Der Kreis, der mehr nahm als er gab
Verfasst: 03 Jan 2026, 16:30
Der Raum war alt. Nicht nur vom Stein her, sondern von dem, was er bereits gesehen hatte.
Salzfraß nagte an den Balken, feuchte Schatten krochen wie lebendige Wesen über die Wände und
irgendwo tropfte Wasser in einem unregelmäßigen, beinahe pulsierenden Rhythmus.
Der Geruch von nassem Holz, kalter Asche und verbrannten Kräutern hing schwer in der Luft.
Jede Bewegung klang gedämpft, als würde der Raum selbst lauschen.
Sadagar kniete im Zentrum des Kreises. Er hatte sich zu diesem Schritt gezwungen, nicht aus freiem Willen,
sondern aus Notwendigkeit. Die Schmerzen, die der Geist entfachte, waren unerträglich, ein brennendes
Feuer, das seine Gedanken verschlang. Doch er blieb regungslos.
Der Schutzkreis war präzise gezogen, für ein geübtes Auge - und Gwendolyns Augen waren
sehr geübt - blieben die feinen Unregelmäßigkeiten nicht verborgen. Runen, die zu offen wirkten.
Übergänge, die zu weich flossen. Kein Fehler … sondern Absicht.
Seine Hände ruhten locker auf den Knien, doch unter der Robe war jeder Muskel angespannt.
Vier Tage. Nordwestpassage. Die Wellentanz.
Die Erinnerung brannte in seinem Geist wie eine fremde Narbe.
Gwendolyn stand barfuß nahe der Wand, ein geschnitzter Stab in der Hand. Moose, Wurzeln und
getrocknete Heilkräuter schmückten ihre Kleidung. Ihr Blick ruhte nicht auf Sadagar, sondern auf dem Kreis selbst.
„Das hier ist kein gewöhnlicher Bann“, sagte sie leise. „Du hast ihm Raum gelassen.“
Sadagar antwortete nicht.
Nighean hingegen trat vor, die Hände vor der Brust gefaltet. Die Priesterin aus Surom, von Sorsha vermittelt,
war jünger, als man zunächst vermuten mochte, doch ihre Haltung war aufrecht, ihre Stimme klar.
Um ihren Hals hing das Symbol ihrer Gottheit, schlicht, aber sorgfältig gepflegt.
„Der Geist wurde unrechtmäßig gebunden“, stellte sie fest. „Eine manipulierte Totenbefragung hinterlässt tiefe Spuren.
Wir müssen ihn vollständig lösen - ohne Widerstand, ohne Hintergedanken.“
Sadagars Mundwinkel zuckten kaum merklich.
Vier Tage, flüsterte etwas in ihm.
Kalter Wind. Eis. Schreie.
„Beginnt“, sagte Sadagar ruhig.
Nigheans Stimme erfüllte den Keller, fest und klar. Ihre Worte folgten einer alten Ordnung,
jede Silbe getragen von Bedeutung. Das Symbol ihrer Gottheit begann sanft zu leuchten, nicht grell,
sondern ruhig, wie eine stehende Flamme. Als sie die ersten Worte des Exorzismus sprach, veränderte sich der Raum.
In diesem Moment griff Sadagar zu. Nicht gierig. Nicht sichtbar.
Er ließ einen Faden seiner eigenen Magie in die Struktur des Rituals gleiten, nicht in Nigheans Glauben selbst,
sondern in den Zustand, den er erzeugte. Rituelle Klarheit. Ein Augenblick vollkommener geistiger Ordnung.
Der Geist spürte es sofort.
„Das gehört nicht dir,“ zischte er in Sadagars Kopf. „Du stiehlst …“
Der Druck explodierte. Der Geist schlug zu. Nicht mit Fäusten - sondern mit Erinnerung.
Salzwasser füllte Sadagars Lungen. Seine Knie schlugen hart auf den Stein, als ihn eine unsichtbare
Welle traf. Bilder rissen durch seinen Geist: Männer, die sich aneinanderklammerten.
Ein Riff, das den Rumpf aufriss. Vier Tage auf der Nordwestpassage – kein Schlaf, kein Feuer,
nur Hoffnung, die langsam erfror.
Sadagar schrie auf.
„Du hast mich gerufen“, kam es aus der Tiefe seines Geistes, salzig, rau, wie ein alter Seemannshusten.
„Und nun willst du mich verbannen?"
Nighean hob die Stimme. Ihre Worte waren fest, getragen von göttlicher Ordnung. Licht sammelte sich
um das Symbol an ihrer Brust, flackernd, aber standhaft.
„Geist“, sprach sie klar, „deine Zeit in dieser Welt ist vorüber. Dein Wissen bindet dich nicht.
Dein Leid gibt dir kein Recht.“ Der Kreis begann zu reagieren. Runen glühten auf - und einige flackerten.
