Der Durst (Vampire)

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Erzähler
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Der Durst (Vampire)

Beitrag von Erzähler »

Die Nacht war kühl und nebelverhangen. Betrunkene torkelten durch die Gassen und in manchen Häusern erloschen die letzten Lichter. Eine Nacht wie jede andere, still genug, um einen in den Schlaf zu wiegen.
Doch dann erfasste es euch.

Unruhig begannen die Gedanken zu kreisen. Der Mund wurde fahl und trocken. Langsam, unaufhaltsam, drängte sich der Durst auf, nicht wie ein sanftes Ziehen, sondern wie ein Sturm, der sich ankündigt, bevor man ihn sieht. Er ließ den Körper beben.

Plötzlich roch das Blut umso köstlicher. Die Sinne schärften sich ins Unerträgliche, die Welt brach mit aller Gewalt in euch ein, jedes Geräusch, jeder Herzschlag, jeder Atemzug in der Dunkelheit. Eine Schärfe der Wahrnehmung, kaum in Worte zu fassen.

Gerade als ihr die Kontrolle loslassen wolltet, als der Drang sich zu einer Welle aufbäumte, war er fort.

Zurück blieb eine Leere. Etwas in eurem Körper, fühlte sich ausgehöhlt an. Rastlos. Erschöpft.
Und tief in eurem Geist formte sich eine Gewissheit. Die Quelle drohte zu versiegen und mit ihr ein Teil jener Kontrolle, die euch von der Bestie trennte.

In den kommenden Tagen würde der Durst immer unkontrolliert wiederkehren. Die bloße Anwesenheit der verhassten Werwölfe konnte den einen oder anderen bereits in Raserei treiben. Was auch immer diesen schleichenden Kontrollverlust verursachte, es drang langsam vor, wie eine Klinge, die sich Zoll für Zoll zwischen die Rippen schiebt.
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Sorsha von S.
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Re: Der Durst (Vampire)

Beitrag von Sorsha von S. »

 Es war einer jener Tage, an denen das bloße Überstehen zu einer immensen Herausforderung wurde. Irgendetwas hatte sich verschoben – ein leises, kaum greifbares Gefühl zwar,
aber mit Auswirkungen, die schwer auf ihr lasteten.
Seit Alecs Weggang war der Hunger ihr Schatten gewesen, ein stetiger Begleiter, den sie bisher mit eiserner Willenskraft in die Schranken gewiesen hatte. Nur hier und da
führte sie ihr Weg in die Kanalisation von Nebelhafen, doch heute war die Beherrschung brüchig. Es kostete sie fast übermenschliche Mühe, sich nicht auf Jeden  zu stürzen,
der ihren Weg kreuzte, um diesen aufbrandenden Hunger zu stillen.
Und dann, als wäre die Prüfung nicht schon hart genug, stand plötzlich Tarabasch vor der Tür.
 
Schon beim Öffnen traf sie die volle Wucht seiner Präsenz, der schwere, metallische Geruch von Blut und das dumpfe, hämmernde Klopfen  seines Herzens schlugen ihr entgegen.
Für einen mörderischen Herzschlag lang wankte sie. Es fühlte sich an, als würde ihr Wille nicht standhalten können. Doch so jäh diese Schwäche sie überrollt hatte,
so schnell zwang sie sie wieder unter Kontrolle. Mit zusammengepressten Kiefern konzentrierte sie sich auf den Nordmann und das Anliegen, das ihn zu ihr geführt hatte.
 
Erst als er endlich gegangen war und die schwere Tür hinter ihm ins Schloss fiel, gab ihr Körper nach. Sie sank auf das Sofa vor dem Kamin, während das Feuer Schatten an die Wände warf.
Erschöpft schloss sie die Augen und versuchte, den gewaltigen Kraftakt dieses Tages irgendwie hinter sich zu lassen…
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Tisari
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Re: Der Durst (Vampire)

Beitrag von Tisari »

Szel war wieder in Solgard zugegen,
auf den ihm so wohlbekannten Wegen.
Ein Lächeln dort, ein Handkuss da,
kein Werwolf in Sicht – ach, wie wunderbar.


In der Taverne ließ er sich nieder
und bot den Gästen feil ein Mieder.
Nicht nur als Spielmann war er bekannt,
manch einer hat ihn als Schneider anerkannt.


Doch plötzlich begann das Feuer zu verschwimmen,
ihm schwand die Sicht, er war wie von Sinnen.
Er hatte doch wahrlich gut gespeist,
bevor er in diese Taverne gereist!


Da war diese Gier, da erwachte das Tier,
der pochende Puls war so nah bei ihm hier.
Er vergrub das Gesicht in den eigenen Händen,
gefangen in hautbezogenen, toten Wänden.


Für andere mochte es Müdigkeit sein,
doch in Wahrheit war er mit dem Tier allein.
Jeder Herzschlag der Menschen lockte,
während die Bestie in ihm frohlockte.


