Logbuch der Ameda
Verfasst: 12 Jan 2026, 13:40
Logbuch der Ameda
Erst als das Deck wieder in seinen Rhythmus fand, tat sich für Cataleya ein schmaler Spalt auf.
Die ersten Stunden waren kein "Tag" gewesen, sondern ein Griff nach Ordnung.
Stimmen, Taue, Wind, der an allem zerrte und an manchem. Jeder hatte etwas gewollt.
Platz, Rang, Recht, Bedeutung. Das Meer wollte nichts von alle dem.
Nun war Nacht. Die Laternen knisterten im Zug des Windes, das Holz arbeitete und unter ihr zog die Ameda ihren schwarzen Faden durch die See.
In der Kajüte saß Cataleya endlich still genug, um zu schreiben. Der Sextant lag griffbereit, Salz hing in den Falten ihrer Knochenhandschuhe.
So begann sie das Logbuch.
Tag neun im ersten Mond Jahr zwei
Kapitänslogbuch der Ameda
Tag Eins auf See, Auslaufen aus Surom
Aufgezeichnet von Cataleya Rho’en, Navigatorin, Führung an Bord im Auftrag der Säule des Krieges
Am Steg
Mir wurde das Kommando übertragen. Dracon ist Kanonier.
Ich zwinge mich, das Seemannswerk im Kopf wieder aufzuschlagen. Luv, Lee, Kurs, Wende, Handgriffe und Worte, die man ausführt.
Kanonen werden gesichtet, Material geprüft, Takelage gemustert. Ankerkette kontrolliert. Das Schiff wird gehorchen.
Nordleute laufen ein
Das Barbarenvolk kommt. Laut, direkt und seetüchtig. Leinen fest. Ich helfe beim Festmachen. Wer am Tau steht, ist selten ein Problem am Ende.
Rashka reicht mir später einen Beutel, Fernglas, Kompass, Sextant. "Vielleicht brauchst du’s, wenn wir getrennt werden."
Werkzeug welches auf See seinen Nutzen findet.
A’groniam an Bord
Der Imperator tritt auf. Seine Ansprache ist klar und deutlich.
A’groniam fordert Ordnung und den Sieg.
Ablegen
Ein Seemann brüllt, "ANKER EINHOLEN!"
Dann: "ALLE MANN AN BOOORD!"
Ich reiße den Ruf selbst über Deck: "KLAR MACHEN UND VORN ACHTERN!"
Nichts weiter als ein Ruf der Bereitschaft an Deck.
Sextant und Kartenmaterial liegen bereit. Die Ameda sticht in See. Surom wird klein und das Holz arbeitet.
Kurs und Wetter
Noch liegt der Nebel vor uns, wir halten direkt darauf zu, Vollmast geht es direkt darauf zu.
In der Ferne liegt die dichte Wand aus Grau.
Wir behalten sie im Auge.
Am Steuer der Streit
Ich setze das Ruder leicht Steuerbord, halte Überblick, halte Abstand und dann beginnt das übliche Gift.
Vaelor Nachtwind steht am Steuer und nennt sich Kapitän.
Er behauptet, im Auftrag des Imperators entsandt zu sein.
Ich stelle ihn ruhig, hart und ein einziges Mal im Guten, Du bist Steuermann. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Kommando übertrug die Säule des Krieges, Valleron Gadomar, mein Waffenbruder. Wer sich dem widersetzt, widersetzt sich nicht mir, sondern den Säulen.
Rhonya versucht zu ordnen, spricht sachlich von Abstand und davon, wie weit man für ein solches Schiff ausholen muss.
Ich greife nach dem Zweihänder, um klarzumachen, dass Worte hier Grenzen haben. Ich sage es Vaelor ein letztes Mal, Widersetzt er sich weiter, ist es Meuterei. Und Meuterei endet nicht mit Diskussion.
Späte Nacht, Die Entscheidung wird mir abgenommen
Die Berichte gelangen nach oben. Zu A’groniam, und A’groniam hat weder Geduld noch Zeit für Theater.
Als die Nacht über Deck sinkt und Laternen im Wind knistern, werde ich in meiner Kajüte geweckt.
Ein Bote steht da, lautlos als hätte die Dunkelheit ihn mitgebracht. In seinen Armen ein schweres Bündel, grob in Tuch gewickelt.
Er sagt nur wenige Worte. Ich solle an das Steuerruder treten.
Auf Deck
Ich gehe nach oben, lasse meinen Blick über die Mannschaft laufen, über jene die den Streit gesehen haben und vielleicht gehofft hatten, dass Lärm siegt.
Ihr habt gehört, wem widersprochen wurde. Dem Imperator.
Dies ist sein Schiff, seine Fahrt, sein Krieg.
Der Kurs Wird gehalten, dabei die Geleitschiffe der Ilythiiri und der Barbaren im Blick. Wichtige Verbündete.
