Barbaren

Aus Handbuch - Die Neue Welt
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Link zur Kurzübersicht der Rasse "Barbaren": http://dieneuewelt.de/wiki/images/svg/barbaren.svg
Beispielhaftes Aussehen einer Barbarenkriegerin Beispielhaftes Aussehen eines Barbarenkriegers

Das raue Volk der Barbaren lebt mit seinem Stamm an der Grenze zwischen Grün und Schnee. Die Bindung zur Natur ist stark und Schamanen und Häuptlinge bestimmen das Geschehen. Die Barbaren sind ein wildes und kriegerisches Volk, das sich seit Urzeiten den rauen Lebensbedingungen der Natur fernab der Städte angepasst hat. Sie halten fest an den Traditionen und Riten ihrer Vorfahren, um deren Hinterlassenschaften zu ehren und das alte Wissen über die Natur und die Welt der Geister von Generation zu Generation weiterzugeben. Auf diesem Weg, so glaubt das Volk der Hünen, werden sie eines Tages einen Platz neben ihren Ahnen in der großen Halle der Toten einnehmen dürfen.


Aussehen

Der Barbar unterscheidet sich von den Menschen auf den ersten Blick vor allem durch seine Größe. Die Männer des Volkes können an die 2,50 Meter groß werden. Ihre Hände sind so gewaltig, dass sie mehr an Pranken erinnern, mit denen sie mühelos den gesamten Kopf eines Menschen packen könnten. Weitere Auffälligkeiten sind ihr kantiges Gesicht, der enorm robuste Körperbau mit den breiten Schultern und die ausgeprägte Muskulatur. Ihr Stirnbein steht in der Regel etwas weiter vor als bei den Menschen üblich, was ihnen einen finster wirkenden Ausdruck verleiht. Die markanten Kiefer und Nasen untermalen die dominierenden Aspekte von Härte und Grobheit, durch die sich ihr Anblick auszeichnet. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist es üblich, sich kleine Perlen oder Knochen in die Haare zu flechten. Diese tragen sie entweder offen oder zu vielen kleinen Zöpfen zusammengeflochten.

Die Frauen unterscheiden sich von den Männern dahingehend, dass sie ein gutes Stück kleiner sind. Auch sie haben herbe Gesichtszüge und einen kräftigen Körperbau.

Statt sich in feine Tücher oder Stoffe zu kleiden, bedecken sich die Barbaren meist mit Tierfellen oder Leder. Zum Fertigen ihrer Rüstungen ziehen sie Knochen und Haut von Wildtieren kaltem Stahl vor. Das verschafft ihnen nicht bloß mehr Bewegungsfreiheit, sondern drückt auch eine besondere Beziehung zur erlegten Beute aus. Kunstvolle Körperbemalungen aus Blut, Pflanzensäften oder einem Gemisch aus Knochenpulver und Wasser zieren ihre Körper. Bestimmte Muster, Zeichnungen und Runen weisen auf die Stellung im Stamm hin oder werden bei rituellen Anlässen getragen.


Lebensraum

Die Barbaren der neuen Welt leben zurückgezogen und in Stämmen organisiert hoch oben im Norden am Übergang zur Eistundra. Das dort vorherrschende raue Klima hat sie kulturell und äußerlich geprägt. Sie bevorzugen Gegenden, die für Menschen unwirtlich sind und meiden ihre aus Stein gemeißelten Städte wann immer möglich. Ihre Hütten bauen sie aus Knochen- und Holzgerüsten, die oben zu einer Art Rahmen zusammengebunden werden. Diese Gestelle werden anschließend mit Gras- oder Schilfmatten bedeckt. Durch eine Öffnung in der Mitte des Dachs kann der Rauch abziehen, der beim Beheizen der Hütten mit offenem Feuer entsteht.


