Brief an Marleen und Valleron

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Sorsha von S.
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Brief an Marleen und Valleron

Beitrag von Sorsha von S. »

Sehr geehrte(r)Marleen/Valleron,
ich schreibe euch, um von der kürzlichen Versammlung in Nebelhafen zu berichten, die zwar keine neuen Erkenntnisse über die Bedrohung lieferte, aber ein beunruhigendes Detail ans Licht brachte.

Der Druide aus Solgard schien über den Inhalt unseres Fragmentes bestens Bescheid zu wissen. Diese unerwartete Kenntnis des Druiden wirft einige Fragen auf. Es gibt zwei mögliche Interpretationen: Entweder bestätigt es unsere Vermutung, dass Gryff Gansbar Informationen weitergegeben hat, bevor er verschwand. Oder, und diese Möglichkeit ist weitaus beunruhigender, es gibt immer noch einen Verräter in unseren eigenen Reihen.

Dieser Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit, nicht nur die äußeren Gefahren im Auge zu behalten, sondern auch in unseren eigenen Reihen wachsam zu bleiben
.
Sorsha von Schwarzenfels
-Reichsverwalterin-



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Marleen Lamont
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Re: Brief an Marleen und Valleron

Beitrag von Marleen Lamont »

Heilige Mutter Sorsha, 

Eure Worte offenbaren die flüsternden Messer im Dunkeln – und diese Treffen das Reich ins Mark. Die Gefahr starb nicht mit dem Untergang des alten Suroms. Sie auch im neuen Reich allgegenwärtig. Sie kriecht durch die Ritzen der dicksten Mauern, sie versteckt sich hinter höflichem Lächeln und falscher Loyalität. Die Spione sind nicht fern – sie sind bereits unter uns. Ein Preis, der mit der Öffnung der Tore, dem Wachstum und Reichtum einhergeht.

Die wahren Diener des Einen dürfen nicht schlafen. Schlafen ist Schwäche. Vertrauen ist Torheit. Wachsamkeit ist das Gebot der neuen Zeit. Jeder Blick muss schneiden und die falschen Fassaden durchdringen. Jedes Ohr muss verräterische Töne aus der Masse heraushören. Die loyalsten Diener des Namenlosen sollen die Augen und Ohren des Namenlosen auf der Welt sein!

Und wenn ein Spion gefunden wurde, so sollen alle anderen davon erfahren und erzittern.

Er wird nicht einfach sterben. Nein.
Wir werden seinen Geist öffnen wie ein Buch aus Fleisch.
Seine Erinnerungen werden ausgeweidet, seine Lügen mit Feuer auf seine Haut geschrieben.
Und er wird an den Toren der Stadt aufgehängt – nicht tot, sondern lehrend.
Er wird seiner Stimme beraubt sein, doch wird sein Körper für ihn sprechen, seine Augen für ihn schreien, und seine Seele wird dem Einen als Opfer dargeboten.

Denn ein Exempel ist keine Strafe.
Ein Exempel ist ein Gebet.

Lasst uns also beten, Sorsha.
Mit Klingen. Mit Feuer. Für die Wahrheit.

Marleen

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