Die Entscheidung fiel ohne viele Worte.
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Nach allem was geschehen war, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass diese Reise ihren Wendepunkt erreicht hatte. Das Schiff wurde wieder seeklar gemacht. Planen wurden verstaut und Taue geprüft. Man sicherte die Ladung. Das Lager wurde schnell abgebaut und nur die Palisaden blieben zurück. Vielleicht auch irgendwo noch immer die Spuren der Kämpfe. Was nicht mitgenommen werden konnte, wurde dem Ort überlassen.
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Nach allem was geschehen war, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass diese Reise ihren Wendepunkt erreicht hatte. Das Schiff wurde wieder seeklar gemacht. Planen wurden verstaut und Taue geprüft. Man sicherte die Ladung. Das Lager wurde schnell abgebaut und nur die Palisaden blieben zurück. Vielleicht auch irgendwo noch immer die Spuren der Kämpfe. Was nicht mitgenommen werden konnte, wurde dem Ort überlassen.
Die Echidna lag bald bereit im Wasser. Der Strand wirkte leerer als bei der Ankunft. Weniger Stimmen und keine Bewegung. Viele waren erschöpft und manche kümmerten sich um ihre Wunden. Andere waren still, wohl um der stillen Trauer wegen. Der Blick zurück fiel schwerer als gedacht. Nicht etwas aus Wehmut... Nein. Sondern aus dem Wissen, dass scheinbar nicht alles zu Ende geführt werden konnte.
Als das Schiff ablegte, blieb die Insel rasch hinter ihnen zurück. Der Dschungel verlor sich im Dunst und die Felsen wurden zu Formen. Niemand jubelte. Niemand sprach vom Sieg. Es war eine Heimreise ohne Triumph, aber auch ohne Niederlage. Sie hatten überlebt. Und sie hatten Dinge gesehen, die bleiben würden. Sie hatten einiges erreicht, vielleicht eine Art Sieg, aber es fühlte sich nicht so an.
Der Tag auf See verlief ruhig. Das Meer war gnädig, der Wind beständig. Der Nebel war verschwunden und die Sicht klar. Van stand lange an der Reling und ließ die vergangenen Tage noch einmal durch sich ziehen. Der Nebel. Der Strand. Die Kämpfe. Die Trugbilder. Der Verlust. Die Erkenntnis, dass nicht alles mit Stahl oder Magie zu lösen war. Dass manche Orte nicht erobert, sondern verstanden werden mussten. Oder einfach auch gemieden.
Er dachte an die Gesichter derer, die mit ihm gereist waren. An den Mut aller Mitstreiter. An die aufkommenden Zweifel. An Erschöpfung und vor allem den Frust des unaufhörlichen Regens. An das stille Weitergehen, auch wenn Antworten fehlten. Die Reise hatte sie verändert. Nicht unbedingt sichtbar, auch nicht sofort … Aber spürbar.
Nach einem Tag auf See tauchten die vertrauten Konturen auf. Der Hafen von Solgard lag vor ihnen. Die Vertrauten Mauern und Türme. Alles schien unversehrt und Van atmete erleichtert auf. Alles lebendig, eben Heimat. Als das Schiff einlief, wirkte die Stadt beinahe fremd in ihrer Normalität. Stimmen vom Kai, das Rufen der Hafenarbeiter und das Schlagen von Holz auf Holz.
Die Echidna legte an und die Reise, ja das Abenteuer war beendet. Van blieb einen Moment stehen, bevor er von Bord ging. Er atmete tief ein, nahm den Geruch der Stadt in sich auf. Van wusste, dass er nicht als derselbe zurückgekehrt war. Es hatte sich vieles verändert, als er noch vor ein paar Wochenläufe aufgebrochen war. Doch dies war in Ordnung. Manche Reisen enden nicht mit Antworten.
Sondern mit der Gewissheit, dass der Weg weitergeht.
Sondern mit der Gewissheit, dass der Weg weitergeht.
Und Solgard wartete.
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