Der Kreis stand still.
Trymm’takk atmete vereint.
Lebenssog des Steinvolks.
Die Runen waren geschnitten,
Machtmale der Erde,
mit kalten Nägeln geritzt.
Tarabasch hielt den Schild,
Blutholz der Eiche,
schwer an der Schulter.
Bereit war der Blodeik Skjold,
gewaltig zur Wehr.
Haldron kniete tief,
Wortweber zwischen den Welten.
Seine Stimme sank, wie Samen,
in dunkle Furchen.
Uruz zog kühn die Kraft,
band Tierfeuer, Erdträume, Lebenswut.
Rashkas Brust hob sich,
Schmiedebalg des Stamms.
Yngvildr stand lauschend,
Jägeraugen unerbittlich und scharf.
Kein Ruf verließ sie,
ihr Schweigen ging um.
Freyjas Hände ruhten dann,
Saiten verstummten am Liederholz,
Stille vollendete den Zauber.
Leise lauschte der Stamm,
wartend wie Wald auf den Schnee.
Sjá! Es erschien das Goldfell der Tiefe,
flammend still im Höhlenlicht.
Welcher Wille spannt dieses Herz?
Welcher Gletscher härtet diese Glieder?
Welche Wärme wallt in diesem Pelz?
Der Raum zog sich zusammen.
Dort stand der Wahrer von Hunger und Wut,
Kovakarhu, Haltegeist, mächtige Waage.
Tarabasch sank.
Knie fand den Fels.
Den Schild erhoben,
als kenne er kommende Hände.
Das Schicksalsholz suchte den Arm.
Die Pranke ruhte auf ihm,
Der Pfand der Tiefe,
schwer und sicher.
Solkrs Ross hob jäh den Kopf.
Die Luft spannte sich,
das Atemseil der Welt erzitterte.
Der Donner ging hindurch,
Herzschlag der Wolken,
tief und geschlossen,
Himmlischer Hieb!
Blutholz ächzte unter der Sturmpranke.
Das Schutzeisen hielt stand,
Der Schlag blieb im Schild,
Wetterwort im Stammkern,
Halt, der nicht weicht.
Dann lösten sie sich aus mächtigem Griff.
Ehrenpranken gaben den Recken frei,
sanft wie der Frühling.
Tarabasch stand wieder.
Der Schild lag fest an seinem Arm,
Lastfreund, Stammesstolz.
Er sah ihn an,
wie ein Seher sieht.
In seinem Blick lag was kommen würde:
ferne Hände, stärker, klarer noch
als die seinen und zur Stunde namenlos.
Stolz will er warten auf jene,
die würdiger sind als er,
der Schildträger selbst.
Ich aber war unten.
Hände im Staub,
Pfoten erinnernd.
Atem schwer.
Ich roch --- sie!
Erdbrot, Harzlicht, Winterfell.
Herzholz sogar?
Und etwas in mir legte sich nieder,
Bärenschlaf unter den Rippen.
Sie wusste.
Mein Leib lachte.
Schwester im Dunkel.
Mutter ohne Namen.
Kovarkarhu, nur Nähe,
Waldheim im Brustraum.
Wie Boden, der birgt und bedeckt,
auch wenn man fortgeht.
Bleib doch, sagte ich.
Bei mir.
Bewohne mein Heim!
Meine Brust.
Sie sah mich an,
Waldesblick der mich kennt,
weil er einst frei ging zwischen Wurzeln und Sternen.
Dann verschwand sie.
Verflog, Fernsicht im Dunst.
Der Kreis atmete wieder.
Stein blieb Stein,
Trymm'takk stand stark,
sicher im Schild-Segen.
Ich lag wach,
und still,
und schwieg,
und staunte.
Trymm’takk atmete vereint.
Lebenssog des Steinvolks.
Die Runen waren geschnitten,
Machtmale der Erde,
mit kalten Nägeln geritzt.
Tarabasch hielt den Schild,
Blutholz der Eiche,
schwer an der Schulter.
Bereit war der Blodeik Skjold,
gewaltig zur Wehr.
Haldron kniete tief,
Wortweber zwischen den Welten.
Seine Stimme sank, wie Samen,
in dunkle Furchen.
Uruz zog kühn die Kraft,
band Tierfeuer, Erdträume, Lebenswut.
Rashkas Brust hob sich,
Schmiedebalg des Stamms.
Yngvildr stand lauschend,
Jägeraugen unerbittlich und scharf.
Kein Ruf verließ sie,
ihr Schweigen ging um.
Freyjas Hände ruhten dann,
Saiten verstummten am Liederholz,
Stille vollendete den Zauber.
Leise lauschte der Stamm,
wartend wie Wald auf den Schnee.
Sjá! Es erschien das Goldfell der Tiefe,
flammend still im Höhlenlicht.
Welcher Wille spannt dieses Herz?
Welcher Gletscher härtet diese Glieder?
Welche Wärme wallt in diesem Pelz?
Der Raum zog sich zusammen.
Dort stand der Wahrer von Hunger und Wut,
Kovakarhu, Haltegeist, mächtige Waage.
Tarabasch sank.
Knie fand den Fels.
Den Schild erhoben,
als kenne er kommende Hände.
Das Schicksalsholz suchte den Arm.
Die Pranke ruhte auf ihm,
Der Pfand der Tiefe,
schwer und sicher.
Solkrs Ross hob jäh den Kopf.
Die Luft spannte sich,
das Atemseil der Welt erzitterte.
Der Donner ging hindurch,
Herzschlag der Wolken,
tief und geschlossen,
Himmlischer Hieb!
Blutholz ächzte unter der Sturmpranke.
Das Schutzeisen hielt stand,
Der Schlag blieb im Schild,
Wetterwort im Stammkern,
Halt, der nicht weicht.
Dann lösten sie sich aus mächtigem Griff.
Ehrenpranken gaben den Recken frei,
sanft wie der Frühling.
Tarabasch stand wieder.
Der Schild lag fest an seinem Arm,
Lastfreund, Stammesstolz.
Er sah ihn an,
wie ein Seher sieht.
In seinem Blick lag was kommen würde:
ferne Hände, stärker, klarer noch
als die seinen und zur Stunde namenlos.
Stolz will er warten auf jene,
die würdiger sind als er,
der Schildträger selbst.
Ich aber war unten.
Hände im Staub,
Pfoten erinnernd.
Atem schwer.
Ich roch --- sie!
Erdbrot, Harzlicht, Winterfell.
Herzholz sogar?
Und etwas in mir legte sich nieder,
Bärenschlaf unter den Rippen.
Sie wusste.
Mein Leib lachte.
Schwester im Dunkel.
Mutter ohne Namen.
Kovarkarhu, nur Nähe,
Waldheim im Brustraum.
Wie Boden, der birgt und bedeckt,
auch wenn man fortgeht.
Bleib doch, sagte ich.
Bei mir.
Bewohne mein Heim!
Meine Brust.
Sie sah mich an,
Waldesblick der mich kennt,
weil er einst frei ging zwischen Wurzeln und Sternen.
Dann verschwand sie.
Verflog, Fernsicht im Dunst.
Der Kreis atmete wieder.
Stein blieb Stein,
Trymm'takk stand stark,
sicher im Schild-Segen.
Ich lag wach,
und still,
und schwieg,
und staunte.
Musik: Wardruna "Himinndotter " - dass gesamte Album "Birna" (2025) ist der großen Geister-Bärin gewidmet.