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Ein Laufbursche in Surom - Suche nach Gelehrten des Namenlosen
Verfasst: 27 Feb 2026, 15:12
von Grimbald Gondolori
Ein Bursche findet sich in Surom ein, der sich ausgiebig danach erkundigt, wer wohl in Surom eine Authoritaet ueber den Glauben des Namenlosen sei.
So dem Burschen jemanden empfohlen wird, neigt er furchtsam das Haupt ehe er die Stadt schnell wieder verlaesst.
Re: Ein Laufbursche in Surom - Suche nach Gelehrten des Namenlosen
Verfasst: 01 Mär 2026, 20:47
von Nighean
Sollte der Bursche nach einer Autorität im Glauben des Namenlosen fragen, könnte man ihm Nighean als mögliche Ansprechpartnerin nennen. Sie wirkt im geistlichen Bereich Suroms und wäre zumindest eine geeignete Anlaufstelle für entsprechende Fragen.
Botschaften an Marleen, Nighean und Almina
Verfasst: 03 Mär 2026, 21:41
von Grimbald Gondolori
Hoch verschnoerkelte, schon fast zu ueberladene Pergamente ergehen an Marleen, Nighean und Almina. Sollten die Botschaften erfolgreich uebebracht werden, ergeben sich die folgenden Texte. Die aufmerksame Leserin wird bemerken, dass bei Woerten die mit Feuer und brennen zu tun haben, die Schreibfeder wohl besonders fest auf das Pergament gedrueckt wurde..
An Marleen:
Hohe Fuerstin Lamont,
Moegt ihr diesem dreisten Bold verzeihen, dass er Euch ohne Vorladung und Vorstellung anschreibt, doch ist eure Durchlauchtheit als ein Ebenbild des Wissens und eine unstillenede Quelle ueber das Wissen des Namenlosen benannt worden.
Meine Wenigkeit ist auf der Suche nach Lehren, des verstehens der Geissel des Glaubens, sodass ich mich – bei meinen Besuchen in Surom- nicht in Gefahr sehe Blasphemie gegen den Entfesselten zu betreiben. Natuerlich durch mein Unwissen welches ich, so brenne ich darauf, mir erhoffe durch Euch auszumerzen, sondern durch eben jene Unwissenheit die mir sonst zum Verhaengnis wuerde.
Es wuerde meine Wenigkeit hoechst ehren, wenn eure Durchlauchtheit, hohe Fuerstin, sich einige Momente Zeit nehmen koennte um die Geisseln des Glaubens zu eroertern. Natuerlich ist es auch verstaendlich, dass Eure Durchlauchtheit wesentlich bessere Dinge zu tun hat als sich mit meiner Wenigkeit zu treffen, daher wuerde ich auch eine Empfehlung an Lektuere sehr in Anspruch nehmen.
Es verbleibt mit den besten Wuenschen nach Surom,
Grimbald Gondolori
An Nighean:
Hohe Dame Nighean,
Ich erinnere mich an unser zufaelliges treffen in der Praerie und euer ueberaus guetiges Angebot, mir beizeiten einmal einen Einblick in die Lehren des Entfesselten zu erteilen. Dieses Angebot, hohe Dame, wuerde ich nun auesserst gern in Anspruch nehmen, brenne ich gar darauf, dass mir die Geisseln eures Glaubens naeher gebracht werden.
Ich komme gerne nach Surom oder lade Euch nach Nebelhafen ein, mein bescheidenes Heim wird natuerlich niemals eurer Person gerecht werden koennen.
Es verbleibt mit den besten Wuenschen nach Surom,
Grimbald Gondolori
An Almina:
Hohe Herrin,
Abseits unsere Abenteuerei, wuerde es mich Ehren wenn ihr mir die Zeit erbarmt, mir die Geisseln des Glaubens naeher zu bringen. Besonders in Sachen der Habgier, die mir als Haendler ja durchaus nahe liegen, wuerde ich gern eroertern ob mir euer Glaube eine andere Sichtweise auf das scheffeln der schoensten Groschen bietet.
Gern lad ich Euch in mein bescheidenes Haeuschen ein, selbst wenn es eurer Persoenlichkeit, hohe Herrin, niemals gerecht werden koennte.
