Der Bürgermeister ist zurück und dennoch blieb nichts wie es war
Verfasst: 24 Jan 2026, 09:56
Erste Verorgung von Torres
Einer von Gwens Baumhirten hat den ausgezehrten, wunden Torres ins Lager gebracht. Er war am Leben. Aber gerade eben so. Nun lag es an ihr, dass das auch so bleibt. Mondläufe lang hat er in einem winzigen Käfig zugebracht, konnte maximal aufrecht stehen, musste zusammengekauert schlafen, wenn das überhaupt möglich war. Kaum bei Bewusstsein haben sie ihn aus diesem Käfig befreit.
Als Bürgermeister Torres im Heilerhaus lag, zog sie ihn vorsichtig aus. Das, was er trug, konnte man nicht mehr Kleidung nennen. Es hingen im besten Fall Fetzen an ihm. Der Körper war ausgezehrt, mit Wunden übersät und in Dreck eingehüllt. Sie holte mit dem Kessel Meerwasser, erwärmte es am Feuer ein wenig und goss es in einen Bottich, den sie als Zuber zu benutzen gedachte. Während sich das Wasser erwärmte, bereitete sie die Eichenrinde akribisch vor. Es war nicht so schwer. Sie musste sie einfach noch gut zerkleinern. Ein zweiter Kessel fand seinen Weg zum Feuer. Sie brauchte nicht viel. etwa fünf bis zehn Liter Wasser, 5-10 Esslöffel Eichenrinde. Das konnte köcheln, während sie Torres mit Grimbald in den Zuber neben dem Bett legte und vorsichtig wusch. Der Dreck musste herunter, damit sie endgültig das volle Ausmaß beurteilen konnte. Und der Dreck war eingeweicht. So einfach war es also nicht, den vom Körper zu waschen. Sie ließ ihn einige Augenblicke im warmen Salzwasser ruhen. In der Zwischenzeit nahm sie den Kessel mit dem Eichenrindensud vom Feuer und ließ ihn abkühlen.
Langsam färbte sich das recht klare Meerwasser dunkel. Vorsichtig begann sie, den ersten Dreck von Torres herunter zu schruppen. Sadagar bat sie immer wieder, ein wenig heißes Wasser in den Bottich zu schütten, dass Torres nicht frieren musste. Sie braucht gut ein halbes Stundenglas, um den gröbsten Dreck entfernen zu können. Danach war auch erstmal wieder genug. Sie legte Torres auf ein warmes, vorbereitetes Handtuch am Bett, trockneten ihn ab und kleideten ihn in frische Wollene warme Kleidung. Frieren würde der Arme in nächster Zeit genug. Reserven waren keine mehr an diesem Körper. Er hat wohl gerade so viel zum Essen erhalten, dass er überlebt hatte. Zusätzlich zeigten die aberzähligen Schnitt-, Quetsch- und Risswunden, dass sie ihn wohl misshandelt haben müssen.
Als der Eichenrindensud kühl genug war, tauchte sie zwei Leintücher in diesen. Sie entkleidete Torres noch einmal und wickelte ihn in diese Leinentücher förmlich ein. Darüber packte sie große Handtücher und noch eine Decke. So ließ sie ihn etwa ein ¼ Stundenglas liegen. Sie hoffte, die Eichenrinde würde die teils stark entzundenen, nässenden und schmerzhaften Wunden beruhigen. Allein der ausgemergelte Körper war beeindruckend, dass er überhaupt überlebt hat, doch die Wunden und Misshandlungen dazu waren grauenhaft.
Die Eichenrinde war entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zusätzlich legte sie ihm gegen die Schmerzen eine Pastille aus Zucker und Ginseng in die Backentasche. Sowohl der Zucker, als auch der Ginseng konnten so über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Während Torres in den Tüchern lag, bereitete sie einen möglichst flüssigen Grießbrei zu. ⅛ Liter Milch, 1 gestrichener Esslöffel Gries, 1 gehäufter Esslöffel Zucker. Wenn der Brei noch nicht dünn genug war, damit Torres ihn essen konnte, streckte sie ihn noch weiter mit Milch. Er musst gut die Kehle runter rutschen. Pappen durfte er auf keinen Fall. Anfangs würden sie ihn auch stündlich füttern müssen. Der Magen musste sich in kleinen Portionen wieder an feste Nahrung gewöhnen. Wenn er über Übelkeit klagte oder sich erbrach, musste eine Pause eingelegt werden. Jeder wache Moment wurde genutzt, um Torres vier bis fünf Teelöffel Brei zu geben. Über die nächsten Tage mussten sie auf eine Menge von 1 ¼ Liter Grießbrei kommen, damit er wieder zunehmen konnte. Bis zur Abfahrt waren sie damit beschäftigt, ihn jede Stunde in etwa 5 Esslöffel einzuflößen. Er brauchte zumindest etwas Kraft für die drei kommenden Tage am Schiff. Es blieb nur die Hoffnung, dass er nicht auch noch Seekrank war. Damit würde sie sich aber beschäftigen, wenn es so weit war. Jetzt hieß es erst einmal, die erste Nacht zu überstehen...
