In dem Moment, als ihr den Tempel betratet, begannen sich die gefundenen Erinnerungsfragmente zu regen. Ein sanftes, kaum wahrnehmbares Vibrieren machte auf sich aufmerksam.
Helles Kinderlachen… das Erste, was in euren Geist eindringt.
„Fang mich, fang mich!“ rufen zwei Jungen, die über eine sonnendurchflutete Wiese laufen…
Dann flackert das Bild, ein Szenenwechsel der den Betrachter offenbart wird.
„… und die Wahl ist gefallen. Ihr seid nun der Monarch Arcantos“
Die Worte hallen feierlich nach während sie mit Jubel und Applaus untermauert wurden.
„Glückwunsch, Bruder“ ehrliche, warme Worte die an den Monarchen gerichtet wurden.
Unsanft werdet ihr in andere Erinnerungen geworfen, ein sehr bekannter Schlachtenort im Dschungel den jene zu gut kennen die auf dieser Insel kämpfen… überall Soldaten… Befehle werden gebrüllt, Magie zischt durch den Dschungel.
„Weiter, Bruder! Der Tempel ist nicht mehr weit!“
„Die Zeit läuft uns davon!“
Dann wird eure Gefühlswelt schwer… belastend als sich neue Erinnerungen vordrängen…
Tote Soldaten liegen im Tempel verstreut…
Einige in hellen, güldenen Rüstungen, andere in finsteren schwarzen, in blutigen Teichen liegen sie vor dem großen Ophidianer dessen rötliche Schuppen leicht funkelten im Fackelschein.
Zwei Magier stehen nur noch alleine im Tempel… der Monarch und sein Bruder während sie mit letzter Kraft magische Geschosse abwehrten.
Dann ertönt die Stimme des Ophidianers
„ZzZzzz… euer Kampf ist vergebens. Euer Unterfangen gescheitert. Schließt euch uns an…“
Verzweifelt sah sich der Monarch um, über jene Toten mit denen er kürzlich noch stritt. Jenen Toten wo er manche seit vielen Jahren kannte.. Freunde.
„Vielleicht… vielleicht sollten wir uns diesem Schicksal fügen“ hauchte der Monarch leise
„Bruder, nein! Das wäre Wahnsinn!“ protestiert sein Bruder fassungslos.
„Es ist vorbei… unsere Macht sichern wir an der Seite der Sieger“
„ZzzZZzz… töte ihn…“ zischelte die Schlange leise in das Ohr des Monarchen
„Bruder, tu das nicht!“
Dann ein greller Blitz der die Erinnerungen durchzog! Ein lauter Knall.
Leblos fällt der Körper des Magiers auf dem Boden.
„MhhzzzZzz… gut gemacht… zZZzz…“ zischelte die Schlange leise mit gespaltener Zunge.
Die mächtige Klaue wird von den Ophidianer erhoben, als sie diese über den Körper des toten Magiers hielt, in der anderen Klaue die Saat des Ersten.
Das noch glühende, verkohlte Fleisch löst sich von den Knochen des Toten und fällt knisternd zu Boden und plötzlich richtete sich die Gestalt auf...
„Was tust du da?!“ entfährt es dem Monarchen mit schockierten Blick zu der Schlange
Der untote Magier hebt eine Hand und zeigt auf den Monarchen – die Bewegungen grotesk, unwirklich.
Freudig hielt sich die Schlange im Hintergrund als es das Schauspiel der beiden Magier beobachtete.
Plötzlich röchelte der Monarch… ein quälendes langes Röcheln… kaum scheint er noch Luft zu bekommen als er auf die Knie sinkt. Auch sein Fleisch begann sich abzulösen… Stück für Stück… dunkle Schatten sprießen hervor wie Unkraut… Ketten die sich um sein Laib legten… und ihn in die Form zwingen unter den manche ihn bereits erblickten.
„ZzzZZz du bist der stärkere... jener dessen Potenzial geboren wurde... du wirst jener sein....der den Willen nach draußen trägt... gehe hinaus... ZIRON“
Lange hallen diese Erinnerungen noch nach bevor diese in sich zusammenbricht.
Manch einer mag am Baum noch in eine Erinnerung blicken können..
Die Tempel der Ophidianer… in dessen Mitte der prächtige Baum steht. Im Schatten des Baumes räkeln sich die Jungen, während sanfte Sonnenstrahlen in das innere des Tempels dringen.
Die Blätter singen unter der Anleitung des Windes ein Lied von Unbeschwertheit und Frieden. Der Wind wird zum Sturm, das Bild kippt und da, wo die Sonne Trost gespendet hatte beklagt tiefer Mondschein das Klagelied der gefallenen Ophidianer.
