Ihr Tag begann wie jeder andere. Die Meditation wurde beendet, ein Gebet im Tempel an ihre Göttin und dann ein Routine-Spaziergang durch Cressen.
Sie hat die Ansässigen gefragt, ob es Neuigkeiten gibt, oder ob es etwas gibt, das besprochen werden muss. Danach noch ein Besuch beim Stalburschen,
um zu prüfen, dass ihre Echsen auch genug Fleisch haben.
Die letzte Station, die Stadtmauern, um die Wachen zu fragen, ob es Vorkommnisse gab. Doch dieser Schritt blieb aus.
Als sie sich den Mauern näherte, verspürte sie einen Drang, ausgehend von ihrem Gebetsbuch. Ein Drang, der Sie wie in
Trance aus der Stadt führte. Kein Abschied, keine Information weitergegeben. Einfach der Weg hinaus in Richtung der Höhlengänge.
Keiner begleitete sie, keiner schlich ihr hinterher. Nur der dumpfe Klang ihrer Füße auf dem teils nassen Höhlenboden konnte bezeugen,
wohin sie sich begab. Keine Vorräte, keine Pläne. Nur sie und das Gebetsbuch und ihr Glaube. Ihr Weg führte sie in einen abgelegenen
Teil der Höhlen, zu unwichtig, um je vollständig kartiert worden zu sein. Durch einen Spalt in einer der Wände gelang sie in ihr neues Refugium.
Der Drang, den sie verspürte, ließ nach, für sie ein Zeichen, dass sie angekommen war.
Die Isolation begann, nur sie, ihre Gedanken und ihre Gebete. Alles sorgfältig niedergeschrieben, angereiht an die bereits enthaltenen.
Die Ernährung bestand aus den simpelsten Dingen, keine Gourmetküche, nur zweckdienlich. Geschmacklose, gräuliche Pilze, die an den
Wänden wuchsen und schon bitter waren durch die Mineralien in den Felswänden, Fledermäuse, die sich in den Höhlengängen verloren hatten
und Wasser gab es nur da, wo es aus den Ritzen sickerte, meistens nicht mehr als ein Rinnsal.
Die meisten Seiten in ihrem Buch waren in der Sprache der Dunkelelfen, aber weiter hinten und zum Teil auch mittendrin, entstanden Seiten
in einer Sprache, die sie nicht entziffern konnte. Sie machte es zu ihrer Aufgabe, diese Zeilen zu studieren, zu ergründen und zu meistern.
An den meisten Stellen passierte nichts, es waren für den Augenblick nur Zeichen, als würde das Buch schweigen wie ein altes Relikt ohne Macht.
Doch an anderen Stellen schien es so, als würde etwas aus dem Buch zu ihr flüstern.
Immer wieder versuchte sie, die Zeichen in Worte ihrer Sprache auszusprechen. Und jedes Mal kam es ihr vor, als würde etwas in diesem Buch
in ihr Innerstes greifen, es versuchen zu verformen, ihre Knochen zu beugen und die Haut aufreißen zu lassen. Sie hatte den Anschein,
als würde das Buch selbst sich dagegen wehren, entziffert zu werden.
Ein jeder Versuch zollte seinen Tribut. Ihre Arme und ihr gesamter Körper waren nach der Zeit gezeichnet von Narben, die einen frischer
oder erneut aufgeplatzt, die anderen schon zu einem Narbengeflecht gewachsen. Der Boden in ihrem Refugium hatte nicht mehr nur die grauen,
dunklen Farben der Höhle, sondern auch ein blutiges Rot hatte sich darunter gemischt.
Unzählige Gebete vergingen, Stunden und Tage der Meditation, und jedes Mal folgte Schmerz, sobald sie neue Versuche wagte. Bei ihrem letzten Versuch
erkannte sie zum ersten Mal etwas, etwas Eindeutiges. Keine Vermutung ihrerseits, sondern tatsächlich Symbole und Zeichen, die sich formten in der
Sprache der Dunkelelfen. Keine Sätze, kein Gebet, nur Worte, die sich offenbarten:
Bewacher
Ritual
Schutz
Rache
Was auch immer sich genau dahinter verbarg, sie war sich sicher, dass ihr Körper und ihre Macht noch nicht ausreichten, es allein herauszufinden.
Sie atmete ruhig aus, fühlte das Ziehen der frischen Wunden, als sie das Buch nach dem letzten Gebet, mehr ein Gelöbnis, schloss.
„Lloth“, flüsterte sie in die Dunkelheit, „ich werde es meistern. Deine Prüfung. Deine Macht. Und was immer in diesem Buch lauert.“
Es war ein Versprechen an sie und ihre Göttin.
Und damit wurde es Zeit, ihre Isolation zu verlassen. Mit dem Drang, zu verstehen, was sich ihr in dem Buch offenbarte.
Die Isolation
- Belszerion
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Die Isolation
Belszerion
Priesterin der Lloth
Im Schutz der Netze geboren,
verkünde ich die Weisheit des Chaos.
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Re: Die Isolation
Die Rückkehr
Ihr kam es vor wie Ewigkeiten, dass sie die Tore ihrer Stadt gesehen hatte, und doch stand
sie wieder davor, die Stadt unverändert. Als hätte ihre Abwesenheit keinen Unterschied gemacht.
Ein kurzes Schmunzeln flog ihr auf die Lippen, es verwunderte sie nicht, so war nun mal die
Art der Dunkelelfen. Keine Energie und Ressourcen an Vergangenes verschwenden.
