Perlen vor die schmaechtige Sau: Tage - und Forschungsbuch eines Schmaechtlings

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Grimbald Gondolori
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Blasphemie - Huldigung des Namenlosens wider Willen

Beitrag von Grimbald Gondolori »

Grimbald war sich sicher, er hatte allerlei Abenteuer ueberlebt; von der Schlangeninsel war er als Veteran zurueck gekehrt, er hatte den Handlanger im Kultistenbau besiegt, sogar die Ophidaner waren nicht sicher vor seinen wiedereinkehrenden Abenteuern. Man konnte es ihm als nicht Uebel nehmen, dass er nun auch mit den Zyklopen ganz passabel umgehen konnte, ohne groessere Gefahren zu laufen...aber dann, dann sollte es doch tatsaechlich passieren..

Gerade am Eingang zur Einaug-Schlucht, ein besserer Name fuer die Gegend wie er fand, wiederfuhr ihm dann doch etwas, dass doch eigentlich nicht haette wiederfahren sollen. Dort traf er auf sie, Cathalaeyha Rho'hoen - wenn er sich richtig erinnerte war er sogar einmal kurz in einer Taverne in Surom wo sie gefeiert wurde...auch er hatte ihr gratuliert. Umso bestuerzter war er also doch, dass sie ihn dann wie ein gemeiner Bandit um sein Hab und Gut bringen wollte...

Natuerlich sagte sie, dass es ein Tribut an ihren Herren sei aber, Grimbald war es unverstaendlich das ein solch durchlauchtes Wesen wie der Namenlose, sich an einfachem Tand ergoetzen sollte. Sicherlich war es nur ihre eigene Habgier die sie zufrieden stellen wollte. Durch das Unverstaendnis kam natuerlich auch das naechste Missverstaendniss:

Da Grimbald es ja nicht so recht glauben konnte, dass ein Diener einer Goettlichkeit,  Tribut von jemandem verlange, wollte er besonders sicher gehen, dass er die Situation richtig verstand, er hatte ja von Legenden von Brueckentrollen gehoert, die wohl allerlei Tribut verlangten, wenn man ueber ihre Bruecke wolle...

"Hrm...das heisst ihr seid sowas wie einer dieser legendaeren Brueckentrolle die Tribut fordern?" - er wollte halt sicher gehen, dass er diese, seiner Meinung nach auesserst fragwuerdige Handlungen, richtig Verstand. Er wusste ja, dass manche von den Anhaengern des Namenlosen auch andere Sprachen sprechen, vielleicht war es nur ein Verstaendnisproblem der Sprache?  Aber nein, es wurde offenkundig das diese Dame wohl doch nur an seinem Hab und Gut interessiert war, besonders an seinen Stiefeln. 

Das es nur ihre eigene Habsucht war, stellte sich dann wirklich heraus als sie ihn dann dazu noetigte, sich auf die Knie zu begeben - sie nahm seine Frage persoenlich ob sie ein Troll sei (hatte sie das nicht mit ihren Worten und Taten dann auch bestaetigt?). Und so kniete er dort im heissen Wuestensand, zwischen einer vermeindlichen Waechterin und einem Zyklopenkadaver, um Verzeihung bittend. Ehe sie ihn dann dazu noetigte seine Stiefel auszuziehen und dann  auch noch zu dem Herren betete um ihn, dort knieend, mit einem Feuerball zu bewerfen. Vielleicht war der Namenlose ja doch weniger Durchlaucht, als er dachte, dass er solch ein Missbrauch seiner Diener zuliesse, hatte er doch nicht den Namenlosen beleidigt... es mussten Untersuchungen angestellet werden.

Aber die Peinlichkeiten hoerten nicht auf, und so zwang sie ihn auf dem heissen Wuestensand bis nach Solgard zu wandern..auf seinem Weg dorthin, bei jedem zweiten Schritt "Moege sein Schatten mich richten." . Aber, bei jedem Schritt plante auch Grimbald wie er Cathalaeyha richten koennte, und zwar hinrichten....