Zu lange sich selbst mit Verzicht geschunden,
die Hände gesenkt, den Blick unumwunden,
doch in diesem Moment war das Tier verschwunden.


Ein Lächeln auf den Lippen, von allen unbestritten,
als hätte die Seele in ihm nie gelitten.
Wie ach so oft und ganz unverhofft,
zog er von dannen,  
heut' hat er und nicht die Gier gewonnen.

 
Nachdem er Solgard hinter sich gelassen hatte, hüllte er sich wieder in die vertraute Gestalt eines Rabo M'katlon d'Rhko und zog in Richtung Surom.
Es ging ihm nicht gut; tiefe Verwirrung und eine allgegenwärtige Angst plagten ihn.
Das neue Haus in der Stadt kam ihm daher sehr gelegen, um sich von der Welt zurückzuziehen.
Nach außen hin gab er vor, Zeit für die Einrichtung zu benötigen. In Wahrheit jedoch saß er einfach nur da – regungslos und allein in einem verschlossenen Raum.
In Solgard war ihm das Glück noch hold gewesen, das wusste er.
Doch wenn er hier, in seinem eigenen Nest, erneut die Kontrolle verlieren würde, ginge es vielleicht nicht so glimpflich aus.
Und so verkroch er sich mit seinen Gedanken, bis am 26. Tag schließlich eine Nachricht von Katherine Sawyer bei ihm eintraf...
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Viego/Katherine Sawyer
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Re: Der Durst (Vampire)

Beitrag von Viego/Katherine Sawyer »

Erneut werden Raben & Boten ausgesandt um die ihr bekannten Unsterblichen zu erreichen...
 
Alwanzessar es Tarhuil

wie bereits im letzten Treffen beschlossen bringen nur Taten uns weiter. Womöglich wurde der Südwind schon durch unsere Untätigkeit erzürnt, womöglich mögen die Veränderungen die auf uns liegen auch einen anderen Hintergrund haben.


Dennoch ist nun die Zeit des Handels bereits überflüssig.
Die Blutlinie der Ratten hat beim letzten Treffen die Aufgabe bekommen die Schiff bereit zu machen, daher werden wir uns am 12 Tage diesen Mondes zur 8 Abendstunde bei dem Schiff treffen, dass die Ratten für uns besorgt haben um das Artefakt Lilith zu bergen und vielleicht, wenn möglich auch die Prinzessin.

gez. Katherine Sawyer 
Ysam Enis Alwanzessar

Bild
OOC: 12.05 / 20 Uhr / Quest zur Bergung des Blutpokals
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Viego/Katherine Sawyer
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Re: Der Durst (Vampire)

Beitrag von Viego/Katherine Sawyer »

In Einigen Stundenläufen war es soweit, dann würde der lang verschollene Blutpokal hoffentlich wieder in den Händen der Vampire ruhen, viel zu lange ging dieses vorhaben nun schon... wie lang genau? Zwei Jahresläufe? Katherine schnalzte verächtlich mit der Zunge, sie war ohnehin die letzten Tage gereizt und dieses Thema nervte sie ungemein, sie ließ sich nicht gerne von Göttern oder ihren Untergebenen herumkommandieren, auch nicht von Lilith, selbst wenn viele der ihren Gläubige des Südwindes waren, sie war es nicht und sie würde es auch nicht werden.

Als Katherine dann ins versteckt der Vampire reiste um zu überprüfen, ob die anderen ihrer Aufgabe nachgekommen sind und die Opfer für die Prinzessin besorgt hatten, hob sich ihre Braue genervt an als sie auf die leeren Zellen starrte.


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Nach diesem unerfreulich ,,fund" reiste sie zum Banditenlager und dezimierter einen nach den andern bis ihr nur noch drei Banditen gegenüberstanden, kurzer Zeit Später waren aber auch jene besiegt, doch diese nicht getötet sondern nur in die Ohnmacht befördert. In ihrer Ohnmacht fesselte Katherine die drei mit Ketten, machte sie vollständig Kampfunfähig. 

Alle drei wurden über ein Pferd gebunden, und mit einem weiteren Pferd führte Katherine sie dann zum Unterschlupf. Dabei lies sie ihren Blick stets über die Umgebung schweifen, um mögliche Beobachter zu umgehen und um sicher zu gehen, dass keiner sah wohin sie ritt.


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Im Unterschlupf angekommen zerrte sie die Banditen jeweils in die Zellen, versperrte diese und seufzte gereizt.
Nach und nach erwachte erst der eine, dann der andere... schreie dass sie raus wollen, fragen wo sie sind... genervt knirschte Katherine mit den Zähnen, kurz schwankten ihre Gedanken dahin allen drei Banditen die Zunge zu entfernen, schlussendlich entschied sie sich jedoch dazu einfach zu gehen. Hören würde sie ohnehin keiner & für den Abend und die anstehende Reise war nun alles vorbereitet.


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