Gwendolyn spannte sich an. Ihre Fingerspitzen leuchteten bereits schwach grün. „Er wehrt sich stärker als er sollte.“
Sadagars Atem ging stoßweise. Bilder brachen hervor, ungefragt. Ein Schiff. Die Wellentanz.
Vier Tage auf der Nordwestpassage - Sturm, Eis, verzweifelte Entscheidungen.
Männer, die beteten, andere, die fluchten. Ein Krachen, als der Rumpf aufbrach. Schwarzes Wasser.
Sadagar stöhnte.
„Vier Tage…“ flüsterte der Geist triumphierend. „Ich erinnere mich an jedes Knacken des Holzes.
Willst du es wissen? Willst du es behalten?“
Nighean trat näher an den Kreis heran. Schweiß stand ihr auf der Stirn, doch sie wich nicht zurück.
„Sadagar! Haltet euren Geist geschlossen. Lasst ihn nicht tiefer greifen!“
Ein Riss ging durch den Kreis. Nicht im Stein - in der Magie.
Der Geist formte sich nun sichtbar: eine verzerrte Gestalt, halb Rauch, halb salzverkrustetes Fleisch.
Leere Augenhöhlen, aus denen Wasser zu tropfen schien. Seine Stimme war jetzt im Raum.
„Du nimmst mir mein Ende“, grollte er. „Dann nehme ich dir dein Gleichgewicht.“
Der Druck wurde unerträglich. Sadagars Kopf fiel nach hinten, seine Augen verdrehten sich kurz.
Etwas zog, nicht heraus, sondern tiefer hinein. Er griff danach, zwang seinen Willen wie eiserne Ketten
um die Erinnerungen.
Rauch und Knochen. Seine Hände griffen nach Sadagar, und dort, wo sie ihn berührten, gefror die Luft.
Nighean stockte - nur einen Herzschlag lang - dann setzte sie das Ritual fort, nun lauter, härter.
Das Licht ihres Amuletts flackerte heftig.
„Zurück!“, befahl sie. „Du hast keinen Anspruch mehr auf diesen Körper!“
Der Geist antwortete mit Gewalt.
Ein unsichtbarer Schlag schleuderte Nighean gegen die Wand. Sie blieb keuchend liegen,
hielt jedoch den Bann aufrecht, die Stimme zitternd, aber ungebrochen.
Gwendolyn reagierte sofort.
Sie rammte den Stab in den Boden, riss ihn wieder heraus und mit ihm brachen Ranken aus den Fugen.
Dick, lebendig, mit Dornen übersät. Sie schlangen sich um den Kreis, griffen nach dem Geist,
banden ihn an die magischen Grenzen.
„Ich halte ihn!“, rief sie. „Aber nicht lange!“
Gleichzeitig legte sie eine Hand auf Sadagars Rücken, heilende Energie strömte in ihn,
hielt Körper und Geist zusammen.
Nighean erkannte die Gefahr.
Ihre Stimme änderte sich, nicht lauter, sondern schärfer, durchdringender. Sie rief den Namen ihrer Gottheit an,
diesmal nicht bittend, sondern befehlend. Das Licht an ihrem Amulett wurde grell, brannte sich in den Raum.
„GEH!“, rief sie.
Der Geist schrie.
Ein Laut wie berstendes Eis, wie Wasser, das sich seinen Weg sucht. Er wurde aus Sadagar gerissen,
formte sich ein letztes Mal - der Seemann, verzweifelt, voller Hass - dann zerfiel er, aufgelöst durch Glauben,
Natur und erzwungenen Willen. Die Kerzen erloschen.
Stille.
Sadagar sackte nach vorne, fing sich jedoch. Sein Atem beruhigte sich langsam. Gwendolyn kniete neben ihm,
die Hand noch immer auf seinem Rücken. Nighean stand keuchend da, erschöpft, aber aufrecht.
Ihre Augen musterten den Kreis, dann Sadagar.
„Der Geist ist fort“, sagte sie schließlich. „Vollständig. Möge er nun Ruhe finden.“
Sadagar öffnete die Augen.
Kurz spiegelte sich darin etwas Fremdes. Eisfelder, schwarzes Wasser, ein zerbrochener Schiffsrumpf.
Dann war es wieder verschwunden.
„Ja“, antwortete er ruhig. „Er hat mich verlassen.“
Gwendolyn sah ihn lange an. „Und dennoch bist du nicht leer.“
Sadagar erhob sich langsam. „Manche Narben bleiben.“
Nighean nickte, zufrieden, nichts ahnend. „Was auch immer er wusste - es war nicht für diese Welt bestimmt.“
Sadagar wandte sich ab.
In seinem Geist hallte noch immer das Knacken von Holz im Eis.
Vier Tage auf der Nordwestpassage.
