Mitten in der Nacht wurde Cataleya in ihrer Kajüte geweckt, den Blick auf den Boten, richtete Sie sich auf.
Als der Bote das Tuch löste und der Kopf über die Planken rollte, zuckte nicht einmal ihr Augenlid.
Nur der Blick ging kurz zu den starren Zügen des Toten, dann zum Boten.
"A’groniam hatte entschieden."
"Verstanden," sagte sie schlicht, die Stimme rau vom Seewind. "Ich trete ans Ruder."
Sie ließ den Blick langsam über die Mannschaft wandern, über jene,
die den Streit auf dem Deck mit angesehen hatten und vielleicht gehofft hatten, der Kapitän würde sich durchsetzen.
Jetzt stand sein Haupt vor ihr am Ruder, und die Laternen warfen rote Schatten über das Holz.
"Ihr habt gehört, wem er widersprach." fuhr sie fort, laut genug, dass auch die Männer an den Taue und die Wache am Vorschiff sie hören konnten.
"Dem Imperator. Dies ist sein Schiff, seine Fahrt, sein Krieg. Ich führe hier unter seinem Willen."
Sie deutete kurz mit der Kinnspitze auf den Kopf.
"Jeder an Bord merkt sich eines, wer sich künftig anmaß, seine eigenen Launen über A’groniam, über die Säulen oder über IHN zu stellen..."
Die Gischt fuhr ihr durchs Gesicht.
"...wird nicht halb so gnädig fallen."
Ein Echo von Nigheans Worten, Treue und Unterwerfung dem Entfesselten.
Diesmal war es leicht, sich zu unterwerfen. Der Bote hatte jede Frage genommen. Sie musste nicht mehr recht haben. Sie musste nur gehorchen.
Cataleya wandte sich ab, das Gespräch beendet. Ihre Knochenhandschuhe griffen das Steuerruder, als hätte sie nie etwas anderes getan.
"Kurs halten", befahl sie knapp. "Wir segeln unter Suroms Banner. Und wer zweifelt, darf die Antwort darauf gern im tiefsten Grund der See suchen."
Der Wind griff in die Segel, das Holz knarrte.
Auf der Ameda war klar, Cataleya stand im Schatten eines größeren Willens.
Als der Bote das Tuch löste und der Kopf über die Planken rollte, zuckte nicht einmal ihr Augenlid.
Nur der Blick ging kurz zu den starren Zügen des Toten, dann zum Boten.
"A’groniam hatte entschieden."
"Verstanden," sagte sie schlicht, die Stimme rau vom Seewind. "Ich trete ans Ruder."
Sie ließ den Blick langsam über die Mannschaft wandern, über jene,
die den Streit auf dem Deck mit angesehen hatten und vielleicht gehofft hatten, der Kapitän würde sich durchsetzen.
Jetzt stand sein Haupt vor ihr am Ruder, und die Laternen warfen rote Schatten über das Holz.
"Ihr habt gehört, wem er widersprach." fuhr sie fort, laut genug, dass auch die Männer an den Taue und die Wache am Vorschiff sie hören konnten.
"Dem Imperator. Dies ist sein Schiff, seine Fahrt, sein Krieg. Ich führe hier unter seinem Willen."
Sie deutete kurz mit der Kinnspitze auf den Kopf.
"Jeder an Bord merkt sich eines, wer sich künftig anmaß, seine eigenen Launen über A’groniam, über die Säulen oder über IHN zu stellen..."
Die Gischt fuhr ihr durchs Gesicht.
"...wird nicht halb so gnädig fallen."
Ein Echo von Nigheans Worten, Treue und Unterwerfung dem Entfesselten.
Diesmal war es leicht, sich zu unterwerfen. Der Bote hatte jede Frage genommen. Sie musste nicht mehr recht haben. Sie musste nur gehorchen.
Cataleya wandte sich ab, das Gespräch beendet. Ihre Knochenhandschuhe griffen das Steuerruder, als hätte sie nie etwas anderes getan.
"Kurs halten", befahl sie knapp. "Wir segeln unter Suroms Banner. Und wer zweifelt, darf die Antwort darauf gern im tiefsten Grund der See suchen."
Der Wind griff in die Segel, das Holz knarrte.
Auf der Ameda war klar, Cataleya stand im Schatten eines größeren Willens.