Immerhin die Wachen erkannten noch, wer sich da durch die Tore selbst in die Stadt hinein
lässt. Auch im Inneren war alles noch so, wie sie es in Erinnerung hatte. Sie lief zielgerecht,
wie gewohnt, zum Bankier. Wie immer, wenn sie zurück in die Stadt kam.
Vor dem Bankier waren andere Dunkelelfen versammelt, darunter Nylafay und Yasrena.
Keine hatte sie auf ihre Verletzungen angesprochen. Erst als sich im Gespräch eine der
Verletzungen auftat und ein frisches Blutgerinnsel den Arm hinunterfloß, wurde es beiläufig
angesprochen. Ihre Erklärung war nur eine kühle Feststellung: „Ein Preis für die Forschung in der Isolation.”
Sie wusste nicht, wem sie davon erzählen sollte. Ob sie überhaupt jemandem davon erzählen
soll. Sie wusste ja selber nicht, womit sie es da zu tun hatte. War es Lloths Wille, den sie da
erforscht, oder doch nur ein Relikt, eine Falle der vergangenen Bewohner? Wird man ihr
Glauben, wenn sie davon berichtet? Wie werden ihre Artgenossen reagieren, wenn sie
davon erfahren? Es ist nicht unüblich für ihre Art, dass, sobald ein möglicher Machtzuwachs
im Raum steht, dass dies einen Hunger in ihnen weckt. Für Belszerion war dies zweitrangig.
Ihr oberstes Ziel war es immer, ihr Wissen zu mehren und zu nähren.
Als sie auf Dulgat stieß, nahmen sie Platz an den Steinbänken in der Nähe der Bank. Sie
unterhielten sich und sie ließ sich von ihm sämtliche Neuigkeiten erzählen, die sie in ihrer
Abwesenheit verpasst hatte, an der Oberfläche und im Unterreich. Dulgat hat für sie einen
Stand, den die meisten Dunkelelfen nicht für sie erreichen. Er bewies seinen Nutzen wieder
und wieder. Auch ihm fielen die Narben auf, nachdem sie begannen, sich erneut zu öffnen und
ihre Kleidung und die Bank, auf der sie saß, mit Blut zu beschmutzen. Aber auch er erhielt die
gleiche Antwort, dass sie mit Mächten experimentiert hat, die sie noch nicht kontrollieren
konnte.
Einige Narbondel vergingen und sie kam wieder in ihre Routine. Meditation im Tempel. Ein
Gang durch Cressen, Informationsaustausch mit den Dunkelelfen und im Anschluss ein
Gebet an die Göttin. Aber der Drang in ihr ließ nicht nach, ein Drang, der in keinster Weise
nachließ. Wie als würde sie Tag für Tag daran erinnert werden, dass sie noch etwas vor sich
hat.
Mizrae war ihr direkt wieder hilfsbereit gesinnt, erzählte ihr von neun Handwerken, die sich in
ihrer Abwesenheit erschlossen haben. Ihr wurden auch einige der neuen und nötigen
Edelsteine gereicht, welche man nun in Schmuckstücke einlassen kann. Als Dulgat wieder
die Stadt besuchte, ließ Mizrae ihn auch gleich die nötigen Arbeiten verrichten, damit sie sich
an die neuen Gegenstände gewöhnen kann.
Nachdem das erledigt war, nutzte sie die Chance, das Oberhaupt des Hauses Filifar um eine
Audienz zu bitten.
Mizrae zögerte nicht und lud sie direkt in das Gelände der Filifar ein. Sie hatte die Hallen
bisher noch nie betreten. Die Hallen waren beeindruckend, sie wirken elitär und autoritär
genauso sehr wie sie demütig wirken. Ein eigener Raum zu Gunsten der Göttin war
ebenfalls in den eigenen Hallen vorhanden.
Beide nahmen Platz, unter sich glich es eher einem Plausch unter alten Freundinnen, als
dem gewohnten elitären Ton, den sie vor den restlichen Artgenossen aufrechterhalten.
Sie teilte ihr die Einzelheiten der Isolation mit, was sie dorthin führte, wie sie die Zeit dort
verbrachte und was dafür sorgte, dass ihr Körper nun so mit Narben und Verletzungen
versehrt ist.
Mizrae lauschte aufmerksam, gab ab und an ihre Meinung zu Gesagtem, hatte einen
Ratschlag parat. Sie teilte ihr ebenfalls mit, welche die Worte sind, die sich ihr offenbart
hatten: Bewacher, Ritual, Schutz, Rache
und sie erwähnte auch nochmals, was zuletzt passierte, als jemand außer ihr das Buch
berührte.
Sie hatte in keinster Weise vor, einer möglichen Prüfung zu trotzen, vielmehr wollte sie
Mizrae darüber informieren, dass sie nicht erkennen kann, welche Ausmaße ein
weitermachen mit sich ziehen kann. Aber auch da setzte sie ihr keine Steine in den Weg,
auch sie war der Meinung, dass man vor keiner Prüfung zurückschrecken sollte.
Um was es sich genau handelte, werden die restlichen Artgenossen erfahren, sobald sie
selbst mehr darüber erfahren hat. Bis dahin werden sie mit Arbeiten und Beschaffungen
beschäftigt sein.
Sie ist fest überzeugt davon, dass sie dieses Ritual, diesen möglichen Bewacher
beschwören wird und damit die nächste Prüfung für ihre Göttin meistern.
Ihr kam es vor wie Ewigkeiten, dass sie die Tore ihrer Stadt gesehen hatte, und doch stand
sie wieder davor, die Stadt unverändert. Als hätte ihre Abwesenheit keinen Unterschied gemacht.