Gesinnung

Die Lebensweise der Barbaren lässt sie für Außenstehende meist primitiv und wild erscheinen. Die Felle und Knochen der Tiere, mit denen sie sich kleiden und rüsten, schrecken auf den ersten Blick meist ab. Es kursieren bereits Gerüchte, dass es sich bei diesem Volk um Kannibalen handeln soll, die ihre eigenen Toten verspeisen und sich aus deren Gebeinen Rüstungen und Totems bauen. Die Barbaren begegnen den zivilisierten Völkern meist abweisend und distanziert. Die stolzen Krieger zeichnen sich besonders durch ihren wilden Jähzorn aus. Man erzählt sich sogar, dass sie in der Lage sind, in einen Zustand der Ekstase zu geraten und dabei einem blinden Kampfrausch verfallen. Was sich nicht mit ihren Ansichten deckt oder vom alten Weg abweicht, wird mit Misstrauen und Vorsicht begegnet. Dies ist wohl auf zahlreiche prägende Begegnungen in der Vergangenheit zurückzuführen.


Kultur

Die Barbaren leben in Stammesgemeinschaften, die von Ehre, Weisheit und dem Respekt gegenüber der Natur geprägt sind. An oberster Stelle steht der Häuptling des Stammes. Er wurde durch ruhmreiche Taten und seine Erfahrungen zum unangefochtenen Stammesoberhaupt. Stirbt der Häuptling eines Stammes, so muss er vor seinem Ableben einen würdigen Nachfolger bestimmen, der den Stamm an seiner statt anführen soll. In der Regel steht ihm der Schamane als spirituelles Oberhaupt des Stammes bei der Auswahl des Nachfolgers mit seiner Weisheit beratend zur Seite. Selten kommt es vor, dass die Entscheidung dieser beiden hoch angesehenen Männer angezweifelt wird und ein Krieger den amtierenden Häuptling herausfordert. Solch eine Herausforderung muss ohne zu zögern angenommen werden. Da zur Führung des Stammes nicht nur Stärke, sondern auch Geisteskraft erforderlich ist, werden den Kontrahenten vom Schamanen Prüfungen gestellt. Der Unterlegene muss den Sieger als Häuptling anerkennen und ihm Respekt zollen.

Das Kriegertum war früher ausnahmslos Männerdomäne und nur sie durften nach ihrer Kriegerweihe die große Barbarenstreitaxt tragen. Jedoch hat sich dieses Bild inzwischen geändert. Nachdem der Lebensraum der Barbaren durch die Ausbreitung der Menschen immer mehr zurückgedrängt wurde, haben sich nun auch einige wenige tapfere Barbarinnen ihren Platz in der vordersten Front erstritten. Nur den geweihten Kriegern ist es erlaubt die "heilige" Waffe zu führen.

Alle anderen haben sich daher eine eigene Nische gesucht, um Wildtiere zu jagen und sich gegen aufkommende Gefahren zur Wehr zu setzen: Den Fernkampf. Diejenigen die für den Erhalt des Stammes sorgen indem sie jagen, sammeln oder einem Handwerk nachgehen, haben gelernt, Schleudern oder Bögen herzustellen und geben dieses Wissen von Generation zu Generation an ihre Kinder weiter. Der Gebrauch dieser Fernkampfwaffen wird von den Kriegern belächelt, gebührt es sich für einen mutigen Krieger doch, seinem Gegner in die Augen zu sehen, wenn dieser seinen letzten Atemzug tut. Auch soll das letzte was der Feind zu sehen bekommt, das Gesicht desjenigen sein, der ihn im Kampf bezwang, so dass der unterlegene im Totenreich berichten kann, wer ihn im Kampf besiegte.

Die Ahnen der Barbaren wachen vom Totenreich aus über ihre Nachkommen und beobachten ihre Taten. Das höchste Streben im Leben der Barbaren ist es daher Ruhm und Ehre zu erlangen, um nach dem Tod als Held von den Ahnengeistern empfangen zu werden. Dabei sind die Kriterien für ruhmreiche Taten bei den Kriegern gänzlich andere als bei den übrigen Stammesmitgliedern, denen es aber durchaus auch möglich ist, Ruhm und Ehre zu erlangen.

