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Briefe an Cataleya und Nighean

Verfasst: 27 Apr 2026, 00:17
von Grimbald Gondolori
Grimbald war wie immer, hoechst verdutzt ueber diese Waechterin die sich selbst mit dem Namenlosen gleichsetzte. Persoenliche Befindlichkeiten wurden als Ketzterei gegen den Namenlosen gewertert, wo der Schmaechtlich hoechst selbst doch nie so etwas getan hat. Natuerlich, einige seiner Worte konnte man missverstehen, aber er war ja auch in einer brenzligen Siutation mit einer verrueckten Tuse die einfach nur Blut sehen wollte..oder halt nackte Fuesse - gab es da nicht einen Kerl in der Nebelhafner Untergrundtaverne der solche Vorlieben unterstuetzte? 

Aber an diesem Abend, war er noch einmal davon gekommen -wenngleich sie wieder andeutete das er ein Ketzer gegenueber dem Namenlosen sei. Wieder gab es Unverstaendnis, zumindest innerhalb seiner selbst. Wenn sie sich selbst angegriffen fuehlte, das war eine Sache, aber (und das war Grim's Meinung nach auch das grosse aber) - SIE war ja nicht der Namenlose, ausser sie war es halt doch. Aber das waere dann ja auch komisch...  Grimbald fand das diese ganze Goettergeschichte ja reiner Unsinn war, aber dennoch war er ueberzeugt das er keinerlei ketzerischen Dinge von sich gab.

Trotzdem musste er nun zum dritten Male nach Surom reisen, zum dritten Male musste er sich mit solchem Unsinn plagen. Zum dritten Male war es wegen dieser verfluchten Waechterin.  Das was er Merle noch sagte, vor seiner Haustuer, war dennoch etwas das ihm noch lange im Kopf herum geistern sollte:" Manchmal muss eben dann ein finales ...Machtwort...gesprochen weden."  - aber dieses Wortspiel des Magiers sollte ihm selbst entgehen als er dann doch edel anmutende Briefe verfasst.
Ein seuftzender Brief.png


An Nighean klingt der Wortlaut etwa so:

Respketvollste Gruesse an Euch, hohe Herrin, Nighean, 

Am heutigen Abend ist es mir zur *bei dem folgenden Wort scheint die Tinte etwas dicker zu werden, als waere dort mehr Druck beim schreiben ausgeuebt worden*  grossen Ehre geworden, die Dame Cataleya vor Nebelhafen anzutreffen. Diese bat mich, ob einiger personelicher Differenzen, in Surom zu erscheinen. Ich hatte ihr naemlich versichert, dass ich schon bereits zwei Mal eine Spende in SEINEM Namen an SEINE Kirche verichtet hatte. Einmal tat ich dies bei unserem Zusammentreffen. Das andere Mal als ich glaubte, Euch zu treffen und ein gewisser Herr Kelthyr mir gestattete SEINEN Tempel zu besichtigen. 

Als solches, wuerde ich es Euch hoch anrechnen wenn ihr so guetig waehret Euch mit mir und der Dame Cataleya zu treffen, in der Hoffnung das ihr fuer mich buergt - dass ich doch meine Spende in SEINEM Namen entrichtet habe. Es ist bedauerlich, dass meine Wege in die schoene Stadt Surom des oefterens mit weniger erfreulichen Sachen in Zusammenhang stehen, aber dies scheint meine Last im Leben zu sein. 

Auch moechte ich mich noch einmal fuer eure Gunst bedanken, die ihr mir gewaehrt habt um meiner Fragen Antwort zu stellen, als ich Euch aufsuchte.

Es wuerde mich Ehren und freuen, wenn ihr meinem Gesuch nachkommen koenntet auch wenn meine Wenigkeit eine Nichtigkeit in Euren Augen sein mag.