Die Wellentanz war nicht verloren gegangen -sie war geopfert worden.
Und Sadagar erinnerte sich an alles.
Salzfraß nagte an den Balken, feuchte Schatten krochen wie lebendige Wesen über die Wände und
irgendwo tropfte Wasser in einem unregelmäßigen, beinahe pulsierenden Rhythmus.
Der Geruch von nassem Holz, kalter Asche und verbrannten Kräutern hing schwer in der Luft.
Jede Bewegung klang gedämpft, als würde der Raum selbst lauschen.
Sadagar kniete im Zentrum des Kreises. Er hatte sich zu diesem Schritt gezwungen, nicht aus freiem Willen,
sondern aus Notwendigkeit. Die Schmerzen, die der Geist entfachte, waren unerträglich, ein brennendes
Feuer, das seine Gedanken verschlang. Doch er blieb regungslos.
Der Schutzkreis war präzise gezogen, für ein geübtes Auge - und Gwendolyns Augen waren
sehr geübt - blieben die feinen Unregelmäßigkeiten nicht verborgen. Runen, die zu offen wirkten.
Übergänge, die zu weich flossen. Kein Fehler … sondern Absicht.
Seine Hände ruhten locker auf den Knien, doch unter der Robe war jeder Muskel angespannt.
Vier Tage. Nordwestpassage. Die Wellentanz.
Die Erinnerung brannte in seinem Geist wie eine fremde Narbe.
Gwendolyn stand barfuß nahe der Wand, ein geschnitzter Stab in der Hand. Moose, Wurzeln und
getrocknete Heilkräuter schmückten ihre Kleidung. Ihr Blick ruhte nicht auf Sadagar, sondern auf dem Kreis selbst.
„Das hier ist kein gewöhnlicher Bann“, sagte sie leise. „Du hast ihm Raum gelassen.“
Sadagar antwortete nicht.
Nighean hingegen trat vor, die Hände vor der Brust gefaltet. Die Priesterin aus Surom, von Sorsha vermittelt,
war jünger, als man zunächst vermuten mochte, doch ihre Haltung war aufrecht, ihre Stimme klar.
Um ihren Hals hing das Symbol ihrer Gottheit, schlicht, aber sorgfältig gepflegt.
„Der Geist wurde unrechtmäßig gebunden“, stellte sie fest. „Eine manipulierte Totenbefragung hinterlässt tiefe Spuren.
Wir müssen ihn vollständig lösen - ohne Widerstand, ohne Hintergedanken.“
Sadagars Mundwinkel zuckten kaum merklich.
Vier Tage, flüsterte etwas in ihm.
Kalter Wind. Eis. Schreie.
„Beginnt“, sagte Sadagar ruhig.
Nigheans Stimme erfüllte den Keller, fest und klar. Ihre Worte folgten einer alten Ordnung,
jede Silbe getragen von Bedeutung. Das Symbol ihrer Gottheit begann sanft zu leuchten, nicht grell,
sondern ruhig, wie eine stehende Flamme. Als sie die ersten Worte des Exorzismus sprach, veränderte sich der Raum.
In diesem Moment griff Sadagar zu. Nicht gierig. Nicht sichtbar.
Er ließ einen Faden seiner eigenen Magie in die Struktur des Rituals gleiten, nicht in Nigheans Glauben selbst,
sondern in den Zustand, den er erzeugte. Rituelle Klarheit. Ein Augenblick vollkommener geistiger Ordnung.
Der Geist spürte es sofort.
„Das gehört nicht dir,“ zischte er in Sadagars Kopf. „Du stiehlst …“
Der Druck explodierte. Der Geist schlug zu. Nicht mit Fäusten - sondern mit Erinnerung.
Salzwasser füllte Sadagars Lungen. Seine Knie schlugen hart auf den Stein, als ihn eine unsichtbare
Welle traf. Bilder rissen durch seinen Geist: Männer, die sich aneinanderklammerten.
Ein Riff, das den Rumpf aufriss. Vier Tage auf der Nordwestpassage – kein Schlaf, kein Feuer,
nur Hoffnung, die langsam erfror.
Sadagar schrie auf.
„Du hast mich gerufen“, kam es aus der Tiefe seines Geistes, salzig, rau, wie ein alter Seemannshusten.
„Und nun willst du mich verbannen?"
Nighean hob die Stimme. Ihre Worte waren fest, getragen von göttlicher Ordnung. Licht sammelte sich
um das Symbol an ihrer Brust, flackernd, aber standhaft.
„Geist“, sprach sie klar, „deine Zeit in dieser Welt ist vorüber. Dein Wissen bindet dich nicht.
Dein Leid gibt dir kein Recht.“ Der Kreis begann zu reagieren. Runen glühten auf - und einige flackerten.