Während von den Kriegern verlangt wird, Heldentaten zu vollbringen, den Stamm vor allen Gefahren zu beschützen, die Ehre der Ahnen zu wahren und sich im Kampf zu behaupten, so ist es die Aufgabe der anderen Stammesangehörigen für die Verpflegung des Stammes zu sorgen, sich um die Wunden der Krieger zu kümmern, den Nachwuchs aufzuziehen, das Dorf in Schuss zu halten und von den großen Taten der Krieger zu singen, auf dass die Ahnen im Jenseits auf ihre Namen aufmerksam werden mögen. Dabei ist aber auch jedem Krieger klar, dass der Stamm ohne jene, die nicht den Weg des Kampfes eingeschlagen haben, nicht existieren kann.


Im Stamm existieren vorgegebene RP-Ränge, die je nach Fähigkeiten / Fertigkeiten erreicht werden können. Dadrüber hinaus ist es möglich, sich einen speziellen RP Rang in der jeweiligen Kaste zu verdienen. Diese Ränge werden jedoch nur durch besonderes RP vergeben, z.B. vom angehenden Krieger bis zum Häuptling als Stammesoberhaupt. Nähere Informationen zu den Rängen findet man nach Plottung im Barbaren-Forum.


Sprache

Die Sprache der Barbaren ist rau und hart wie die unwirtliche Landschaft, in der sie leben. Für einen Außenstehenden mag ihre Sprache, die nur einige hundert Wörter umfasst, recht einfach klingen. Doch lernt ein Fremder ihre Sprache, so wird er bald feststellen, dass dieses Unterfangen trotz der geringen Wörteranzahl kein Leichtes ist. Die Schwierigkeit liegt tatsächlich darin, die wenigen Wörter richtig anzuordnen, erhalten sie doch, abhängig davon, an welcher Stelle im Satz sie stehen, eine vollkommen andere Bedeutung.

Trotz ihrer zurückgezogenen Lebensweise lernen Barbaren die Sprache der Menschen, die allgemein als Handelssprache gilt. Barbaren sind keine Freunde vieler Worte. Sprachliche Schnörkel und poetische Umschreibungen sucht man bei ihnen vergebens. Lesen und Schreiben können sie nicht, da beides in ihrem Alltag keine Bedeutung hat. Geschichten und Kenntnisse werden über Generationen mündlich überliefert. Außerdem malen sie künstlerische Darstellungen von bedeutsamen Ereignissen, um sie in Erinnerung zu halten und so für die Nachwelt zu bewahren.

Durch ihre enge Bindung zur Natur kommunizieren sie auch über den Einsatz tierischer Laute. Vor dem Kampf brüllen einige Hünen wie Bären und ihre Wachen heulen wie Wölfe, um Nachrichten über weite Distanzen zu übermitteln. Auch tierische Gestiken und Mimiken haben sie übernommen. Dazu gehört das bedrohliche Aufbauen vor Feinden und Zähnefletschen. Daneben muten ihre Bewegungsabläufe beim Laufen und Springen animalisch an.


Glaube

Die alten Riten und Bräuche der Barbaren erscheinen den meisten Völkern primitiv und unzivilisiert. Ihre Kultur umfasst einen vielschichtigen Glauben und eine komplexe Geisterwelt, um die sich viele Mythen und Legenden ranken. Naturgeister stellen den Mittelpunkt ihres Glaubens dar und prägen maßgeblich ihre Lebensweise. Über Generationen nahm die Anzahl der Geister, die im barbarischen Glauben eine Rolle spielen, immer weiter zu. Beispielsweise werden Tod und Kälte durch Großvater Winter verkörpert. Er zeige sich in dreierlei Gestalten, sagen die Schamanen: in Form eines Adlers mit schneeweißen Schwingen, im Körper eines in weiße Lumpen gehüllten Greises oder schlicht in der Kälte eines eisigen Windhauches. Großvater Winter zeigt den Toten den Weg zur großen Halle der Ahnen und geleitet sie dorthin.

