für irgendeine der beteiligten Parteien.
Sie stellt ausschließlich eine gemeinsame Gefahr für das gesamte Tal und das erhaltene Wissen dar, das im Magierturm ruht.
Die Unversehrtheit dieses Ortes sollte keine Frage des Glaubens oder der politischen Zugehörigkeit sein, sondern eine Frage der Verantwortung gegenüber den magischen Lehren und dem gemeinsamen Erbe.
Ein kluger Vorschlag wurde uns aus den Reihen Solgards herangetragen:
Die Absorption der gefährlichen Substanz mittels spezieller Pilze, die in der Lage sein könnten, die ölig-feueraffine Tinktur zu binden und unschädlich zu machen.
Dieser Ansatz verdient eine ernsthafte Prüfung und Weiterverfolgung – idealerweise unter Beteiligung fähiger Druiden und Gelehrter aller drei Städte.
Wir, die Stimmen Nebelhafens bieten uns hiermit als neutrale Vermittler an.
Nebelhafen hat kein eigenes Interesse daran irgendwelche Ansprüche zu erheben. Vorrangig geht es um die Sicherheit des Tals, des Umlandes und des Magierturms.
Deswegen möchten wir vorschlagen, dass sich die Vertreter der Gelehrten und Magiebegabten aller Seiten – insbesondere Radesvald aus Solgard, Hednar aus Surom sowie Druiden aus Nebelhafen Emris oder Gwendolyn – gegenseitig unterstützen und eine Lösung erarbeiten.
Die Zeit drängt, denn durch jeden verstrichenen Tag, an dem diese instabile Substanz den Witterungen und Elementen ausgesetzt ist, wächst die Gefahr.
Wir sind davon überzeugt, dass durch eine auf Vernunft basierte Zusammenarbeit das Unglück im Seebachtal abgewendet werden kann.
Vielleicht wäre ein gemeinsames Treffen zur Besichtigung der Lage und zur Erörterung des weiteren Vorgehens vorteilhaft.
Nebelhafen steht bereit, die Gespräche zu moderieren und einen sicheren Rahmen zu bieten.
In Erwartung einer besonnenen und wissensgeleiteten Antwort verbleiben die drei Stimmen mit höchstem Respekt und der Überzeugung, dass Vernunft siegen kann,
Nebelhafen - im Namen der 3 StimmenPandor Vildaban – Stimme des Inneren
Nathara Benheim – Stimme der Zunft
Gwendolyn – Stimme der Gelehrten