...und dann Schritt für Schritt weiter
Einer von Gwens Baumhirten hat den ausgezehrten, wunden Torres ins Lager gebracht. Er war am Leben. Aber gerade eben so. Nun lag es an ihr, dass das auch so bleibt. Mondläufe lang hat er in einem winzigen Käfig zugebracht, konnte maximal aufrecht stehen, musste zusammengekauert schlafen, wenn das überhaupt möglich war. Kaum bei Bewusstsein haben sie ihn aus diesem Käfig befreit.
Als Bürgermeister Torres im Heilerhaus lag, zog sie ihn vorsichtig aus. Das, was er trug, konnte man nicht mehr Kleidung nennen. Es hingen im besten Fall Fetzen an ihm. Der Körper war ausgezehrt, mit Wunden übersät und in Dreck eingehüllt. Sie holte mit dem Kessel Meerwasser, erwärmte es am Feuer ein wenig und goss es in einen Bottich, den sie als Zuber zu benutzen gedachte. Während sich das Wasser erwärmte, bereitete sie die Eichenrinde akribisch vor. Es war nicht so schwer. Sie musste sie einfach noch gut zerkleinern. Ein zweiter Kessel fand seinen Weg zum Feuer. Sie brauchte nicht viel. etwa fünf bis zehn Liter Wasser, 5-10 Esslöffel Eichenrinde. Das konnte köcheln, während sie Torres mit Grimbald in den Zuber neben dem Bett legte und vorsichtig wusch. Der Dreck musste herunter, damit sie endgültig das volle Ausmaß beurteilen konnte. Und der Dreck war eingeweicht. So einfach war es also nicht, den vom Körper zu waschen. Sie ließ ihn einige Augenblicke im warmen Salzwasser ruhen. In der Zwischenzeit nahm sie den Kessel mit dem Eichenrindensud vom Feuer und ließ ihn abkühlen.
Langsam färbte sich das recht klare Meerwasser dunkel. Vorsichtig begann sie, den ersten Dreck von Torres herunter zu schruppen. Sadagar bat sie immer wieder, ein wenig heißes Wasser in den Bottich zu schütten, dass Torres nicht frieren musste. Sie braucht gut ein halbes Stundenglas, um den gröbsten Dreck entfernen zu können. Danach war auch erstmal wieder genug. Sie legte Torres auf ein warmes, vorbereitetes Handtuch am Bett, trockneten ihn ab und kleideten ihn in frische Wollene warme Kleidung. Frieren würde der Arme in nächster Zeit genug. Reserven waren keine mehr an diesem Körper. Er hat wohl gerade so viel zum Essen erhalten, dass er überlebt hatte. Zusätzlich zeigten die aberzähligen Schnitt-, Quetsch- und Risswunden, dass sie ihn wohl misshandelt haben müssen.
Als der Eichenrindensud kühl genug war, tauchte sie zwei Leintücher in diesen. Sie entkleidete Torres noch einmal und wickelte ihn in diese Leinentücher förmlich ein. Darüber packte sie große Handtücher und noch eine Decke. So ließ sie ihn etwa ein ¼ Stundenglas liegen. Sie hoffte, die Eichenrinde würde die teils stark entzundenen, nässenden und schmerzhaften Wunden beruhigen. Allein der ausgemergelte Körper war beeindruckend, dass er überhaupt überlebt hat, doch die Wunden und Misshandlungen dazu waren grauenhaft.
Die Eichenrinde war entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zusätzlich legte sie ihm gegen die Schmerzen eine Pastille aus Zucker und Ginseng in die Backentasche. Sowohl der Zucker, als auch der Ginseng konnten so über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Während Torres in den Tüchern lag, bereitete sie einen möglichst flüssigen Grießbrei zu. ⅛ Liter Milch, 1 gestrichener Esslöffel Gries, 1 gehäufter Esslöffel Zucker. Wenn der Brei noch nicht dünn genug war, damit Torres ihn essen konnte, streckte sie ihn noch weiter mit Milch. Er musst gut die Kehle runter rutschen. Pappen durfte er auf keinen Fall. Anfangs würden sie ihn auch stündlich füttern müssen. Der Magen musste sich in kleinen Portionen wieder an feste Nahrung gewöhnen. Wenn er über Übelkeit klagte oder sich erbrach, musste eine Pause eingelegt werden. Jeder wache Moment wurde genutzt, um Torres vier bis fünf Teelöffel Brei zu geben. Über die nächsten Tage mussten sie auf eine Menge von 1 ¼ Liter Grießbrei kommen, damit er wieder zunehmen konnte. Bis zur Abfahrt waren sie damit beschäftigt, ihn jede Stunde in etwa 5 Esslöffel einzuflößen. Er brauchte zumindest etwas Kraft für die drei kommenden Tage am Schiff. Es blieb nur die Hoffnung, dass er nicht auch noch Seekrank war. Damit würde sie sich aber beschäftigen, wenn es so weit war. Jetzt hieß es erst einmal, die erste Nacht zu überstehen...
...und dann Schritt für Schritt weiter