Grimbald Peinigung.png
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Grimbald Gondolori
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Des Buchbinders Freude - Gondoloris Grausiger Grimoire

Beitrag von Grimbald Gondolori »

Es war einige Zeit vergangen, in der Tat war es einige Zeit die da verstrichen war- leer waren viele Seiten in seinem Tagebuch geworden. Aber auch dies muss wohl mal so sein, besonders wenn das Leben, das Abenteuer und die Begehrde ueberhand nehmen. Viel war in der Tat geschehen, allem voran hatte er dann doch eine engere Verbindung mit Merle die er da aufgebaut hat. Warum sie ihn ansprechend fand, warum sie mit ihm sprechen wollte und vor allem warum sie ihm nahe sein wollte, ist immer noch ein Raetsel..aber dennoch, sollte sich alsbald ein neuer Eintrag im Tagebuch finden: 

'Es hat sich einiges getan in Nebelhafen, wenngleich ich mich fuer Gwendolyn freue Sorge ich mich mich dennoch um die anderen zwei Stimmen. Haben sie wirklich Interesse daran das Dorf zu foerdern?  Keinen der beiden hatte ich bei Aurea's Geschichtenabend gesehen. Wenn es mehr Leute ausserhalb Nebelhafens gibt die solchen Abenden beiwohnen, als Nebelhafner, dann musste man sich doch einmal fragen wo die Prioritaeten im Dorf lagen. 

Stimmen,deren Stille lauter schreit und Schritte so schnell und laut, dass alles andere verstummt - dies ist ist wohl das neue Nebelhafen. Aber Dinge kommen eben auch wie sie kommen sollen..

In erfreulichererer Nachricht, bin ich nun ein Magier des sechsten Zirkels und wohl als solcher der einzige Astralmagier der momentan in Nebelhafen verweilt. Obgleich die Zauber mit einiger Uebung aus der Inuition heraus kommen, ist es dennoch bedauerlich wie schwierig es ist an magisches Wissen zu kommen. Vielleicht muss ich wirklich eine Audienz bei Herrn Quintus erbitten, denn es kann ja nur eine Wahrheit geben und jene muss eben durch die Astrale Ebene fuehren. Sicherlich gibt es den verborgenen Pfad, das verborgene Wissen irgendwo das zu eben dieser Wahrheit fuehrt. Auch wenn mir Jahreszeiten nun nicht mehr ganz geheuer sind...

Auch muss ich berichten ,und eventuell ist es das beste das bis zum Schluss aufbewahrt wurde, das Merle ganz bezaubernd ist. Das sie meine Nachbarin ist und wir viel Zeit miteiander verbringen ist umso schoener. In genauere Befindlichkeiten zu gehen, ziehmt sich aber wohl nicht wenn man solche auf Pergament bannt. Obwohl sie so bezaubernd wie eben, nunja, ein Zauber ist den man aufs Pergament bannen koennte...sind manche Zauber dann eben doch nur Eingeweihten vorbehalten. 

Nun ruft aber die Arbeit, es will ein Buch gebunden und ein Einband geschaffen werden, sein zweites Werk und hoffentlich eines das viele Groschen erbringen wird: Gondoloris Grausiger Grimoire.'
 


Und wenn man ihn dann so in seinem Keller betrachtet koennte man folgendes erkennen:
Grimbald baut ein Buch.png

Der erste Schritt war es natuerlich die Seiten zurecht zu schneiden, sie durften nicht zu gross aber auch nicht zu klein sein. Halt eben genau richtig um ein schoenes, griffiges Buch zu ergeben. Sorgsam waehlte er dafuer die Rollen aus die er zurecht schneiden wollte. Hier und da wurden einige aussortiert wo die Bleichung nicht ebenmaessig genug vollzogen wurde. An anderen Stellen macht  er beherzte Schnitte um einige Verunreinigungen zu entfernen.  Dies war eine relative einfache Aufgabe, aber dennoch eine die gut gemacht werden wollte, war es doch das Grundgeruest auf dem ein jedes Buch aufgebaut wird.  So liess er sich also Zeit um die besten Schnitte zu sezten die er konnte und die besten Rollen. Danach wurden sie alle sorgssam an einer Seite gefaltet und mit einem Gewicht beschwert, auch dies war wichtig um das richtige Blaettergefuehl beim umblaettern zu erhalten.
Es folgten  geschickte Haende die, mit Nadel und Faden, dann begannen die Seiten zusammen zu naehen um einen soliden Halt zu bieten. Aufgrund der Thematik hatte sich Grimbald dann auch dazu entschieden, feinste Streifen aus Daemonenleder zu schneiden um diese dann als Faden zu benutzen. Immerhin, es war ja der Grausige Grimoire.  Hier und da, er war halt doch kein Schneider, stoch er sich dennoch mit der Nadel in den Finger und ein gewisser Gast in seinem Haus koennte vielleicht das ein oder andere Gefluche aus dem Keller vernehmen: „Verdammte Balrogpisse, diese Drecksnadeln....“. 