Gwendolyn spannte sich an. Ihre Fingerspitzen leuchteten bereits schwach grün. „Er wehrt sich stärker als er sollte.“
Sadagars Atem ging stoßweise. Bilder brachen hervor, ungefragt. Ein Schiff. Die Wellentanz.
Vier Tage auf der Nordwestpassage - Sturm, Eis, verzweifelte Entscheidungen.
Männer, die beteten, andere, die fluchten. Ein Krachen, als der Rumpf aufbrach. Schwarzes Wasser.
Sadagar stöhnte.
„Vier Tage…“ flüsterte der Geist triumphierend. „Ich erinnere mich an jedes Knacken des Holzes.
Willst du es wissen? Willst du es behalten?“
Nighean trat näher an den Kreis heran. Schweiß stand ihr auf der Stirn, doch sie wich nicht zurück.
„Sadagar! Haltet euren Geist geschlossen. Lasst ihn nicht tiefer greifen!“
Ein Riss ging durch den Kreis. Nicht im Stein - in der Magie.
Der Geist formte sich nun sichtbar: eine verzerrte Gestalt, halb Rauch, halb salzverkrustetes Fleisch.
Leere Augenhöhlen, aus denen Wasser zu tropfen schien. Seine Stimme war jetzt im Raum.
„Du nimmst mir mein Ende“, grollte er. „Dann nehme ich dir dein Gleichgewicht.“
Der Druck wurde unerträglich. Sadagars Kopf fiel nach hinten, seine Augen verdrehten sich kurz.
Etwas zog, nicht heraus, sondern tiefer hinein. Er griff danach, zwang seinen Willen wie eiserne Ketten
um die Erinnerungen.
Rauch und Knochen. Seine Hände griffen nach Sadagar, und dort, wo sie ihn berührten, gefror die Luft.
Nighean stockte - nur einen Herzschlag lang - dann setzte sie das Ritual fort, nun lauter, härter.
Das Licht ihres Amuletts flackerte heftig.
„Zurück!“, befahl sie. „Du hast keinen Anspruch mehr auf diesen Körper!“
Der Geist antwortete mit Gewalt.
Ein unsichtbarer Schlag schleuderte Nighean gegen die Wand. Sie blieb keuchend liegen,
hielt jedoch den Bann aufrecht, die Stimme zitternd, aber ungebrochen.
Gwendolyn reagierte sofort.
Sie rammte den Stab in den Boden, riss ihn wieder heraus und mit ihm brachen Ranken aus den Fugen.
Dick, lebendig, mit Dornen übersät. Sie schlangen sich um den Kreis, griffen nach dem Geist,
banden ihn an die magischen Grenzen.
„Ich halte ihn!“, rief sie. „Aber nicht lange!“
Gleichzeitig legte sie eine Hand auf Sadagars Rücken, heilende Energie strömte in ihn,
hielt Körper und Geist zusammen.
Nighean erkannte die Gefahr.
Ihre Stimme änderte sich, nicht lauter, sondern schärfer, durchdringender. Sie rief den Namen ihrer Gottheit an,
diesmal nicht bittend, sondern befehlend. Das Licht an ihrem Amulett wurde grell, brannte sich in den Raum.
„GEH!“, rief sie.
Der Geist schrie.
Ein Laut wie berstendes Eis, wie Wasser, das sich seinen Weg sucht. Er wurde aus Sadagar gerissen,
formte sich ein letztes Mal - der Seemann, verzweifelt, voller Hass - dann zerfiel er, aufgelöst durch Glauben,
Natur und erzwungenen Willen. Die Kerzen erloschen.
Stille.
Sadagar sackte nach vorne, fing sich jedoch. Sein Atem beruhigte sich langsam. Gwendolyn kniete neben ihm,
die Hand noch immer auf seinem Rücken. Nighean stand keuchend da, erschöpft, aber aufrecht.
Ihre Augen musterten den Kreis, dann Sadagar.
„Der Geist ist fort“, sagte sie schließlich. „Vollständig. Möge er nun Ruhe finden.“
Sadagar öffnete die Augen.
Kurz spiegelte sich darin etwas Fremdes. Eisfelder, schwarzes Wasser, ein zerbrochener Schiffsrumpf.
Dann war es wieder verschwunden.
„Ja“, antwortete er ruhig. „Er hat mich verlassen.“
Gwendolyn sah ihn lange an. „Und dennoch bist du nicht leer.“
Sadagar erhob sich langsam. „Manche Narben bleiben.“
Nighean nickte, zufrieden, nichts ahnend. „Was auch immer er wusste - es war nicht für diese Welt bestimmt.“
Sadagar wandte sich ab.
In seinem Geist hallte noch immer das Knacken von Holz im Eis.
Vier Tage auf der Nordwestpassage.
Die Wellentanz war nicht verloren gegangen -sie war geopfert worden.
Und Sadagar erinnerte sich an alles.