Ein kurzes Schmunzeln flog ihr auf die Lippen, es verwunderte sie nicht, so war nun mal die
Art der Dunkelelfen. Keine Energie und Ressourcen an Vergangenes verschwenden.
Immerhin die Wachen erkannten noch, wer sich da durch die Tore selbst in die Stadt hinein
lässt. Auch im Inneren war alles noch so, wie sie es in Erinnerung hatte. Sie lief zielgerecht,
wie gewohnt, zum Bankier. Wie immer, wenn sie zurück in die Stadt kam.
Vor dem Bankier waren andere Dunkelelfen versammelt, darunter Nylafay und Yasrena.
Keine hatte sie auf ihre Verletzungen angesprochen. Erst als sich im Gespräch eine der
Verletzungen auftat und ein frisches Blutgerinnsel den Arm hinunterfloß, wurde es beiläufig
angesprochen. Ihre Erklärung war nur eine kühle Feststellung: „Ein Preis für die Forschung in der Isolation.”
Sie wusste nicht, wem sie davon erzählen sollte. Ob sie überhaupt jemandem davon erzählen
soll. Sie wusste ja selber nicht, womit sie es da zu tun hatte. War es Lloths Wille, den sie da
erforscht, oder doch nur ein Relikt, eine Falle der vergangenen Bewohner? Wird man ihr
Glauben, wenn sie davon berichtet? Wie werden ihre Artgenossen reagieren, wenn sie
davon erfahren? Es ist nicht unüblich für ihre Art, dass, sobald ein möglicher Machtzuwachs
im Raum steht, dass dies einen Hunger in ihnen weckt. Für Belszerion war dies zweitrangig.
Ihr oberstes Ziel war es immer, ihr Wissen zu mehren und zu nähren.
Als sie auf Dulgat stieß, nahmen sie Platz an den Steinbänken in der Nähe der Bank. Sie
unterhielten sich und sie ließ sich von ihm sämtliche Neuigkeiten erzählen, die sie in ihrer
Abwesenheit verpasst hatte, an der Oberfläche und im Unterreich. Dulgat hat für sie einen
Stand, den die meisten Dunkelelfen nicht für sie erreichen. Er bewies seinen Nutzen wieder
und wieder. Auch ihm fielen die Narben auf, nachdem sie begannen, sich erneut zu öffnen und
ihre Kleidung und die Bank, auf der sie saß, mit Blut zu beschmutzen. Aber auch er erhielt die
gleiche Antwort, dass sie mit Mächten experimentiert hat, die sie noch nicht kontrollieren
konnte.
Einige Narbondel vergingen und sie kam wieder in ihre Routine. Meditation im Tempel. Ein
Gang durch Cressen, Informationsaustausch mit den Dunkelelfen und im Anschluss ein
Gebet an die Göttin. Aber der Drang in ihr ließ nicht nach, ein Drang, der in keinster Weise
nachließ. Wie als würde sie Tag für Tag daran erinnert werden, dass sie noch etwas vor sich
hat.
Mizrae war ihr direkt wieder hilfsbereit gesinnt, erzählte ihr von neun Handwerken, die sich in
ihrer Abwesenheit erschlossen haben. Ihr wurden auch einige der neuen und nötigen
Edelsteine gereicht, welche man nun in Schmuckstücke einlassen kann. Als Dulgat wieder
die Stadt besuchte, ließ Mizrae ihn auch gleich die nötigen Arbeiten verrichten, damit sie sich
an die neuen Gegenstände gewöhnen kann.
Nachdem das erledigt war, nutzte sie die Chance, das Oberhaupt des Hauses Filifar um eine
Audienz zu bitten.
Mizrae zögerte nicht und lud sie direkt in das Gelände der Filifar ein. Sie hatte die Hallen
bisher noch nie betreten. Die Hallen waren beeindruckend, sie wirken elitär und autoritär
genauso sehr wie sie demütig wirken. Ein eigener Raum zu Gunsten der Göttin war
ebenfalls in den eigenen Hallen vorhanden.
Beide nahmen Platz, unter sich glich es eher einem Plausch unter alten Freundinnen, als
dem gewohnten elitären Ton, den sie vor den restlichen Artgenossen aufrechterhalten.
Sie teilte ihr die Einzelheiten der Isolation mit, was sie dorthin führte, wie sie die Zeit dort
verbrachte und was dafür sorgte, dass ihr Körper nun so mit Narben und Verletzungen
versehrt ist.
Mizrae lauschte aufmerksam, gab ab und an ihre Meinung zu Gesagtem, hatte einen
Ratschlag parat. Sie teilte ihr ebenfalls mit, welche die Worte sind, die sich ihr offenbart
hatten: Bewacher, Ritual, Schutz, Rache
und sie erwähnte auch nochmals, was zuletzt passierte, als jemand außer ihr das Buch
berührte.
Sie hatte in keinster Weise vor, einer möglichen Prüfung zu trotzen, vielmehr wollte sie
Mizrae darüber informieren, dass sie nicht erkennen kann, welche Ausmaße ein
weitermachen mit sich ziehen kann. Aber auch da setzte sie ihr keine Steine in den Weg,
auch sie war der Meinung, dass man vor keiner Prüfung zurückschrecken sollte.
Um was es sich genau handelte, werden die restlichen Artgenossen erfahren, sobald sie
selbst mehr darüber erfahren hat. Bis dahin werden sie mit Arbeiten und Beschaffungen
beschäftigt sein.
Sie ist fest überzeugt davon, dass sie dieses Ritual, diesen möglichen Bewacher
beschwören wird und damit die nächste Prüfung für ihre Göttin meistern.