Nach mehreren Durchgaengen des Naehens, trotz kurzer Pause um die Blutung der Finger zu stoppen, wurde dann der Knochenleim zubereitet um den Seiten noch mehr Rueckgrat zu geben.  
Nun sollte der kreative Teil kommen, der Teil der ihm am meisten Sorge bereitete, da es etwas ist das er vorher noch nicht versucht hatte: den Ledereinband gestalten.

Erst wurde entworfen, dann verworfen, dann erneut skizziert und wieder ausgemertz, bis er sich dann mit sich selbst auf ein Aussehen einigen konnte und so machte er sich behutsam ans Werk.  Mit einem feinen Metallkeil began er langsam das Motiv auf die Lederhaut zu ritzen. Sorgsam und langsam, als wuerde eine falsche Bewergung das Werk ruiniern – was es auch tun wuerde, sollte er denn einen Fehler machen.  Nur Grimbalds Tonne des Schunds und die gefallenen Daemonen wussten, wie viele Fehler bei jenem Werk gemacht wurden...


Aber nach vielen Versuchen, gelang es ihm dann doch fehlerfrei den Ledereinband an den gewuenschten Stellen einzudruecken, damit er dann danach mit dem brennen Anfangen konnte. Zum Glueck war er des Zauberns taetig, er konnte als einfach mit konstanter Zauberei das einbrennen des Motifs beschleunigen ohne darauf warten zu muessen dass sein Werkzeug nach dem abkuehlen wieder heiss werden musste.  
Im letzten Schritt, vergnuegte er sich damit ein wenig feines Gold zu verwenden um einige der Buchstaben zu dekorieren. Nach vielen Naechten des schaffens war es dann endlich so weit, Seiten und der Einband konnten endlich vereint werden:

 
Gondoloris Grausiger Grimoire Cover.png


[OOC Disclaimer: Bild ist AI generiert.]
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Grimbald Gondolori
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Re: Sententiae haereticae: Die wahre Natur der Magie?

Beitrag von Grimbald Gondolori »

Es war einige Zeit vergangen, das Leben lebte vor sich hin und andere Dinge so wie diese Wächterin aus Surom waren zwar weniger schön, aber seine Zeit würde schon noch kommen. Wenn Naechte auch einmal nicht mit seiner Gefährtin oder seinen Kameraden verbracht wurde, war er eifrig dabei zu überlegen:

Warum war Magie so wie sie war und warum beeinflusste Magie alles und dennoch war es so schwer ihre Nähe auf dieser Ebene so deutlich zu erkennen? Diese Frage nagte am dem Schmächtling.


So stand er dann vor seiner Tafel in seinem Arbeitszimmer und theorisierte:

Hypothese:
Astralen Energie ist allgegenwärtig, in Menschen, Kreaturen, Pflanzen - in allem. Daeauf lässt schließen, dass auch "Götter" Wesen des Astralen sind.

Beweis:
Alles kann von Magie beeinflusst werden, Kameraden koennen gestärkt werden (Rel Sanct ist ein gängiger Zauber, als auch Uus Mani). Man könnte daraus schließen, dass das Ziel eines Zaubers der Veränderung, wenngleich temporär, der körperlichen Eigenschaften eine gewisse Gewilltheit demonstrieren muss. Welcher Gefährte würde keinen stärkenden Zauber im Kampfe gegen einen Drachen wertschätzen?