Es verbleibt mit den allerbesten Gruessen aus Nebelhafen, 
Grimbald Gondolori 


An Cataleya ergeht eine ebenso edel aussehnde Nachricht, allerdings deutlich kuerzer gefasst:
Seid gegruesst Waechterin,

Treu meines Wortes, schreibe ich Euch hiermit um eine Audienz zu erbitten. Eine separate Nachricht hat die hohe Dame Nighean erreicht. Da meine Wenigkeit eine Nichtigkeit darstellt, ueberlasse ich es Euch und der hohen Herrin Euch auf einen passenden Termin zu einigen da ihr sicherlich bessere Dinge zu tun pflegt als mit meiner Person.

Es gruesst aus Nebelhafen,
Grimbald Gondolori 



(OOC: Edits sind nur um ein paar Tippfehler zu bereinigen, mea culpa schreiben ist nicht mein Ding :D

Re: Briefe an Cataleya und Nighean

Verfasst: 27 Apr 2026, 15:01
von Nighean
Nighean übergab das versiegelte Schreiben, und damit war der Auftrag erteilt. Malqon nahm es an, wie er es immer tat, und verließ den Tempel ohne weiteres Zeichen.
 
Der Weg nach Nebelhafen war lang, aber für ihn ohne Bedeutung. Er ging ihn einfach, Schritt für Schritt, bis die Straßen der Handelsstadt ihn aufnahmen. Zwischen Händlern, Söldnern und Reisenden fiel er auf, ohne beachtet zu werden, und bewegte sich durch die Stadt, bis er das Haus erreicht hatte, das ihm genannt worden war.

Dort blieb er stehen.

Er klopfte einmal an die Tür und trat einen halben Schritt zurück. Das Schreiben hielt er sichtbar in der Hand, ohne es anzubieten, ohne eine Geste hinzuzufügen.

Er würde warten.

Sollte die Tür sich öffnen, würde er die Nachricht überreichen.
Barchmon Herr Gondolori,
 
Euer Schreiben hat mich erreicht, und ich habe Eure Worte zur Kenntnis genommen.

Ihr sprecht von euren Wegen nach Surom und von den Spenden, die Ihr in SEINEM Namen entrichtet haben wollt. Solche Dinge bedürfen keiner Bürgschaft durch Dritte. Was gegeben wurde, hat seinen eigenen Wert oder offenbart im Zweifel, was ihm fehlt.

Es ist daher nicht an mir, zwischen Euch und der Wächterin Cataleya Rho’en zu stehen. Differenzen, die aus Eurem Handeln erwachsen, finden ihre Klärung nicht in der Bestätigung durch andere, sondern in dem, was stand hält, wenn man ihnen gegenübertritt.

Solltet Ihr gewillt sein, dies zu tun, so steht es Euch frei, nach Surom zu kommen.

Die achte Abendstunde zur Mitte des Wochenlaufs sei Euch genannt.

Dort wird sich zeigen, ob Eure Worte betand haben oder lediglich danach klingen.

Seid Euch jedoch der Konsequenzen im klaren, sollten Eure Worte keinen bestand haben.

Ser B´scheino,
Treue und Unterwerfung dem Entfesselten.


Nighean

Re: Briefe an Cataleya und Nighean

Verfasst: 27 Apr 2026, 15:23
von Grimbald Gondolori
Grimbald seuftze als er die Nachricht schnell ueberflog  und, nachdem er dem Boten Speis und Trank anbieten wollte (was sicherlich verneint wurde) , wurde dann darum gebeten zu vermitteln, dass der Herr wohl erst einen halben Stundenlauf spaeter es schaffen koenne, da der Weg nach Surom doch beschwerlich sei. 

Als er dann den Boten von dannen stapfen sah, begab er sich in seine Bibliothek um das Schreiben noch einmal genauer zu lesen, ein leises seuftzen - es gab wohl doch keine Ehre unter den Dienern des Namenlosen. Eine Lektion, die er dann vielleicht auch auf eine unsanftere Art lernen musste und auch ein Grund mehr in der Zukunft Surom zu meiden. Vielleiecht waren die Solgarder Fanatiker ja doch ein besseres Millieu...