Belszerion
Priesterin der Lloth
Im Schutz der Netze geboren,
verkünde ich die Weisheit des Chaos.
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Re: Die Isolation
Beginn der Offenbarung
Mittlerweile ist sie fast wieder komplett in ihren alten Rhythmus eingekehrt. Spaziergänge durch die Stadt,
Informationsbeschaffung an der Oberfläche, hier und da eine Jagd und spätes Zusammensitzen mit den Artgenossen,
mit abschließender Meditation und gebeten an ihre Göttin im Tempel.
Ob es der Austausch mit der ihrigen war, der dafür sorgt, dass ihr sich seitdem jeden Abend neue Bruchstücke
oder Worte offenbaren, konnte sie nicht sicher wissen. Das Gesamtbild erschloss sich zwar immer noch nicht,
aber sie konnte nun Zusammenhänge erkennen und Abschnitte, die erlauben Vorarbeit zu leisten.
In einem der kaum lesbaren oder erkennbaren Zeilen deutete sich das Wort “Schutzmaßnahmen” an
und eine schemenhafte Zeichnung. Sie schmunzelte, sie war zufrieden, denn das Gebetbuch begann
sich mehr und mehr zu offenbaren.
Sie beauftragte Dulgat, einer ihrer engsten Vertrauten und ihr einziger Ansprechpartner, wenn es um
Schmiedearbeiten ging. Er schlug auch direkt vor, dass ihre gewünschten Gitterstäbe aus Schwarzgestein
hergestellt werden. Der Ort, an dem diese benötigt werden, wird sie ihm in den kommenden Tagen zeigen.
Damit er sich auch die Höhe und die Menge, die benötigt wird, besser vorstellen kann. Er war schon immer tüchtig,
wenn es um sein Handwerk ging, daher war sie sicher, dass er sie nicht lange warten lässt.
Weiter unten auf der Seite, für sie gehörte es zum selben Abschnitt der Schutzmaßnahmen,
erschien auch das Wort Bannkreis. Keine Aufgabe, die sie übernehmen wird, sondern in das Gebiet der Faern fällt.
Aber was soll der Kreis aufhalten? Einen Geist? Ein Dämon? Einen Menschen? Sie kann es erst sicher wissen,
sollte es ihr aufgezeigt werden. Aber sie war sich sicher, dass es ein Bannkreis sein muss,
der mehr einem Gefängnis gleicht, mächtig genug, um zusammen mit den neuen Gitterstreben dafür zu sorgen,
dass was auch immer auftauchen sollte, aufgehalten wird.
Im weiteren Verlauf der Seite stand nur noch ein paar Worte gefolgt von einer kaum erkennbaren Zeichnung:
Die Bewacher (L’Kyorl)
und etwas, was einem Hinweis glich, denn das Wort tauchte vermehrt an verschiedenen Stellen auf, Adamantit.
Das Metall der Dunkelelfen. Bedeutete es, dass sie und ihre Artgenossen damit ausgerüstet sein müssen?
Das diese Bewacher selbst nur damit ausgerüstet sind, oder das ihnen nur dies Schaden zufügen kann?
Viele Variablen und kein eindeutiger Weg, aber ihr Vorgehen wird alle Möglichkeiten in dieser Hinsicht abdecken.
Die Krieger gerüstet in vollen Adamatit-Rüstungen, ihre Waffe aus purem Adamantit geschmiedet,
die Pfeilspitzen aus diesem geformt.
Sie war davon überzeugt, dass es nun die Zeit gekommen ist, die restlichen Artgenossen zu informieren und einzuweihen, was sie vorhat.
Denn allein wird sie die Prüfung nicht bewältigen können.
Mittlerweile ist sie fast wieder komplett in ihren alten Rhythmus eingekehrt. Spaziergänge durch die Stadt,
Informationsbeschaffung an der Oberfläche, hier und da eine Jagd und spätes Zusammensitzen mit den Artgenossen,
mit abschließender Meditation und gebeten an ihre Göttin im Tempel.
Ob es der Austausch mit der ihrigen war, der dafür sorgt, dass ihr sich seitdem jeden Abend neue Bruchstücke
oder Worte offenbaren, konnte sie nicht sicher wissen. Das Gesamtbild erschloss sich zwar immer noch nicht,
aber sie konnte nun Zusammenhänge erkennen und Abschnitte, die erlauben Vorarbeit zu leisten.
In einem der kaum lesbaren oder erkennbaren Zeilen deutete sich das Wort “Schutzmaßnahmen” an
und eine schemenhafte Zeichnung. Sie schmunzelte, sie war zufrieden, denn das Gebetbuch begann
sich mehr und mehr zu offenbaren.
Sie beauftragte Dulgat, einer ihrer engsten Vertrauten und ihr einziger Ansprechpartner, wenn es um
Schmiedearbeiten ging. Er schlug auch direkt vor, dass ihre gewünschten Gitterstäbe aus Schwarzgestein
hergestellt werden. Der Ort, an dem diese benötigt werden, wird sie ihm in den kommenden Tagen zeigen.
Damit er sich auch die Höhe und die Menge, die benötigt wird, besser vorstellen kann. Er war schon immer tüchtig,
wenn es um sein Handwerk ging, daher war sie sicher, dass er sie nicht lange warten lässt.
Weiter unten auf der Seite, für sie gehörte es zum selben Abschnitt der Schutzmaßnahmen,
erschien auch das Wort Bannkreis. Keine Aufgabe, die sie übernehmen wird, sondern in das Gebiet der Faern fällt.