Die Gewilltheit scheint jedoch keine Rolle zu spielen; Auch ein Feind, ob nun ein gemeiner Bandit oder aber auch ein Drache oder Daemon sind augenscheinlich von solchen Zaubern wie Des Sanct betroffen - auch ein oft genutzter Zauber von jedwigem Magiewirkenden. Auch wirkt ein unvorsichtig ausgesprochener Staerkungszauber auf Gegner augenscheinlich in einem positiviten Sinne. Lediglich Untote sind hiervon bei einingen Zaubern auszunehmen...

Hinzu kommt, dass es auch Zauber gibt die universell ähnliche Effekte herbei führen, egal welcher Pfad sie ausspricht. Natürlich ist hier der In Mani Ylem gemeint, der allerlei Essbares hervor bringt. Dies soll als weiterer Hinweis daraufhin gewertet werden, dass Astrale Energie allgegenwärtig ist. Auch,dass Nahrung einfach so dadurch erschaffen werden kann. 

Konklusio:
In der gemeinen Konklusio bedeutet es also, dass dann unwerigerlich die Astrale Energie durch alles und jende fliesst und somit das Erschaffende von allem ist. Die Schwierigkeit der Ersichtlichkeit derAstralen Energie, ungleich den Elementen, besteht darin, dass sie eben in alles und jedem schlummert und dadurch ein generelles undurchsicthtiges Netz, vielleicht auch eine Art Decke, die wahre Sichtweise auf die Urspruenglichkeit verdeckt. So wernn man zu nahe am Feuer ist und das Sternenlicht nicht mehr sieht (ein Dank an Meister Quintus an dieser Stelle fuer den Ideengang).

In der letzten Konklusio, bedeutet dies dann auch das Goetter nichts weiter sind als Astrale Konstrukte, die über Zeit so mächtig geworden sind, dass sie ihren Pakttraegern eine Art eigene Magie anbiedern. Wenn man es genau nimmt ist ja der Glaube nichts weiter als das, ein Versprechen gegenüber dieses Astralen Konstruktes. Auch hier kann man die Ähnlichkeit erkennen, wo eine Priesterin es vermag ein Tor zu erschaffen, dass zwei Orte miteinander verbindet , kann dies auch ein Magier.


---------------
Dieser Gedanke lies ihn dann doch ein wenig panisch werden, er sollte, nein er musste auch noch mehr daruber nachdenken. Sicherlich musste es irgendwo einen Denkfehler gegeben haben, etwas das er nicht bedacht hatte. Das Gegenteil wuerde ansonsten sehr unangenehm werden, besonders wenn ihm sowas ausversehen hinaus rutschen sollte...
 
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Grimbald Gondolori
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Eine Kuriositaet am Tag, waechst dem Zwerg den Bart: Der Golemkern

Beitrag von Grimbald Gondolori »

Es war bereits einige Zeit vergangen, dass er dieses Artefakt erhalten hatte. Er konnte es immer noch kaum glauben, dass Kajid ihm sowas einfach so aushaendigen wuerde..um mehr oder minder damit zu spielen. Denn das war es eigentlich, am Ende des Tages; Forschen, untersuchen, sich Sachen verstaendlich machen das war etwas das doch dem spielen gleich kam - zumindest fure einen Schmaechtling. 

Und nun hatte er endlich Zeit und auch mehr Wissen darueber, wo dieses Artefakt her kam. Selbst wenn er dafuer ganz allein in das Himmelsgewoelbe eindrang, die Neugierde war zu gross um mehr ueber die Herkunft jenes Artefaktes zu verstehen. Dennoch war diese, ganz persoeonliche, Exkursion weniger erschluesslich und so stand er nun hier, in seinem Keller (das er liebevoll sein 'Laboratorium' nannte - wenngleich es ein weiter Schrei von eben jenem war)  und beauegte das Ding von allen Seiten. 

