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Schiffstagebuch der Echidna

Verfasst: 10 Jan 2026, 15:56
von Tonya Darez
Auf dem Schiff in der Kombüse wird sich ein Buch befinden. Daneben stehen Feder und Tintenfass sowie einige Kohlestifte.
Die erste Seite ist aufgeschlagen, ein jeder Mitreisende der Echidna, der möchte, kann dies lesen.
  
  
 

Echidna – Reisetagebuch
 
 
 
 
 
Abreisetag:
 
Neunter Tag des ersten Mondumlaufes im Jahre 2
 
 
 
 
 
Eintrag: Tonya Darez, zehnter Tag des ersten Mondumlaufes im Jahre 2
 
 
 
Gestern Abend liefen wir aus.
Die Tage vor der Abreise waren geschäftig, hektisch, voll von Planungen, Vorbereitungen, Schlepperei aufs Schiff.
Kisten, Taschen, Rucksäcke wurden gepackt.
Listen geführt.
Ausrüstungen kontrolliert, neu gepackt und verstaut.
Damit alle zur achten Abendstunde zur Echidna strömen konnten.
Matrosen waren beschäftigt, das Gepäck Schiffstauglich zu verstauen, letzte Vorräte einzuräumen und die Kajüte des Königs noch mal ordentlich herzurichten, auch wenn diese schon eigentlich Bezugsfertig war.
 
 
 
Hauptmann Bathor Darez führte die Reiseliste, trug jeden ein, der das Schiff betrat, mit Freundlichkeit, Respekt, aber auch mit einer gewissen Disziplin.
 
Heerführer Dervyn Grahl, als erster auf dem Schiff, neben den Matrosen, hatte schon alles vorbereitet, die Reisenden zu Empfangen.
 
Ich, irgendwo dazwischen, zwischen Vorbereitungen, Gästeempfang und der Koordination der Matrosen.
 
Als der König das Schiff betrat, begleitet von einer Ordenswache, herrschte kurzfristige Andächtige Stille.
 
Er hielt seine Ansprache, plädierte auf das Licht, das uns allen Innewohnte, auf gemeinsame Taten, auf Freundschaft und Respekt.
Sprach im Namen des Herren, sprach von dem Kampf gegen das Übel, dass sich immer und immer wieder auftat.
Das man nur gemeinsam besteht.
 
Worte, die die Zuhörenden fühlten.
Worte, die ehrlich, eindringlich und ernst waren.
Worte, die uns immer und immer wieder motivierten, uns als Schild und Schwert Seite an Seite zu stellen.
 
 
 
Wir alle tragen Licht in uns.
Wir alle tragen es in die Welt.
Stellen uns, auch wenn das die eigene Unversehrtheit oder gar den Tod bedeuten mag.
 
 
 
Das Treiben auf Deck war immens, und sicherlich würde es dem einen oder anderen während der Fahrt nicht sonderlich gut ergehen.
Jaster füttert seit Abfahrt die Fische mit seinem Mageninhalt.
So stark und willensstark er ist, so sehr leidet er auf See.
Während ich mich immer wieder dabei erwische, wie sehr mir das Leben auf dem Schiff fehlt, wie oft habe ich ins Krähennest geschaut?
Ich werde die Matrosin ablösen, so es nötig ist.
 
 
 
Die Gelegenheit ist gut, sich näher zu kommen, so groß die Echidna auch ist.
Gespräche können geführt werden und einfach gemeinsam etwas zeit verbringen. Gedankenaustausch.
 
Solgard und Verbündete. Auf der Reise.
 
Möge uns der Herr und das Licht beistehen.
 
 
 
- Eintrag Ende - 
 
 
 
 
 
  
  
  

Re: Schiffstagebuch der Echidna

Verfasst: 10 Jan 2026, 17:36
von Radesvald
10.1.2nKS

Die Windlage um die Insel ist wie gewohnt ein stetiger Malstrom um das Auge des ewigen Sturms.
Dies macht es einfach die Insel zu umrunden indem man vor dem Wind bleibt, doch es ist ungleich
schwerer in einer graden Linie zu segeln. 
Wir folgen dem Elfenbeinkompass nach Norden.

Der Segelplan der Echidna ist nicht gut geeignet um den Wind von der Seite zu fangen. So mächtig sie ist,
sie wurde vor langer Zeit erbaut um mit verlässlichen Handelswinden zu reisen. Die Mannschaft ist
gut geübt und schafft es trotz des Halbwindes gute Fahrt zu machen. Wenn wir in Zukunft Zeit für
eine Überholung des Schiffs finden sollten wir den Segelplan anpassen.