Es verbleibt, stets der Eurige,
Grimbald
Re: Ein Laufbursche in Surom - Suche nach Gelehrten des Namenlosen
Verfasst: 04 Mär 2026, 19:07
von Nighean
Im Tempel von Surom liegt bereits die Ruhe des Abends. Das Licht einiger weniger Kerzen bricht sich an den schlichten Steinwänden und taucht den Raum in ein warmes, flackerndes Dämmerlicht. An einem einfachen Tisch sitzt Nighean und setzt die letzten Worte eines Schreibens auf Pergament. Als die Tinte getrocknet ist, faltet sie das Blatt sorgfältig und versieht es mit ihrem Siegel. Der alte Mönch wartet bereits. Sein kahler Schädel fängt das matte Licht der Kerzen ein. Über seine Haut ziehen sich Runen, manche fein tätowiert, andere roh in das Fleisch geritzt, wieder andere dunkel eingebrannt. Zeichen eines langen und kompromisslosen Dienstes. Trotz seines Alters steht er aufrecht und unbeweglich, mit einer Ruhe, die fast etwas Unerschütterliches hat. Nighean reicht ihm das Schreiben. Er nimmt es mit beiden Händen entgegen. Für einen kurzen Moment begegnen sich ihre Blicke. Dann neigt der Mönch langsam den Kopf. Worte sind zwischen ihnen nicht nötig.
Noch am selben Tag verlässt er Surom. Sein Weg führt ihn über staubige Straßen und durch weites Land. Reisende begegnen ihm auf den Wegen, Händler ziehen mit ihren Wagen vorbei, doch der alte Mann schreitet unbeirrt weiter. Manche werfen ihm einen zweiten Blick zu, wenn sie die Runen auf seiner Haut erkennen. Einige machen instinktiv Platz. Andere wenden den Blick rasch wieder ab. Der Mönch geht einfach weiter. Schließlich erreicht er Nebelhafen. Zwischen all dem Lärm und Treiben bewegt sich der alte Mönch ruhig und unbeirrbar, bis er schließlich das Haus von Grimbald Gondolori erreicht.
Dort bleibt er vor der Tür stehen. Mit ruhiger Bewegung hebt er die Hand und klopft an die Tür. In seinen Händen hält er ein versiegeltes Schreiben. Dann wartet er. Der Mönch spricht nicht. Er erklärt nichts. Er bittet um nichts. Selbst wenn die Tür geöffnet wird, macht er keine Anstalten einzutreten. Er bleibt stehen, reglos, geduldig, als habe er alle Zeit der Welt.
Sollte Grimbald das Schreiben entgegennehmen und das Siegel brechen, wird er folgende Zeilen lesen können.
Schlomo Grimbald Gondolori,
Euer Schreiben hat mich erreicht, und ich erinnere mich wohl an unsere Begegnung in der Prärie. Es freut mich zu lesen, dass Euer Interesse an den Lehren des Entfesselten nicht verflogen ist.
Solltet Ihr gewillt sein, den Weg nach Surom auf Euch zu nehmen, so heiße ich Euch willkommen. Im Tempel soll Euch zur achten Abendstunde Gelegenheit gegeben werden, Einblick in die Lehren zu erhalten, nach denen Ihr verlangt.
Den Tag Eurer Ankunft mögt Ihr selbst bestimmen. Lasst nur Kunde davon geben.
Solltet Ihr eine Antwort senden wollen, so gebt sie dem Mönch mit, der Euch dieses Schreiben überbracht hat.
Ser B´scheino,
Treue und Unterwerfung dem Entfesselten.
Nighean
Re: Ein Laufbursche in Surom - Suche nach Gelehrten des Namenlosen
Verfasst: 13 Mär 2026, 21:05
von Grimbald Gondolori
Nach einer Weile, in der durchgehend dem Moench allerlei Angeboten wird - von berauschenden Mitteln biz zu einfacher Speiss und Trank, wird er folgende Nachricht mit sich bringen:
"Hohe Herrin Nighean,
Es ehrt mich zutiefst, dass ihr mir die Gunst erweist, mich nach Surom einzuladen. Gern werde ich dieses in Anspruch nehmen, wenn Euch der dritte Tag des kommenden Wochenlaufes genehm sein sollte.
Es verbleibt mit Hochachtung,
Grimbald Gondolori"
Re: Ein Laufbursche in Surom - Suche nach Gelehrten des Namenlosen
Verfasst: 18 Mär 2026, 22:03
von Grimbald Gondolori
Eine Nachricht wird fuer Nighean an der suromesischen Bank hinterlassen:
Hohe Herrin,
Ihr wart wohl viel beschaeftigt in eurem Dienste, damit meine Anwesenheit nicht allzu befremdlich war fuer den Tempel als ich gewartet habe, habe ich mir die Freiheit genommen eine kleine Spende zu taetigen. Ist es doch das mindeste was ich tun kann, nachdem ihr so guetig wart mir eure Zeit zu gewaehren.
Ich verbleibe in stetiger Erwartung auf ein Zusammentreffen.
Es verbeleibt,
Grimbald Gondolori