Schreiben an Noreia - Dolch im Rücken

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Pandor Vildaban
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Schreiben an Noreia - Dolch im Rücken

Beitrag von Pandor Vildaban »

Dem Schild zu Ehr Noreia,
 
ich las deine Worte und spüre den Dolch im Rücken.
Doch bevor du weiter mit dem Finger zeigst, lass den Groll und deinen Jähzorn für einige Augenblicke beiseite.  

 
Wann immer unsere Wege sich kreuzten, begegnete ich dir mit Respekt und auf Augenhöhe - in einem offenen Gespräch, ohne Herablassung, ohne Hintergedanken. Ich habe mich um dein Wohlergehen gesorgt, deine Meinungen gehört und akzeptiert – selbst dann, wenn sie scharf waren. Ich habe dir nicht nur mit Ausrüstung unter die Arme gegriffen, sondern auch mit Rat und Ermutigung, auf dass du als Schildträgerin Nebelhafens dir einen Namen machst.

Achtung und Vertrauen habe ich dir entgegengebracht – mehr, als du vielleicht je erkannt hast.

 
Und trotzdem - sobald ich dir den Rücken zuwende, ist deine Antwort Zwietracht, Misstrauen und lautes Gehetze.
Du bist schnell dabei, den Finger zu heben und zu rufen „Das ist Mist!“.
Doch wo bleibt dein eigenes Werk? Was ist dein Beitrag ? Was sind deine Versuche ?
Wo ist dein Vorschlag, deine Stimme, die sagt: „Ich bin bereit, Verantwortung zu tragen, denn ich will etwas verändern!“?

 
Jeder – wirklich jeder – hatte die Möglichkeit, Vorschläge für die Zukunft Nebelhafens einzubringen.
Jeder hatte die Möglichkeit, sich aufzustellen.

Die Frist war lang genug, das schwarze Brett offen, die Stadt hörte zu.
Was war dein Beitrag? Welche Ideen hast du vorgelegt? Welchen Mut hast du gezeigt, selbst Hand anzulegen?

 
Lese meine Zeilen sorgsam, Noreia – durch dein Verhalten ist mir klar geworden, dass ich dich durch und durch falsch eingeschätzt habe.
Wenn du weder willst, noch kannst, noch auch nur den Willen zeigst, etwas Konstruktives beizutragen, dann stelle dich in eine Ecke und lass die anderen machen – und vor allem: Lass deine böswilligen Kommentare, das Gesudere und dein Gehetze stecken.

Es ist leicht, schlechte Stimmung zu säen und Zwietracht zu schüren.
Es ist bequem, sich in den Mittelpunkt zu stellen, indem man andere herabsetzt.
Das ist keine Art ein Vorbild zu sein - das ist nur eine Art Aufmerksamkeit zu erlangen – auf Kosten der Gemeinschaft.

 
Ich frage dich – und ich frage es ehrlich:
Welche menschenverachtenden Ideen habe ich je vorgetragen, die euch so sehr gegen den Strich gehen?

Meine Naivität und mein Vertrauensvorschuss haben mich getäuscht - ich war fest davon überzeugt, einer Gemeinschaft anzugehören,
die durch Ideen, durch Fortschritt, durch Abenteuer und ja – auch durch Fehler – zusammenwächst.

Etwas in der Art wie: „Hey, der Pandor… der hat da ein paar verrückte Vorschläge.
Einige passen mir nicht recht in den Kram, aber ich pack trotzdem mit an.
Ich unterstütze damit nicht nur ihn, sondern Nebelhafen.
Mal sehen, was daraus wird – und unterwegs finden wir schon einen Kompromis.“

 
Wenn du das nicht willst – dann sag es klar. Aber höre auf, mit spitzen Worten zu werfen, während du selbst still bleibst.
 
Die Wahl ist offen. Die Boxen stehen bereit. Die Stadt wartet auf Taten, nicht auf Geschrei.
 
In Treue zum Schild - für die Zukunft Nebelhafens und in der Hoffnung, dass du dereinst mehr sein willst als die, die nur zerreißt.
 
gezeichnet
Pan
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Noraia von Cutar
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Re: Schreiben an Noreia - Dolch im Rücken

Beitrag von Noraia von Cutar »

Guten Abend, Pandor,

dein Brief hat mich ehrlich gesagt überrascht.
Viele deiner Aussagen kann ich so nicht nachvollziehen, weshalb ich darauf geordnet und offen eingehen möchte.