Golemkern Untersuchung Bild 1.png

Und was fuer ein prachtvolles Ding es doch war dieser, nun, dieses Golemherz. Denn war es doch jenes das eben diese Golems in den Himmelsgewoelben in sich trugen, wie Kajid dies so makellos bergen konnte - das war Grimbald ein Raetsel. Ob in einer faehigen Gruppe oder allein, niemals hatte er gesehen wie so ein Herz nicht im Kampfe zumindest ein kleines Stueck verloren haette, erlosch und fuer immer schwieg. Daher war  es dann doch kurios, dass es immer wieder aufs neue eben diese Golems mit, wohlbemerkt, schlagendem Herzen (obwohl war schlagen das richtige wort, vielleicht eher pulsierend?) gab. Dies liess ja eigentlich nur ein paar Moeglichkeiten zu:

1. Golemkerne sind konzentrationen von astraler Energie die durch eine Verunreinigung, eben jener Energie, Arme und Beine wachsen lassen um die Form des Golems zu erzeugen.
2. Golemkerne sind nichts weiter als gross-geratene Manakristalle, die von einem sehr faehigen Magus oder einem magisch-beruehrten Wesen erschaffen werden und ein faehiger arkaner Tueftler erschafft dann den Koerper. 
3. Golems kommen aus einer anderen Ebene die vielleicht nur aus Golems besteht und wir habe nur noch nicht entdecken koennen woher die Golems ihre Denkfaehigkeit haben.

Besonders die zweite Variante beunruhigte Grimbald dann doch ein wenig, aber auch die Neugierde wurde geschuert, als er dann begann noch weitere Zeichnungen und Notizen zu machen.
Golemkern Untersuchung Bild 2.png

Was Grimbald dann aber auf alle Faelle doch recht deutlich beurteilen konnte: Dieses Golemherz war eindeutig magischer Natur. Zumindest das, was sich im Inneren befand - man koennte sogar meinen das man die arkane Energie mit dem nackten Auge erkennt, wenn man denn nur weiss wonach man zu suchen hatte und gerade als Residenzastralmagier von und zu Nebelhafen, hatte er halt doch ein kleines Gespuer dafuer entwickelt. Man mag dem Schmaechtling vergeben, dass er naiv genug war um zu glauben, dass es ein grosses Kunststueck sei hoch konzentrierte astrale Energie als Magier in einem solchen Artefakt wahr zu nehmen.  Doch den Vorstellungen des Schmaechtlings waren dann keine Grenzen mehr gesetzt. 

Was fuer grosse Rituale man mit mehreren von solchen hoch-potenten Energiequellen ausfuehren koennte, vielleicht koennte man gar selbst diese Golems erschaffen so wie sie wohl, laut Bekannten, in Surom nun durch die Gegend  marschieren. Vielleicht, ja vielleicht, koennte man es sogar in eine riesige Manafalle umbauen - aehnlich so wie der In Ort Jux nur mit viel verherenderer Wirkung. Aber fuer solche Experimente war dann wohl dieses Artefakt zu kostbar und, nunja, auch nicht sein eigenes Artefakt. Aber die Moeglichkeiten...ja die Moeglichkeiten...die waren dann doch befluegelte Gedanken im Kopfe des Schmaechtlings. 

Golemkern Untersuchung Bild 3.png

Nach einigen weiteren Naechten der Beobachtung und des Studierens, wurde dann auch ein Report fuer Kajid angefertigt und an seinem Haus hinterlassen.
Sei gegruesst Kajid,

Wie versprochen habe ich mich endlich dem Golemherzen widmen koennen, welches mir anvertraut wurde.  Es dauerte einige Zeit da ich, zu dem Zeitpunkt als ich eben jenes erhielt, mich noch nicht in der Lage sah etwaige vernuenftigen Untersuchungen anzustellen. Ich zweifel, dass ich auch jetzt das Wissen um jenes Artefakt weiter bringen kann. Trotz allem, finde bitte hier einen kleinen Bericht ueber das Golemherz mit meinen eigenen, stuemperhaften, Ueberlegungen.

Observationen
Ein kugelfoermiges Objekt, nicht ungleich einer Edelsteinrune oder eines Manakristalles. Es schimmert blaeulich.
Fuer Magiekundige, zu erkennen ist die innehaftende magische Energie, die den Vergleich mit einem Manakristall wohl rechtfertigt.  Es ist eben ein Manakristall, der in einer Vielzahl von Verzauberungen benoetigt wird. Dadurch, dass das Herz fast unversehert ist, schliesse ich ausserdem, dass zu grosser Schaden wohl dazu fuehrt, dass die magische Energie entweicht und das Herz nutzlos macht. Auesserste Vorsicht ist also empfohlen so man gegene den Traeger dieses Herzen kaempft, so man denn ein solches Objekt bergen moechte.