Aber was soll der Kreis aufhalten? Einen Geist? Ein Dämon? Einen Menschen? Sie kann es erst sicher wissen,
sollte es ihr aufgezeigt werden. Aber sie war sich sicher, dass es ein Bannkreis sein muss,
der mehr einem Gefängnis gleicht, mächtig genug, um zusammen mit den neuen Gitterstreben dafür zu sorgen,
dass was auch immer auftauchen sollte, aufgehalten wird.
Im weiteren Verlauf der Seite stand nur noch ein paar Worte gefolgt von einer kaum erkennbaren Zeichnung:
Die Bewacher (L’Kyorl)
und etwas, was einem Hinweis glich, denn das Wort tauchte vermehrt an verschiedenen Stellen auf, Adamantit.
Das Metall der Dunkelelfen. Bedeutete es, dass sie und ihre Artgenossen damit ausgerüstet sein müssen?
Das diese Bewacher selbst nur damit ausgerüstet sind, oder das ihnen nur dies Schaden zufügen kann?
Viele Variablen und kein eindeutiger Weg, aber ihr Vorgehen wird alle Möglichkeiten in dieser Hinsicht abdecken.
Die Krieger gerüstet in vollen Adamatit-Rüstungen, ihre Waffe aus purem Adamantit geschmiedet,
die Pfeilspitzen aus diesem geformt.
Sie war davon überzeugt, dass es nun die Zeit gekommen ist, die restlichen Artgenossen zu informieren und einzuweihen, was sie vorhat.
Denn allein wird sie die Prüfung nicht bewältigen können.
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Re: Die Isolation
Die zwei Seiten
Sie sind schon einige Tage auf der Expedition die aus Surom begonnen hat.
Es war nicht der gleiche Drang, wie jener der sie einst aus der Stadt der Dunkelelfen lockte und doch war das Interesse an den Ophidianern nicht das einzige, was sie dazu brachte an der Reise teilzunehmen.
Die Schiffsreise war beschwerlich, es ist nun mal nicht das Handwerk der Ilyhtiiri, ein Schiff zu führen, oder von einem an den anderen Punkt zu bewegen.
Dennoch gab es ansprechende Unterhaltungen, selbst mit manchen, die sie unter normalen Umständen nicht geführt hätte. Vorallem im Bezug auf die Wildlinge.
Bei der Ankunft, war es offensichtlich dass es eine Schlacht geben wird und so kämpften alle gemeinsam, die Suromer, die Wildlinge und die Ilyhtiiri um den Strand zu sichern.
Zelte wurden errichtet, Palisaden erbaut und Wachen abgestellt. Ressourcen wurden geteilt, schließlich hatten in groben Zügen alle ein ähnliches Ziel.
Auf dieser Insel herrschte eine für sie unbekannte Macht, aber der Ursprung wirkte bekannt. Erst recht nachdem sie sich dem Unterfangen von Nad'diirn, dem Qu'el'faeruk des ersten Hauses angeschlossen hatte. Das Gespräch hatte nicht den gewünschten Verlauf und doch, zeigte der rote Ophidianer einen Teil seiner Macht, ohne die versammelten in den Abyss zu schicken. Es wirkte als würde auch ihm etwas wichtiges Fehlen, oder einen Wunsch haben.
Diesen sollte es gelten heraus zu finden.
Er lies Sturmwolken aufziehen, die noch heftigeren Regen von sich liesen. Die Robe und Rüstung komplett durchnässt, wich auch ihr Schorf auf und nahezu am ganzen Körper öffneten sich ihre Narben wieder. Blut lief am ganzen Körper entlang, selbst die schwarze Robe die sie trug begann einen roten Ton anzunehmen. Sie begab sich in das Zelt ihrer Artgenossen, legte die Kleidung ab und warf sich nur ein Handtuch über, damit die Wunden trocknen konnten. Kurz darauf viel sie aufgrund des Blutverlustes in eine tiefe Meditation.
Als sie ihre Augen öffnete, hielt sie ihr Gebetsbuch in der Hand, geöffnet auf den Seiten, die sich ihr bisher nur zum Teil offenbarten.
Sie wusste, dass das was sie gerade sieht, sich erst hier auf dieser Insel aufgezeigt hat. Schemenhafte Linie haben sich gebildet, mit Ruß und getrocknetem Blut.
Erst als sich ihr Blick fokussierte, begannen sie die Formen zu verdichten.
Zu sehen waren vier Gestalten.
Nicht vollständig ausgearbeitet, sondern nur angedeutet, als hätten sie nie ganz in diese Welt gehört. Ihre Körper waren schlank, aber keine Gesichter, diese waren nicht erkennbar.
Nur Helme, Schatten und Waffen und etwas das einer Überschrift glich: L'Kyorl (Die Bewacher)
Der erste trug eine Schild und ein Schwert, mit einer Haltung des Ausharrens.
Der zweite trug zwei gebogene Klingen, sie sahen aus wie die Zwillingssäbel ihrer Art, die Arme wirkten wie in ständiger Anspannung.
Die dritte Gestalt war schmaler, fast flüchtig. Ein Bogen ruhte in ihren Hände mit einem bereits angelegten Pfeil, als wäre sie jeden Moment bereit zwischen Leben und Tot zu entscheiden.
Die vierte Gestalt führte die zweihändige Klingenwaffe, den Thalak. Die Waffe war länger als die anderen, brutaler. Ihr Zweck war nur der Kampf und der Schmerz.