Bereits vor einiger Zeit habe ich dir meine Bedenken geschildert insbesondere nach der Schlacht um den Turm, als du dich als Nebelhafener an die Seite Solgards gestellt hast.
Für mich war das ein Vertrauensbruch, und ich habe dir damals bereits klar gesagt, dass ich dies kritisch sehe.

Auch am Lagerfeuer habe ich dir meine Haltung zu deinem Konzept erläutert.
Daran hat sich nichts geändert.
Ich kann und werde diesen Eid nicht ablegen, nur um an Nebelhafen gebunden zu sein weil du ein Probelem damit hast das Leute aus der Stadt gehen und wieder zurück kommen.
Ich habe mein Leben stets selbstbestimmt geführt sowohl in Ansilon als auch hier und daran wird sich nichts ändern.

Dass mein Verlobter das Land verlassen hat, steht ebenfalls in Zusammenhang mit diesem Konzept, da er es mit seinen Überzeugungen als Paladin nicht vereinbaren konnte und hat mich verlassen .
Auch das hat mich getroffen, ändert jedoch nichts an meiner Haltung.

Ich habe dich früher sehr geschätzt, Pandor, ebenso wie Mirja, zu der ich immer eine engere Verbindung habe.
Doch du hast dich verändert und das sage ich nicht leichtfertig oder böswillig .
Es fällt auf, dass du Menschen oft übergehst, sie nicht anhörst oder ihnen keine Beachtung schenkst.
Auch ich habe das erlebt, sei es bei Begegnungen oder sogar in einer Bürgerversammlung.
Das ist nicht der Umgang, den ich einst an dir geschätzt habe.

Du solltest akzeptieren, dass nicht jeder deine Meinung teilt.
Eine andere Sichtweise ist kein Angriff, sondern Teil eines respektvollen Miteinanders.

Was deine Unterstützung betrifft: Ja, du hast mir geholfen, und dafür habe ich dir gedankt.
Dennoch war es mir wichtig, dir nichts schuldig zu bleiben – deshalb habe ich dir die Kristalle auch umgehend zurückgegeben.
Ich stehe auf eigenen Beinen und möchte das auch weiterhin tun auch in Nebelhafen ohne an jemanden zu kleben der mich komplett austattet , was ich leisten möchte leiste ich ohne das man mich zwingt .

Ich handle nicht, um mir einen Namen zu machen oder um Erwartungen zu erfüllen.
Wenn ich dich begleite, dann aus freiem Willen – nicht aus Pflicht.
Und was andere über mich denken, ist für mich nicht entscheidend. Ich sage offen, was ich denke direkt und ehrlich.

Du fragst, was ich für Nebelhafen tue: Im Hintergrund arbeite ich seit Wochen mit einer Bürgerin daran, die Taverne wieder aufzubauen.
Ich koche, braue und keltere regelmäßig.
Nicht alles geschieht sichtbar, aber es geschieht.

Was ich jedoch nicht tun werde, ist etwas zu unterstützen, hinter dem ich nicht zu 100 % stehe.
Dennoch habe ich dich niemals bei anderen schlechtgemacht oder gegen dich gearbeitet. Meine Meinung habe ich offen geäußert dir gegenüber.
Nicht hinter deinem Rücken.

Daher weise ich deine Anschuldigungen entschieden zurück.
Du sprichst von „böswilligen Kommentaren“, „Gesudere“ und „Gehetze“.
Ich bitte dich, mir konkret zu benennen, wo ich mich so verhalten haben soll. Mein Beitrag unter deinem Aushang steht und dazu stehe ich.
Mehr ist nicht geschehen.

Ich habe dir bereits gesagt: Sollte dein Konzept in dieser Form umgesetzt werden, werde ich unter diesen Voraussetzungen nicht wählen.
Ebenso wenig, wenn es keine echte Wahl gibt.
Daran halte ich fest.

Wenn du daraus ableitest, mich künftig als Bürgerin zweiter Klasse zu behandeln, dann ist das deine Entscheidung.
Ich werde dennoch meinen Weg gehen und mein Leben so führen, wie ich es für richtig halte auch in Nebelhafen .

Abschließend bleibt für mich die Frage:
Hast du nur mir geschrieben oder auch anderen?
Denn dein Vorwurf überrascht mich sehr insbesondere, da ich mich weder öffentlich noch im Verborgenen abfällig über dich geäußert habe.
und ich stehe nicht alleine mit der Meinung des Konzeptes Pandor

Ich stehe für klare Worte direkt und offen.

Noreia
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