Fingerspitzengefühl

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Xapo
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Fingerspitzengefühl

Beitrag von Xapo » 24 Jul 2020, 15:49

Aufgabe war Aufgabe, und so war Nath'isstra, nachdem sie sich in der Handelsstadt hatte blicken lassen nach Sold'Orbb zurück gekehrt um die Ruhe der Nachtstunden für die in der Theorie simple, in der Praxis jedoch bedeutend kniffeligere Arbeit zu nutzen.

Sicherlich war sie begabt, sonst wäre diese Aufgabe nicht an sie gefallen, aber auch die Akademie geizte bei den Materialien und so war sie bisher nicht in den Genuss gekommen Deshineth Runen auf Angolquarze einzugravieren sondern hatte mit simplen Knochen vorlieb nehmen müssen.
Mit stoischer Ruhe bereitet sie alles vor und reiste mit einer Patrouille dann zu den Werkstätten. Gedanken über ein Scheitern hatten kein Platz, sie trübten nur die innere Ruhe und diese wäre nun von entscheidender Bedeutung.
Wie für eine Messe bereitet sie alles vor, reinige den Arbeitsbereich, schärfte den Dolch und polierte ihn dann noch einmal.
Um ein sicheres Gefühl zubekommen begann sie Muster und Konturen in Knochen zuschnitzen, dann das selbe an einigen Dämonenknochen auszuprobieren. Sie fühlte sich breit.
Die Stofflagen wurden aufgeschlagen, die Dolchspitze angesetzt und mit präzisen ruhigen Picken arbeitete sie das erste Runensymbohl auf einen hochwertigen türkisen Angol ein.
Jede Silbe der Macht benötigte eine Rune, so waren einige Pausen nötig bis sie mit dem ersten Werkstück zufrieden war und bei einem Manatrank ihr Werk ausgiebig prüfte.
Kurz ermahnte Nath'isstra die Wachen wachsamer zu sein ohne sie in der letzten Zeit überhaupt beachtet zuhaben und setzte dann ihre Arbeit fort.
Nach einigen Zyklen konnte ein geschultes Auge die ersten sorgfältig auf Stoff gebetteten Runen erkennen: Izznarg, Obok, Faer, Beldro, Vel’xundussa und Reibe.
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Re: Fingerspitzengefühl

Beitrag von Xapo » 24 Jul 2020, 15:52

Kurz hielt sie inne, zählte und sortierte was sie schon angefertigt hatte und kontrollierte dies mit dem Bauplan gegen. Ein gutes Stück war geschafft, nach kurzen Dehnübungen setze sie ihr Tun unbeirrt fort bis auch die letzte Rune mit der gleichen aufwendigen Deshinethrune versehen war.
Die Runen beschriftet Werkstücke wurden umsichtig in Stofflagen eingewickelt und ebenso wie der gesammelte Staub der Quarze zur Abreise verstaut.
Instinktiv drehte sie sich in die Richtung wo sie den Tempel vermutete und stieß ein kurzes Stoßgebet aus. "Lloth tlu malla" Möge die ust Yathrin mit ihrer Arbeit zufrieden sein dachte sie und reiste zurück zur Festung!

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Re: Fingerspitzengefühl

Beitrag von Xapo » 02 Aug 2020, 09:03

...einige Zeit später...

Konzentriert saß sie in der Akademie, ihre Aufmerksamkeit steckte ganz in der Ausarbeitung eines zweiphasigen Rituals, anfänglich.
Je näher sie der Fertigstellung kam, umso unausweichlicher die Frage: Helfen oder Sabotieren

Mizrae hatte sich bei einem Ritual mit einem Schrei von dieser Exitenzebende verabschiedet...
Durch diesen schicksalhaften Schritt war die Position der ust Yathrin del Filifar vakant!
Doch bevor sie sich den Gedanken der Möglichkeiten wirklich hingeben konnte offenbarte Vala ihr schon einige Zyklen weiter im Tempel der Lloth eine flimmernde Energiemaifestion...die Überreste der ust Yathrin del Filifar Mizrae!
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Man hatte sich beratschlagt, abgewogen, Wohlwollen signalisiert.

Ein Teil von ihr gierten auf die Möglichkeit mehr Gunst der dunklen Mutter erlangen zu können... ein weiter Teil taktierte...
Die ehrwürdige malla Ilharess wirkte angeschlagen kurz nach den Verlust... die politische Lage war angespannt... die Dämonen weilten noch in Sold'Orbb...sollte die Illharess zu Fall kommen wäre eine mögliche Nachfolgerin der ust Yathrin, so die Fäden der Göttin so gesponnen würden, eine wahrscheinliche Erbin auf die Führung des Hauses Filifar.
Die Feinde würden ihre Unerfahrenheit wittern und in Scharren das Schicksal an den Toren der Festung heraufbeschwören...
Sie schüttelte den Kopf... sie brauchte sich für die Gunst die sie bisher erlangen konnte und ihre Stellung die sie dadurch erreicht hatte nicht verstecken.
Es wäre töricht jetzt alles zusetzen und diesen Schritt zu wagen, viel war zu verlieren, letztendlich das ganze Haus.
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Sie blickte auf das vor ihr liegende Pergament.