Sie spürte ein Ziehen in ihrer Brust, wie eine Erinnerung an die Schmerzen und Qualen, die sie einst in ihrer Isolation erlebt hat. Der Grund warum ihr sonst makelloser Körper momentan
so entstellt wirkt.
Auf der gegenüber liegenden Seite gab es keine feinen Linien, keine Ordnung.
Es war nur ein einziges Wesen abgebildet. Durch grobe Linien, die tiefer in das Pergament eingeritzt wirkten dargestellt.
Hörner wanden sich aus einem schattenhaften Knochenschädel, zu viele um natürlich zu sein. Der Körper war verzerrt und doch schien etwas aus seinem Inneren hervorzuquellen, das Rauch oder eine dichten Wolke glich, als Fleisch.
Wo die Augen sein sollten, sieht man nur leere Flächen. Auf dieser Seite war keine Überschrift, keine Erklärung. Zumindest wurde diese noch nicht offenbart.
Nur eine Spur von Symbolen, die sich immer wieder wiederholen: Bindung, Opfer, Gefäß.
Sie schloss das Buch wieder, der Blick wanderte über die Zeltdecke. Als würde sie versuchen das Gesehene auf die Decke zu projizieren und in ihrem Kopf schlüssig zu verbinden.
Vier Bewacher, Ein Wesen, kein Kampf, keine Gegenspieler, Ein Anker.
Der Gedanke kam ihr nicht wie eine Eingebung, sondern wie eine Erkenntnis, als würden die Zeichen und Symbole langsam beginnen einen Sinn zu ergeben.
Was wenn die Bewacher nicht dafür gedacht sind, dieses Wesen aufzuhalten. Was wenn die Bewacher nur Nahrung waren, ein Bindemittel für dieses Wesen.
Oder mehr noch... Ketten, die dieses Wesen binden konnten.
Ihre dünnen, mit vertrocknetem Blut verschmierten Finger verkrampften sich um den Einband, als sich die Vermutung in ihrem Geist verfestige.
Die Seelen der vier Bewacher, geopfert und gebunden an dieses dämonische Wesen. Nicht geopfert im Sinne eines Rituals, sondern verschmolzen und eingeschlossen.
Ungezügeltes Wissen ihrer Schlachten, der Zorn der ihnen dieses Ende aufweißt, alles zusammen in dem Körper eines mächtigeren Geschöpfes.
Die Narben auf ihrem Körper begannen erneut zu pochen, ein Zeichen der Zustimmung, oder eine Vorwarnung, dass sie wieder auf einen Weg geht, der sie nicht an ihr Ziel bringt.
An was auch immer sie dachte zu beschwören, es würde nicht alleine kommen.

Sie sind schon einige Tage auf der Expedition die aus Surom begonnen hat.
Es war nicht der gleiche Drang, wie jener der sie einst aus der Stadt der Dunkelelfen lockte und doch war das Interesse an den Ophidianern nicht das einzige, was sie dazu brachte an der Reise teilzunehmen.
Die Schiffsreise war beschwerlich, es ist nun mal nicht das Handwerk der Ilyhtiiri, ein Schiff zu führen, oder von einem an den anderen Punkt zu bewegen.
Dennoch gab es ansprechende Unterhaltungen, selbst mit manchen, die sie unter normalen Umständen nicht geführt hätte. Vorallem im Bezug auf die Wildlinge.
Bei der Ankunft, war es offensichtlich dass es eine Schlacht geben wird und so kämpften alle gemeinsam, die Suromer, die Wildlinge und die Ilyhtiiri um den Strand zu sichern.
Zelte wurden errichtet, Palisaden erbaut und Wachen abgestellt. Ressourcen wurden geteilt, schließlich hatten in groben Zügen alle ein ähnliches Ziel.
Auf dieser Insel herrschte eine für sie unbekannte Macht, aber der Ursprung wirkte bekannt. Erst recht nachdem sie sich dem Unterfangen von Nad'diirn, dem Qu'el'faeruk des ersten Hauses angeschlossen hatte. Das Gespräch hatte nicht den gewünschten Verlauf und doch, zeigte der rote Ophidianer einen Teil seiner Macht, ohne die versammelten in den Abyss zu schicken. Es wirkte als würde auch ihm etwas wichtiges Fehlen, oder einen Wunsch haben.
Diesen sollte es gelten heraus zu finden.
Er lies Sturmwolken aufziehen, die noch heftigeren Regen von sich liesen. Die Robe und Rüstung komplett durchnässt, wich auch ihr Schorf auf und nahezu am ganzen Körper öffneten sich ihre Narben wieder. Blut lief am ganzen Körper entlang, selbst die schwarze Robe die sie trug begann einen roten Ton anzunehmen. Sie begab sich in das Zelt ihrer Artgenossen, legte die Kleidung ab und warf sich nur ein Handtuch über, damit die Wunden trocknen konnten. Kurz darauf viel sie aufgrund des Blutverlustes in eine tiefe Meditation.
Als sie ihre Augen öffnete, hielt sie ihr Gebetsbuch in der Hand, geöffnet auf den Seiten, die sich ihr bisher nur zum Teil offenbarten.
Sie wusste, dass das was sie gerade sieht, sich erst hier auf dieser Insel aufgezeigt hat. Schemenhafte Linie haben sich gebildet, mit Ruß und getrocknetem Blut.
Erst als sich ihr Blick fokussierte, begannen sie die Formen zu verdichten.
Zu sehen waren vier Gestalten.
Nicht vollständig ausgearbeitet, sondern nur angedeutet, als hätten sie nie ganz in diese Welt gehört. Ihre Körper waren schlank, aber keine Gesichter, diese waren nicht erkennbar.
