[Barbaren] Fjellgat

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Rashka|Brom
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Re: [Barbaren] Fjellgat

Beitrag von Rashka|Brom »

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Die Prüfungen, die am Rande des blutigen Pfades, auf ihn und den ganzen Stamm warteten, wurden zahlreicher. Beim letzten Treffen des Stammes war vieles geschehen, sie besprachen die bevorstehenden Verhandlungen mit den Suromern und wie sie auf deren Forderungen reagieren wurden. Außerdem war Gor nach einigen Monden plötzlich wieder aufgetaucht und Bjornar hatte ebenfalls seine Bransla abgeschlossen. Zudem wurde Yngvildr ausgeschickt, um ebenfalls ihren Wert zu beweisen und als Släkting in den Stamm aufgenommen zu werden. Er brummte nachdenklich und rief Vogar zu sich herein.
"Sag de anneren Wachen das alle Bewohner Fjellgats in vier Tagn zum Thing erscheinen sollen!"

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Mittwoch den 26.03. ab 20 Uhr in Fjellgat am Thingplatz
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Rashka|Brom
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Re: [Barbaren] Fjellgat

Beitrag von Rashka|Brom »

Das Erbe der Bluteiche

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Einst, als die Thrymm’tack noch in Grimlas Hain lebten, wuchs am Rande des Dorfes eine Eiche mit schwerem, dunkelrotem Holz. Ein gewaltiger Baum, durchtränkt vom Blut der Eisriesen, die in der Blutfehde gegen die Kinder Sarmatijaschs gefallen waren – und vom Blut zahlloser Nordmänner, die ihr Leben für ihr Volk gaben. Die Bluteiche war mehr als nur ein Baum; sie war ein Symbol des Lebens, der Macht und der Erinnerung.

Kaum etwas war über ihre Entstehung bekannt. Fragte man in Grimlas Hain nach, so wusste fast niemand, wann der Baum gewachsen war. Meist hörte man nur die Geschichte, die Bluteiche habe schon immer dort gestanden, lange bevor die Thrymm’tack die alte Ruine fanden und sich dort niederließen.

Eines Tages, als Rashka von einer Jagd zurückkehrte, führte ihn sein Weg an der Bluteiche vorbei. Ohne genau zu wissen, warum, schnitt er sich einen armdicken Ast ab. Das Holz war schwer und vibrierte vor Kraft, als trüge es die Geister der Gefallenen in sich. Dieses Stück Holz war nicht nur ein Relikt – es war ein Stück Geschichte, auch wenn Rashka nicht recht wusste, was ihn dazu bewegt hatte, den Ast mitzunehmen.

Viele Monde später brach das Unheil über Grimlas Hain herein. Drachenhorden brannten das Land nieder; das Feuer fraß alles, was sich ihm entgegenstellte. Die Thrymm’tack mussten fliehen und ließen ihre heiligen Stätten, ihre Hallen und ihre Geschichten zurück. Nur wenige schafften es, wichtige Dinge zu retten. Unter ihnen war Rashka, der den Ast der Bluteiche tief in seinen Habseligkeiten verbarg – ein stilles Zeugnis einer Vergangenheit, die nicht verloren gehen durfte. Als sie auf ihrer Flucht die lichterloh brennende Bluteiche passierten, hielt Rashka die Tasche, in der sich der Ast befand, fest an seine Brust gedrückt.

Nicht nur die Thrymm’tack flohen, auch viele andere Völker. Nach erbitterten Kämpfen in der alten Zwergenbinge und der späteren Flucht aus Winterberg setzten schließlich alle die Segel gen neue Lande. Die wenigen Thrymm’tack und anderen Kinder Sarmatijaschs, die überlebt hatten, fanden sich verstreut auf Schiffen der Elfen, Amazonen und Greifen wieder. Unter ihren wenigen Habseligkeiten befand sich auch der Ast der Bluteiche – jenes Baumes, der einst am Rand von Grimlas Hain gestanden hatte und von dem nun nichts als Asche geblieben war.

Einige Winter vergingen, bis der Stamm in der Ferne eine neue Heimat fand. Dort stieß Rashka wieder auf den Ast der Bluteiche. Zur Erinnerung an die vergangenen Tage beschloss er, aus diesem Relikt etwas Bleibendes zu erschaffen. So brachte er den Ast zu Falk, dem schweigsamen Holzarbeiter, und zu Janika, deren Finger flink und geschickt waren. Er trug ihnen auf, sorgsam und mit Bedacht Bretter aus dem schweren Holz zu sägen – stark genug, um selbst großer Gewalt zu widerstehen.

Und so machten sich die beiden ans Werk. Lange arbeiteten sie an dem schweren Holz, schnitten, sägten und glätteten es, bis schließlich vier feste, rötlich schimmernde Bretter entstanden.
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