Sollte das Vorhaben gelingen so würde die ust Yatrhin in Vala's und ihrer Schuld stehen...
ein Mundwinkel hebt sich
man kann nur soviel Schuld einfordern wie man auch über macht verfügt, sollte es wieder erwarten gelingen so wäre denkbar das die Mutter Oberin und noch mehr die ust Yathrin ihr wohlgesonnen sein würden
andersherum... sollte es nicht gelingen wäre nicht nur Mizrae verloren, auch Vala würde eine Gefahr darstellen.
Einen Misserfolg dürfte die Illharess niemals erfahren!

Sie packte die Arbeitsutensilien zusammen, versteckte das Schriftstück für Vala am Körper und reiste ohne Umschweife zurück zur Festung. Bei den normalen Routinepflichten trafen sie sich und unauffällig wechselte das Schreiben den Besitzer.

Nun würde abzuwarten sein bis ihr Entwurf von Vala gelesen und überdacht war. Das Flimmern würde sich schon bald wieder zeigen da war sie sich sicher...

Nath'isstra instruierte ihre Wachen sich für heute bereitzuhalten, besprach mit ihnen Zeichen für gewisse Situationen, beauftragte einen Sklaven ihren Dolch von einem Waffenträger schärfen zulassen und befüllte ihre Tasche mit den benötigen Reagenzien für das anstehende Ritual.
Als alle Vorbereitungen Abgeschlossen waren begab sie sich zur Ruhe.
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Re: Fingerspitzengefühl

Beitrag von Xapo » 04 Aug 2020, 20:09

Spionage in einer Menschenstadt hieß die Aufgabenstellung. In der Stadt der Paladine schien dieser Tag mehr vor sich zugehen. Die Torwachen waren in ihrer Anzahl wenig und auch die Bürger schienen dafür sehr emsig und umtrieb unterwegs zu sein.

Einer Informationsquelle zufolge gab es rege Aktivitäten nah des Versammlungs- und Übungsplatzes... doch trotz intensiven Umschauens fand Nath'isstra nichts was nicht schon die Wochen zuvor bei ihren Beobachtungsgängen da gewesen wäre.
So folge sie einem Impuls folgend einem Lastkarren zur Burg. Am Wegesrand pflückte sie immer wieder Baumwollen, der Lastkarren kam nicht schnell voran, endete aber zu ihrer Überraschung nah des Westlichen Tores an einer Burg.
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Ein wenig ruhte sich sich aus, beobachtet das Treiben, einige Reiter und weiter Lastkarren kamen zur Burg, manche wurden jedoch auch nur umgeladen und schlugen den Weg zurück zur Stadt ein
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Nach einiger Zeit wo sich das Geschehen an diesem Ort wiederholt folgte sie einem der Karren wieder in die Stadt hinein, vorbei am Stall, der Bank und plötzlich hielt das Gespann vor einem Tor.
Dies schien neu. Unauffällig wanderte sie um den Häuserblock, dort lag nach ihrer Kenntnissen das Gerichtsgebäude.

Nach einer weiteren Runde in neuen Gewändern fand sie einen interessanten Zugang, ein Geschäft direkt neben dem neuen Tor hatte geöffnet. Sie betrat den Laden und rechnete damit den Verkäufer in ein Gespräch wickeln zu müssen, doch es schien niemand im Laden zu sein. Den Menschen ihren nutzlosen Plunder abzukaufen entfiel also, dafür gab es durch die Fenster an der Ostseite einiges zu erhaschen in dem Bereich hinter dem neuen Tor.
Neben Arbeitern, Rohstoffen, allerhand Wachen und Soldaten erblickte sie ein riesiges Portaltor... sie hatte so eines noch nicht gesehen, gerade als sie eine kleine Zeichnung anfertigen wollte bemerkte sie hinter sich eine Frau die in den Laden getreten war.
Den Farben und Zeichen nach eine Vertreterin der Burgbesitzer-dieser Ritter des Königs oder wie sie sich nannten.
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Kurz überlegte sie... die dunkle Mutter sagte zu einem schnellen Opfer nie nein... doch die Tür zur Straße war noch auf und die Wachen so nah. Sie hatte auch genug gesehen um es der ehrwürdigen Mutter Oberin zu berichten... Die Information die sie erlangt hatte würde das Opfer dieser Kreatur im Falle einer Entdeckung nicht aufwiegen... kurz holte sie Luft, drehte sich um und legte dabei ein Lächeln auf.

Kurz verwickelte sie die misstrauisch drein schauende Frau in ein Gespräch um Transportscheine und diese schien sie so zu verwirren mit ihren Fragen das sie selbst zu keiner ansetzen konnte und lieber auf die Straße zurückkehrte.

Nath'isstra folgte der Frau hinaus, verwirrte sie noch einwenig mehr und entfernte sich dann kurz von dem intressanten Ort.
Suchte dann nach weiteren Läden und Nischen und fand auch passende Lokalitäten von der aus sie auf den restlichen Bereich zu dem das Tor ihr den Zugang versperrte Einblick erhielt. Von einem der oberen Stockwerke erkannte sie eine kleine Gasse deren Ende zum versperrten Bereich zugemauert war.
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Nach einigen Umwegen und kurzen suchen fand sie diese Stelle. Sie musste zwar kurz kriechen um nicht an den Fenstern des Gerichts gesehen zu werden... aber am ende hockte sie versteckt hinter der Mauer und konnte die Gespräche der Arbeiter belauschen.
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Eine zeit lang blieb sie da sitzen, dann kehrte sie nach Sold'Orbb zurück, es war an der Zeit der Mutter Oberin von diesem Portaltor zu berichten...
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