Erst als das Deck wieder in seinen Rhythmus fand, tat sich für Cataleya ein schmaler Spalt auf.
Die ersten Stunden waren kein "Tag" gewesen, sondern ein Griff nach Ordnung.
Stimmen, Taue, Wind, der an allem zerrte und an manchem. Jeder hatte etwas gewollt.
Platz, Rang, Recht, Bedeutung. Das Meer wollte nichts von alle dem.
Nun war Nacht. Die Laternen knisterten im Zug des Windes, das Holz arbeitete und unter ihr zog die Ameda ihren schwarzen Faden durch die See.
In der Kajüte saß Cataleya endlich still genug, um zu schreiben. Der Sextant lag griffbereit, Salz hing in den Falten ihrer Knochenhandschuhe.
So begann sie das Logbuch.
Tag neun im ersten Mond Jahr zwei
Kapitänslogbuch der Ameda
Tag Eins auf See, Auslaufen aus Surom
Aufgezeichnet von Cataleya Rho’en, Navigatorin, Führung an Bord im Auftrag der Säule des Krieges
Am Steg
Mir wurde das Kommando übertragen. Dracon ist Kanonier.
Ich zwinge mich, das Seemannswerk im Kopf wieder aufzuschlagen. Luv, Lee, Kurs, Wende, Handgriffe und Worte, die man ausführt.
Kanonen werden gesichtet, Material geprüft, Takelage gemustert. Ankerkette kontrolliert. Das Schiff wird gehorchen.
Nordleute laufen ein
Das Barbarenvolk kommt. Laut, direkt und seetüchtig. Leinen fest. Ich helfe beim Festmachen. Wer am Tau steht, ist selten ein Problem am Ende.
Rashka reicht mir später einen Beutel, Fernglas, Kompass, Sextant. "Vielleicht brauchst du’s, wenn wir getrennt werden."
Werkzeug welches auf See seinen Nutzen findet.
A’groniam an Bord
Der Imperator tritt auf. Seine Ansprache ist klar und deutlich.
A’groniam fordert Ordnung und den Sieg.
Ablegen
Ein Seemann brüllt, "ANKER EINHOLEN!"
Dann: "ALLE MANN AN BOOORD!"
Ich reiße den Ruf selbst über Deck: "KLAR MACHEN UND VORN ACHTERN!"
Nichts weiter als ein Ruf der Bereitschaft an Deck.
Sextant und Kartenmaterial liegen bereit. Die Ameda sticht in See. Surom wird klein und das Holz arbeitet.
Kurs und Wetter
Noch liegt der Nebel vor uns, wir halten direkt darauf zu, Vollmast geht es direkt darauf zu.
In der Ferne liegt die dichte Wand aus Grau.
Wir behalten sie im Auge.
Am Steuer der Streit
Ich setze das Ruder leicht Steuerbord, halte Überblick, halte Abstand und dann beginnt das übliche Gift.
Vaelor Nachtwind steht am Steuer und nennt sich Kapitän.
Er behauptet, im Auftrag des Imperators entsandt zu sein.
Ich stelle ihn ruhig, hart und ein einziges Mal im Guten, Du bist Steuermann. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Kommando übertrug die Säule des Krieges, Valleron Gadomar, mein Waffenbruder. Wer sich dem widersetzt, widersetzt sich nicht mir, sondern den Säulen.
Rhonya versucht zu ordnen, spricht sachlich von Abstand und davon, wie weit man für ein solches Schiff ausholen muss.
Ich greife nach dem Zweihänder, um klarzumachen, dass Worte hier Grenzen haben. Ich sage es Vaelor ein letztes Mal, Widersetzt er sich weiter, ist es Meuterei. Und Meuterei endet nicht mit Diskussion.
Späte Nacht, Die Entscheidung wird mir abgenommen
Die Berichte gelangen nach oben. Zu A’groniam, und A’groniam hat weder Geduld noch Zeit für Theater.
Als die Nacht über Deck sinkt und Laternen im Wind knistern, werde ich in meiner Kajüte geweckt.
Ein Bote steht da, lautlos als hätte die Dunkelheit ihn mitgebracht. In seinen Armen ein schweres Bündel, grob in Tuch gewickelt.
Er sagt nur wenige Worte. Ich solle an das Steuerruder treten.
Auf Deck
Ich gehe nach oben, lasse meinen Blick über die Mannschaft laufen, über jene die den Streit gesehen haben und vielleicht gehofft hatten, dass Lärm siegt.
Ihr habt gehört, wem widersprochen wurde. Dem Imperator.
Dies ist sein Schiff, seine Fahrt, sein Krieg.
Der Kurs Wird gehalten, dabei die Geleitschiffe der Ilythiiri und der Barbaren im Blick. Wichtige Verbündete.