Ein Tempel in Ruin, entweihter Baum.
Pein. Leid. Tod
[WQ] Staub und Stille
- Tonya Darez
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Re: [WQ] Staub und Stille
An beide anderen Lager wird durch eine Solgarder Wache ein Brief überreicht. Dieser Brief ist weder gesiegelt noch irgendwie schmuckvoll.
Er ist schlicht, das Pergament ein wenig knittrig vom Regen, die Tinte ist hier und da durch einzelne tropfen ein wenig verwischt, aber immer noch lesbar.
In beiden Briefen wird der gleiche Inhalt stehen:
Er ist schlicht, das Pergament ein wenig knittrig vom Regen, die Tinte ist hier und da durch einzelne tropfen ein wenig verwischt, aber immer noch lesbar.
In beiden Briefen wird der gleiche Inhalt stehen:
Krone und Reich zur Ehr, Bewohner Nebelhafens, Bewohner Suroms – und VerbündeteIch denke, wir haben alle am gestrigen Abend die Visionen vernommen, den Baum gesehen und den Brudermord sowie das daraus folgende Schicksal der Brüder erkannt.Wir haben alle erkannt das Ziron einer der Brüder war und das er erschaffen wurde von dem Rotgeschuppten.
Ziron war ein sehr mächtiger Untoter, der damals nur mit Hilfe der Armeen beider Reiche und den Avataren in Form von A'groniam und dem König vernichtet werden konnte.
Es wäre beinahe missglückt.
Die Zeit der Ernte rückt näher, und wir sind die Ähren, die geschlagen werden sollen.
Wir alle!
Ich hoffe, dass dieses Mal keiner davor die Augen verschließt.
Wir sind noch immer in der Lage zu siegen – wobei Sieg bedeutet, Lebend von dieser Insel zu kommen.
Was anschließend passiert, wird sich zeigen.
Alle werden in alte Muster fallen, die Geschehnisse werden irgendwann in den hintersten Teil des Verstandes rücken und das Blut wird sicher wieder fließen.
Soll es so sein.
Solange wir uns in nur einem einzigen Punkt einig sein können, dieser Punkt bleibt hier auf der Insel und von meiner Seite aus können wir am Ende so tun, als wäre dieser Punkt nie existent gewesen.
Unser aller Ziel sollte der Rotgeschuppte sein.Er darf diesen Zyklus nicht überleben.
Er ist der Erschaffer von Ziron. Er ist sicherlich noch Mächtiger als der Nekromant.
Und genau deswegen sollte er unser aller Ziel sein.Tonya Darez
- Rahouwa Se'lassi
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Re: [WQ] Staub und Stille
Nachdem Tonyas Schreiben in Nebelhafen einging und Rou es las, dann wandte sich die farbige Kriegerin ab und man sah sie in der Kajüte schreiben.
Kurz darauf war sie bei Schwarzfels und hinterlegte ihm beide Schreiben, sowie einen knappen Bericht über den aktuellen Fortschritt und auch am schwarzen Brett waren für alle beide Schreiben zu lesen. Dann verließ sie selbst das Lager und brachte ein Schreiben zunächst zum Lager nach Surom und das Zweite dann nach Solgard. Zuhänden der Stadthalterinnen.
Dem Nebel zur Ehr,
denn unser Norden ist weit weg. Ich stimme Tonya zu, dass wir scheinbar alle das selbe Ziel verfolgen. Ob dies zusammen möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Doch vielleicht kann man für diese Insel hier - oder nur diesen Krieg eine Waffenruhe aushandeln. Wenngleich Nebelhafen sich weder Surom noch Solgard verpflichtet fühlt und weder Ärger mit der einen noch mit der anderen Seite sucht, ist uns daran gelegen, keine Messer im Rücken zu erwarten, die vielleicht gar nicht für uns bestimmt waren.
Als gute Geste bieten wir unser Lager als Austauschort an. Bewohner unserer gemeinsamen Heimat werden von den Wachen eingelassen. Schwarzfels will kein Ärger in seinem Lager, also gelten die selben Regeln wie in der Heimat. Wir bleiben dabei, dass wir Wissen weiterhin nach außen offen teilen. Ansprechperson dafür ist unsere Heilerin Gwendolyn.
Rou
Kurz darauf war sie bei Schwarzfels und hinterlegte ihm beide Schreiben, sowie einen knappen Bericht über den aktuellen Fortschritt und auch am schwarzen Brett waren für alle beide Schreiben zu lesen. Dann verließ sie selbst das Lager und brachte ein Schreiben zunächst zum Lager nach Surom und das Zweite dann nach Solgard. Zuhänden der Stadthalterinnen.