Allen voran geht jedoch Sarmatijasch. Schon von Geburt an werden den Stammeskindern Geschichten über diesen Krieger erzählt, der, noch bevor es die ersten Barbaren gab, durch unzählige Ruhmestaten und seinen Heldenmut den Status eines göttlichen Wesens erlangte. Seine Stärke, Tapferkeit und Weisheit überragt die aller anderen Geister und er gilt als Urvater der Barbaren. Schon früh werden den heranwachsenden Barbaren Sarmatijaschs Heldengeschichten erzählt, um so in den Kindern den Ehrgeiz junger Krieger zu wecken. Seit jeher beschreiten Barbaren den Weg des Kriegers, leben sie doch nach Sarmatijaschs Ideal und den Tugenden ihrer Vorfahren.

Einige wenige Frauen werden sogar mit der Gabe des "zweiten Gesichts" geboren. Sie sind eine Art weibliches Gegenstück zum Schamanen des Stammes und haben die Fähigkeit mit den Naturgeistern zu sprechen. Diese so genannten "Hathran" bitten um den Beistand der Geister und werden durch ihre Verbundenheit zur Geisterwelt im Stamm hoch angesehen. Gemeinsam mit den Schamanen stellen sie das direkte Sprachrohr zur Geisterwelt dar.


Die heiligen Tiere

Zum fundamentalen Bestandteil der Geisterwelt der Barbaren gehören nicht zuletzt die heiligen Tiere: der Hirsch, der Wolf und der Bär. Jedes für sich symbolisiert eine der unumstößlichen Tugenden des stolzen Barbarenvolkes.

Der Hirsch

In den Sagen heißt es, dass Grimla, die Mutter des Waldes, in Gestalt einer Hirschkuh im Anbeginn der Zeit auf der Welt wandelte. Ihr wohnen das Wissen und die friedvolle Seite der Natur inne. Als die Welt noch jung und der Wald von einer schläfrigen Stille beseelt war, gebar Grimla mehr als tausend Kitze und erweckte so den Wald zum Leben. Deshalb wurde sie zum Symbol für die Fruchtbarkeit und das Leben.


Der Wolf

Als Grimla sah, wie ihre Kinder die Büsche und Bäume kahl fraßen und die Lichtungen abgrasten, schuf sie Asagard, einen riesigen Wolf. Er war ein geschickter und erbarmungsloser Jäger, der, vom Hunger getrieben, mit seinem Rudel, stets auf der Jagd nach Fleisch war. Mit ihm begann der Kreislauf von Leben und Tod. Die Alten behaupten, dass sein markerschütterndes Heulen noch immer weit über die Wälder getragen wird, wenn sich der Nachtvater in vollem Schein am Himmel zeigt. Auch soll dieser älteste und größte Wolf noch heute die Wälder durchstreifen. Er wurde zum Symbol für das Jagdgeschick, die Kampfeslust und die Brüderlichkeit.


Der Bär

Um die Harmonie der Kräfte aufrechtzuerhalten, schuf Grimla einen zweiten Sohn: Kovakarhu. Dieser erschien in Gestalt eines gewaltigen Bären mit goldenem Fell und wurde dazu bestimmt, als Bewahrer des Gleichgewichts über den Konflikt zwischen Asagards und Grimlas‘ Nachkommenschaft zu wachen. Unaufhörlich wandert er durch Wälder und Gebirge, immer bereit einzuschreiten, wenn das Gleichgewicht der Kräfte in Gefahr ist. Als naturverbundenes Wesen steht der Bär Kovakarhu, der nie mehr nimmt, als er benötigt, nicht nur für die Stärke, sondern auch für den Einklang, in dem die Barbaren mit der Natur leben.