Der Ruf des Imperators zur Ophidianer Insel [09.01.2026 / 20:00 Uhr]

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A'groniam de Surom
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Der Ruf des Imperators zur Ophidianer Insel [09.01.2026 / 20:00 Uhr]

Beitrag von A'groniam de Surom »

Agroniam stand allein in der Gebetshalle des Klosters, als das Licht der Fackeln und Kerzen an Kraft verlor. Kein Wind regte sich, und doch schienen sich die Schatten zu bewegen, als folgten sie einem eigenen Willen. Alle Umgebungsgeräusche verklangen, bis nur noch Stille blieb.

Sein Blick löste sich von der Welt.

Er sah das Meer aus gewaltiger Höhe. Unter ihm ordneten sich die Wellen zu einem Pfad aus Strömungen und schwarzem Wasser, verborgen vor den Augen gewöhnlicher Seefahrer. Dieser Weg führte zu einer Insel, umgeben von scharfkantigen Klippen und uralten Ruinen, die von einer fremden Macht durchdrungen waren.

Sphärenartige Risse schwebten vereinzelt über dem Land und aus ihnen traten verzerrte Kreaturen hervor. Der Boden war gezeichnet von alten Schlachten, als hätte hier einst eine Entscheidung von großer Tragweite stattgefunden. Tief im Inneren der Insel ruhte etwas Gewaltiges. Kein gewöhnliches Artefakt, sondern gebundene Macht, fähig Reiche zu brechen und selbst das Himmlische zu verletzen.

Dann verengte sich sein Blick.

Er sah das Gesicht eines Ophidianers... Reglos und fremd. Die Sicht zog näher, immer tiefer bis nur noch die Augen blieben. Sie wurden zu Fenstern in einen Abgrund aus Schatten. Dahinter zeichnete sich eine Gestalt ab, riesenhaft und von unfassbarer Präsenz. Rot glühende Augen blickten ihm entgegen.

Kein Name wurde genannt. Kein Befehl gesprochen.

Doch die Einladung war eindeutig.

Komm.
Nimm, was dir zusteht.
Ergreife Macht.


Als Agroniam erwachte, war seine Hand zur Faust geballt. Blut rann zwischen seinen Fingern hervor. Sein Wille war klar.

In den Tagen darauf blieb diese Offenbarung nicht allein ihm vorbehalten. Auch jene, die dem Namenlosen Gott ergeben sind, berichteten von Träumen. Von schwarzer See. Von Augen in der Dunkelheit. Von einer Insel, auf der Macht wartet, bereit genommen zu werden von jenen, die stark genug sind.



An die Söhne und Töchter Suroms und ihren Verbündeten,

der Ursprung der Bedrohung, die unser Reich heimsucht, liegt jenseits der Nebel auf hoher See. Dort sammelt sich Macht, die dem Willen des Stärkeren gehört.

Am 9. Tage des kommenden Mondlaufs wird die Ameda auslaufen. Jeder, der Surom dient, bereitet sich vor. Waffen sind zu schärfen. Rüstungen zu prüfen. Zweifel sind abzulegen.

Dies sind weder die ersten, noch werden es die letzten Schlangenschädel sein, die wir unter unseren Stiefeln zertreten werden.

Schärft eure Waffen. Setzt eure Rüstungen instand. Bereitet euch vor euren Namen unter den nächsten ruhmreichen Sieg des Reiches von Surom zu setzen.

gez.
Agroniam de Surom

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