Das Erwachen der Tiefen

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Razak
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Das Erwachen der Tiefen

Beitrag von Razak »

Seit einigen Tagen ist im Orkfort viel los. Zwischen dem Geruch von gegerbtem Leder, kalter Asche und altem Blut arbeiten die Orks eifrig.
Auf dem Befehl Morlochs, erhielt Razak einen besonderen Auftrag. Er sollte eine alte, schwere Kettenfessel wieder herrichten.
Der Zustand der Fessel war stark beschädigt.
 Gemeinsam mit Gorgu begann er, die kaputten Teile zu prüfen und zu reparieren.
Dumpfes Hämmern und das Schaben von Metall auf Stein hallten durch das Lager, während die beiden Orks sich über das widerspenstige Werkstück beugten.
Verbogene Teile wurden mit roher Kraft geradegerückt, verkeilte Verbindungen gelöst und beschädigte Stücke angepasst. Immer wieder prüften sie, zogen das Werk auseinander und setzten es wieder zusammen. Der Mechanismus versagte mehrmals. Die schwere Konstruktion klemmt, sprang aus der Führung oder ließ sich nicht vollständig schließen.
Doch weder Razak noch Gorgu gaben auf.
Mit der typischen Beharrlichkeit ihres Stammes arbeiteten sie weiter an dem alten Stück Metall, bis ein hartes, deutliches Knacken durch das Fort hallte. Die Fessel schloss sich wieder.
Für einen Augenblick trat Stille ein, ehe Gorgu das Ergebnis mit sichtlicher Zufriedenheit kommentierte: „Daz dat!“ Damit schien das Werkstück endlich wieder funktionsfähig zu sein.

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Wofür diese massive Kettenfessel benötigt wird, bleibt unklar. Sie wirkt zu schwer und robust, um nur für gewöhnliche Handwerksarbeiten oder alltäglichen Nutzen gedacht zu sein.
Währenddessen sammeln die Orks weiter Materialien und treffen Vorbereitungen.
Immer wieder verschwinden einzelne Tryl’hi mit Werkzeug, Metall oder anderem Gerät in den hinteren Bereichen des Lagers.
Es scheint, als hätten die Orks einen Plan geschmiedet. Die ersten Schritte sind bereits im Gange.
Was auch immer sie vorbereiten – es verspricht nichts Gutes für diejenigen, die sich den Interessen der Tryl’hi in den Weg stellen.
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Morloch
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Re: Das Erwachen der Tiefen

Beitrag von Morloch »

Der Graue. Der Alte. Teufelsmund.
Orks des Stamms haben über die Zeit viele Beinamen für den Schamanen gefunden. Besonders ausufernd hatte sich dabei Opoguk ergossen, in Momenten in denen das gefräßige Maul denn Platz genug übrig hatte, etwas Neues ‘beizutragen’. Und allen wurde der in die Jahre kommende Schamane wohl gerecht.
 
In der Hütte am Hang im Westen des Orkdorfs lauerte er zuletzt wieder mal über einer beschriebenen Menschenhaut, die aus einer früheren Zeit stammen musste. Auf ihr offenbarten hakelige Zeichen schließlich etwas, das für Morloch noch von Interesse war…
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Während das Treiben im Orkdorf mit größerer Beute und einem neu geschmiedeten Pakt mit dem Barbarenvolk wieder lebendiger wurde, verband der Schamane Erinnerungen alter Tage mit seiner eigenen verworrenen List zu einer aufkeimenden Idee. Eine neue Herausforderung, an der die Tryl’hi entweder erstarken oder vergehen würden, wie einst der stolze Stamm der Karg'Goroth.
 
Und so verbrannte er Rauschkraut in der knisternden Höhle unter dem Ahnenbaum zu einem betörenden Wabern, nährte die fordernde Stimme des Naggaî mit dem Blut erschlagener Minotauren, ersuchte sie um Rat..
 
 
…und ließ seinen Stammesbrüdern eine Überlieferung von lange Vergessenem zuteilwerden…
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Razak, der weitere Orks mit dem Willen ihrem Gott zu gefallen um sich scharte, tat gut daran, die Überlieferungen des Schamanen mit Hast und Taten zu beleben. Geruch von Feuer und Metall stieg auf, verband sich mit klammen Wolken und legte sich breit über das Orkdorf. 
 
Einer wiederhergestellten Riesenfessel würden weitere nach ihrem Vorbild folgen. Und dann war da noch das behelfsmäßig zusammengebundene Orkhorn, das immer wieder seinen schiefen Klang durch das Gebirge trägt… bis die richtigen Handgriffe seinen Ton wieder richten würden, auf dass es mit neuer Stärke den Willen der Bestien und Feinde brach.
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