Die Trithemius und Nenamiah mit ihrer Längstakelung schlagen sich hervorragend. Sie sind
in allen Windlagen wendig, und schnell. Die hohen Bordwände machen das Rudern weniger effizient
als bei einem der Schiffe der Barbaren, aber dafür trotzen sie mehr Seegang und schützen
die Mannschaft vor Geschossen. Ich wünschte der König hätte einen anderen Namen als Nenemiah
gewählt. Hoffen wir das Schiff trotzt dem Vorbild seiner Namensgeberin bei unserem Angriff.

Wenn man den Berichten der Greifen glauben schenken kann wird es noch zwei Tage dauern bis wir
den Rand des Nebels erreichen.



Re: Schiffstagebuch der Echidna

Verfasst: 10 Jan 2026, 23:29
von Zlata Kovacs
Ein kleiner Vermerk ist an die Seite des Tagebuchs gekritzelt.
 
 
10.1.2 nKS
Achtung, Sonnenspringer stiehlt unbeaufsichtigte Socken!
Bitte packt eure Wechselkleider gut weg. Meldet euch bei Verlust bitte bei Zlata.
Aktuelle Zahl herrenloser Socken: III

 
 

Re: Schiffstagebuch der Echidna

Verfasst: 11 Jan 2026, 08:13
von Bathor Darez
Nachdem Bathor aufgestanden ist und sich mich etwas Wasser gewaschen hatte, begab er sich zum Schiffstagebuch. Dort angekommen nahm er die Feder, tunkte diese in Tinte und schrieb folgende Worte.
 
11.1.2nKS
Ein Gebet für die Überfahrt
von Bathor Darez

 
Herr im Lichte,
wir stehen vor Dir, nicht als Helden, nicht als Wissende,
sondern als Suchende auf dem Meer.
 
Wir danken Dir für den Atem in unseren Lungen
und für den Boden unter unseren Füßen,
auch wenn er heute schwankt.
Für das Holz dieses Schiffes, das uns trägt,
für jedes Seil, das hält,
für jedes Segel, das den Wind annimmt.
 
Wir danken Dir für das Brot, das uns stärkt,
für das Wasser, das unseren Durst stillt,
für die Hände, die es bereitet haben,
und für die Gemeinschaft, die es mit uns teilt.
 
Wir danken Dir für die Nacht, die uns ruhen ließ,
und für den Morgen, der uns geweckt hat.
Für jedes Lächeln an Bord,
für jedes Wort des Mutes,
für jedes stille Nicken, das sagt: Du bist nicht allein.
 
Herr, wir danken Dir selbst für das Meer,
für seine Weite, seine Macht und seine Ehrlichkeit.
Denn es lehrt uns Demut
und erinnert uns daran, dass wir getragen werden müssen.
 
Wache über uns,
über jene, die steuern,
über jene, die wachen,
über jene, die zweifeln
und über jene, die hoffen.
 
Sei bei uns im Sturm
und in der Stille dazwischen.
Wenn unsere Stimmen versagen,
sei Du unser Halt.
Wenn unsere Kraft schwindet,
sei Du unser Antrieb.
 
Herr, wir legen diese Überfahrt in Deine Hände.
Nicht im Anspruch auf Sicherheit,
sondern im Vertrauen auf Dein Licht.
 
Du wachst über uns.
Über jeden Schritt.
Über jede Welle.
Über jedes Leben an Bord.
 
Dafür danken wir Dir.
Jetzt.
Und jeden weiteren Augenblick.

Re: Schiffstagebuch der Echidna

Verfasst: 11 Jan 2026, 23:17
von Radesvald
11.1.2 nKS

Das Schiff wurde heute von einem Seeungeheuer attackiert.


Das Wesen könnte ein entfernter Verwandter eines Skatzis sein, aber glücklicherweise hatte es
keinen Giftatem mit dem es das Schiff verpesten konnte. Es war mir leider nicht vergönnt dieses
seltene Tier genauer zu studieren da es wiederholt gegen das Schiff prallte und drohte dieses zu
beschädigen.


Das Ungetüm tauchte direkt vor einer der Kanonen auf und wurde erfolgreich abgeschossen,
worfaufhin es die Flucht ergriff. Es ist gut das wir ein solches Wesen nicht töten mussten, doch
bleibt die Frage warum es die Echidna überhaupt angegriffen hat.

Es ist als würde ein Bär versuchen eine Postkutsche zu fressen. Vielleicht hat es irgend etwas
gewittert was wir an bord hatten was ihm wie gute Beute erschien. Die Alternative ist
bedenklicher, denn wenn das Seemonster uns nicht zufällig begegnete bedeutet das dass die
Ophidianer eine weitere mächtige Waffe in ihrem Arsenal haben und die Kreatur, und
möglicherweise andere seiner Gattung, uns auch in Zukunft noch Probleme bereiten können.

Ich hoffe das wir dem Wesen nicht nochmals begegnen.