In einem Selbstversuch, habe ich es nicht schaffen koennen solch ein Objekt ohne zu grossen Schaden, das heisst, ohne die Energie zu verlieren, bergen.  Auch in einer Gruppe mit faehigen Fleischschildern, sprich Schildtraegern, habe ich keinen Erfolg gehabt ein solches Objekt zu bergen. Dies ist trotz allgemein hoeher Kampf und Anatomieverstaendnis. Wie Du ein solches Herz entwenden konntest, sei mir ein Raetsel. 

Theorien ueber den Ursprung
Da es dennoch wohl eine widerkehrende Anzahl an Golems im Himmelsgewoelbe gibt, offenbaren sich, mindestens, drei gut Ursachen dafuer: 


1. Golemkerne sind konzentrationen von astraler Energie die durch eine Verunreinigung, eben jener Energie, Arme und Beine wachsen lassen um die Form des Golems zu erzeugen.
2. Golemkerne sind nichts weiter als gross-geratene Manakristalle, die von einem sehr faehigen Magus oder einem magisch-beruehrten Wesen erschaffen werden und ein faehiger arkaner Tueftler erschafft dann den Koerper. 
3. Golems kommen aus einer anderen Ebene die vielleicht nur aus Golems besteht und wir habe nur noch nicht entdecken koennen woher die Golems ihre Denkfaehigkeit haben.


Besonders die zweite Moeglichkeit bietet potential, da es bedeutet das man das Wissen ueber eben jenes erschaffen von Herzen und Golems erlernen koennte. Natuerlich scheint dies bereits erfolgreich in Surom geschehen zu sein - zumindest hatte man es mir so berichtet- aber ich vermute, dass eben jene suromesischen Golems nicht mit einem Golemherz fungieren. Allerdings, so muss ich gestehen, habe ich keinerlei Einsicht daruber ist Surom doch eine schwieririge Bandage ist (Jammerschade, da das Wissen das dort gesamelt wurde doch verlockend ist). 

Ideen zur Nutzung des Golemherzens

Da imense magische Enerige in dem Herzen vorhanden ist, ist es eventuell anwendbar als Energieqeulle fuer Rituale. Allerdings habe ich noch keinem grossen Ritual beigewohnt, dass einer zusaeztlichen Energiequelle bedarf, deswegen kann ich darueber nur spekulieren und meine Studiennotizen nutzen, welche von dem nutzen von Manakristallen zeugen. 

Mein eigener, vielleicht naiver, Gedanke ist, dass man eventuell eine solche Energiequelle als eine Energiequelle fuer einen sehr lang anhaltenden In Ort Jux, welcher am Zeitpunkt des springens der Falle, eindeutlich verheehrender waere als der gemeine In Ort Jux der von meiner Wenigkeit gewirkt werden kann. 

Natuerlich koennte mit solch einer Energiequelle sicherlich auch, so wie in Surom, ein Golem betrieben sein. In meinen Diskussionen mit einigen Gelehrten, waere ich auf die Idee gekommen, dass man etwas mit Valoritdraehten verwenden koennte um eine Art Puppe mit Faeden zu fertigen durch welche man dann eben Arme und Beine bewegen koennte - vielleicht eine Art Kontrolle ueber solch einen Golem haben.  Ich erwarte allerdings noch ein Werk ueber Metallurgie - erst dann kann ich genauere Auskuenfte darueber geben welches Metall denn fuer solch ein Vorhaben nuetzlich sei. 



Leider ist dies auch schon das Ende meines Wissens, dass ich von diesem Artefakt gewinnen konnte. Ich hoffe es hilft dir weiter - bei unserem naechsten Zusammentreffen werde ich dir das Herz natuerlich wieder zurueck geben.

Es verbleibt mit neugierigem Geiste,
Grimbald

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