Nur Helme, Schatten und Waffen und etwas das einer Überschrift glich: L'Kyorl (Die Bewacher)
Der erste trug eine Schild und ein Schwert, mit einer Haltung des Ausharrens.
Der zweite trug zwei gebogene Klingen, sie sahen aus wie die Zwillingssäbel ihrer Art, die Arme wirkten wie in ständiger Anspannung.
Die dritte Gestalt war schmaler, fast flüchtig. Ein Bogen ruhte in ihren Hände mit einem bereits angelegten Pfeil, als wäre sie jeden Moment bereit zwischen Leben und Tot zu entscheiden.
Die vierte Gestalt führte die zweihändige Klingenwaffe, den Thalak. Die Waffe war länger als die anderen, brutaler. Ihr Zweck war nur der Kampf und der Schmerz.
Sie spürte ein Ziehen in ihrer Brust, wie eine Erinnerung an die Schmerzen und Qualen, die sie einst in ihrer Isolation erlebt hat. Der Grund warum ihr sonst makelloser Körper momentan
so entstellt wirkt.
Auf der gegenüber liegenden Seite gab es keine feinen Linien, keine Ordnung.
Es war nur ein einziges Wesen abgebildet. Durch grobe Linien, die tiefer in das Pergament eingeritzt wirkten dargestellt.
Hörner wanden sich aus einem schattenhaften Knochenschädel, zu viele um natürlich zu sein. Der Körper war verzerrt und doch schien etwas aus seinem Inneren hervorzuquellen, das Rauch oder eine dichten Wolke glich, als Fleisch.
Wo die Augen sein sollten, sieht man nur leere Flächen. Auf dieser Seite war keine Überschrift, keine Erklärung. Zumindest wurde diese noch nicht offenbart.
Nur eine Spur von Symbolen, die sich immer wieder wiederholen: Bindung, Opfer, Gefäß.
Sie schloss das Buch wieder, der Blick wanderte über die Zeltdecke. Als würde sie versuchen das Gesehene auf die Decke zu projizieren und in ihrem Kopf schlüssig zu verbinden.
Vier Bewacher, Ein Wesen, kein Kampf, keine Gegenspieler, Ein Anker.
Der Gedanke kam ihr nicht wie eine Eingebung, sondern wie eine Erkenntnis, als würden die Zeichen und Symbole langsam beginnen einen Sinn zu ergeben.
Was wenn die Bewacher nicht dafür gedacht sind, dieses Wesen aufzuhalten. Was wenn die Bewacher nur Nahrung waren, ein Bindemittel für dieses Wesen.
Oder mehr noch... Ketten, die dieses Wesen binden konnten.
Ihre dünnen, mit vertrocknetem Blut verschmierten Finger verkrampften sich um den Einband, als sich die Vermutung in ihrem Geist verfestige.
Die Seelen der vier Bewacher, geopfert und gebunden an dieses dämonische Wesen. Nicht geopfert im Sinne eines Rituals, sondern verschmolzen und eingeschlossen.
Ungezügeltes Wissen ihrer Schlachten, der Zorn der ihnen dieses Ende aufweißt, alles zusammen in dem Körper eines mächtigeren Geschöpfes.
Die Narben auf ihrem Körper begannen erneut zu pochen, ein Zeichen der Zustimmung, oder eine Vorwarnung, dass sie wieder auf einen Weg geht, der sie nicht an ihr Ziel bringt.
An was auch immer sie dachte zu beschwören, es würde nicht alleine kommen.

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Re: Die Isolation
*Er stand mit ihr am Rand der Grube und blickte hinab. Die Unterhaltungen mit ihr waren ihm immer eine Freude. War sie doch eine der wenigen, die ihm den Respekt angedeihen ließ, welcher ihm seiner Meinung nach im Volk der Ilhytiiri zustand. War es nicht er, der über seinen Schatten sprang und an die Decke schwebte, zugegeben mit einiger Unterstützung der Einen, und den Zutritt zu ihrem jetzigen Heim erst möglich machte? Viel hatte die junge Drow vor mit der Grube. Viel musste verändert werden. Ab und an schaute er sie eingehender an und ein Schauer überkam ihn. Die Wunden an ihren Armen, welche immer wieder ohne Zutun aufplatzten, machten aus der einst, wohl für Ilhytiiri Maßstäbe, so wunderschönen Drowfrau eine groteske Figur ihrer selbst. Unweigerlich musste er sich an die Maske fassen, verbarg er doch unter ihr das eiternde Loch. Doch war diese Wunde nicht mit den Belszerions zu vergleichen.*
Sie: „Mein guter Dulgat, dieser Steg hier. *Sie deutete auf die paar Bretter, auf denen sie standen. Er muss verstärkt und ausgebessert werden. Er soll als eine Art Rampe dienen. "
*Er nickte nur und machte sich ein paar Notizen mit einem Kohlestift auf einem Blatt Pergament. Dann gingen sie hinab in die Höhle, um weitere Arbeiten zu besprechen, welche der kleine Duerga für die Ilhytiirifrau in Angriff nehmen sollte. Unten angekommen gingen sie gleich in die westliche Ecke der Höhle.*
Sie: „Hier, diese Stalagmiten müssen entfernt werden. Diese Gitter hier müssen weg und neue müssen angebracht werden. Jedoch sollen sie weiter vorne angebracht werden, sodass dieser Bereich etwas Großes beherbergen kann. Und hoch müssen sie sein, bis an die Decke, wenn möglich."
*Kleine Falten entsanden um die Augen Dulgat's. Er schien unter seiner Maske leicht zu grinsen.*
Er: „Wollt ihr hier einen Drachen einsperren und ihm langsam die Haut vom Körper ziehen?"
*Nun war es an ihr, leicht zu lächeln. Ein Zustand, welchen sie sich in seiner Gegenwart öfter erlaubte. In der harten Welt der Ilhytiiri jedoch würde man es ihr wohl als Schwäche auslegen.*
Sie: „Nicht ganz, werter Dulgat, nicht ganz!"
*Weiter ging sie nicht auf die Frage ein. Er wusste, dass sie ihm bei Zeiten weitere Details zukommen lassen würde, wäre es vonnöten. Dann wendete sie sich zum südlichen Teil der Höhle und ging tiefer in sie hinein, bis sie an die Wand der riesigen Höhle gelangten. Hier und da zeigte sie ihm, was sie mit ihren Worten beschrieb.*
Sie: „Hinter diesem Stalagmiten muss ein Aufgang geschaffen werden. Eine Treppe sollst du mir in den Berg treiben. Diese muss mit einem Gitter geschützt werden, so dass nicht ein jeder aus dieser Höhle einfach entfliehen kann. Du als Kind des Berges solltest es wohl zu vollbringen vermögen, dass man diesen Aufgang nicht auf den ersten Blick erspähen könnte."
*Erneut nickte er und machte sich Notizen. Dann überflog er diese und nickte zufrieden. Dann blickte er der Ilhytiiri ins Gesicht und erneut erschienen diese kleinen Falten um seine Augen.*
Er: „Dies sollte alles machbar sein, werte Belszerion. Ich will mich gleich ans Werk machen. Gebt mir ein paar Tage. Es wäre auch schön, wenn ihr mir einige eurer Kreaturen zur Seite stellen könntet. „Umso schneller werde ich den Schutt und Abraum aus der Höhle schaffen können."
*Nun war es an ihr, zu nicken. Wohlwollend blickte er ihn an.*
Sie: „Ich wusste, auf euch ist Verlass, mein guter Dulgat. Lasst mich wissen, sobald ihr fertig seid."
*Dann verabschiedete sie sich von ihm und ließ ihn in der Höhle alleine. Sogleich begann er damit, die ihm aufgetragenen Arbeiten in Angriff zu nehmen.*
Sie: „Mein guter Dulgat, dieser Steg hier. *Sie deutete auf die paar Bretter, auf denen sie standen. Er muss verstärkt und ausgebessert werden. Er soll als eine Art Rampe dienen. "
*Er nickte nur und machte sich ein paar Notizen mit einem Kohlestift auf einem Blatt Pergament. Dann gingen sie hinab in die Höhle, um weitere Arbeiten zu besprechen, welche der kleine Duerga für die Ilhytiirifrau in Angriff nehmen sollte. Unten angekommen gingen sie gleich in die westliche Ecke der Höhle.*
Sie: „Hier, diese Stalagmiten müssen entfernt werden. Diese Gitter hier müssen weg und neue müssen angebracht werden. Jedoch sollen sie weiter vorne angebracht werden, sodass dieser Bereich etwas Großes beherbergen kann. Und hoch müssen sie sein, bis an die Decke, wenn möglich."
*Kleine Falten entsanden um die Augen Dulgat's. Er schien unter seiner Maske leicht zu grinsen.*
Er: „Wollt ihr hier einen Drachen einsperren und ihm langsam die Haut vom Körper ziehen?"
*Nun war es an ihr, leicht zu lächeln. Ein Zustand, welchen sie sich in seiner Gegenwart öfter erlaubte. In der harten Welt der Ilhytiiri jedoch würde man es ihr wohl als Schwäche auslegen.*
Sie: „Nicht ganz, werter Dulgat, nicht ganz!"
*Weiter ging sie nicht auf die Frage ein. Er wusste, dass sie ihm bei Zeiten weitere Details zukommen lassen würde, wäre es vonnöten. Dann wendete sie sich zum südlichen Teil der Höhle und ging tiefer in sie hinein, bis sie an die Wand der riesigen Höhle gelangten. Hier und da zeigte sie ihm, was sie mit ihren Worten beschrieb.*
Sie: „Hinter diesem Stalagmiten muss ein Aufgang geschaffen werden. Eine Treppe sollst du mir in den Berg treiben. Diese muss mit einem Gitter geschützt werden, so dass nicht ein jeder aus dieser Höhle einfach entfliehen kann. Du als Kind des Berges solltest es wohl zu vollbringen vermögen, dass man diesen Aufgang nicht auf den ersten Blick erspähen könnte."
*Erneut nickte er und machte sich Notizen. Dann überflog er diese und nickte zufrieden. Dann blickte er der Ilhytiiri ins Gesicht und erneut erschienen diese kleinen Falten um seine Augen.*
Er: „Dies sollte alles machbar sein, werte Belszerion. Ich will mich gleich ans Werk machen. Gebt mir ein paar Tage. Es wäre auch schön, wenn ihr mir einige eurer Kreaturen zur Seite stellen könntet. „Umso schneller werde ich den Schutt und Abraum aus der Höhle schaffen können."
*Nun war es an ihr, zu nicken. Wohlwollend blickte er ihn an.*
Sie: „Ich wusste, auf euch ist Verlass, mein guter Dulgat. Lasst mich wissen, sobald ihr fertig seid."
*Dann verabschiedete sie sich von ihm und ließ ihn in der Höhle alleine. Sogleich begann er damit, die ihm aufgetragenen Arbeiten in Angriff zu nehmen.*