[Magiebegabte] Neue Welt. Uralte Mächte. Magie.

Rollenspielforum für Geschichten.
Gesperrt
Benutzeravatar
Erzähler
Support (Staff)
Beiträge: 11
Registriert: 03 Aug 2023, 20:39
Been thanked: 11 times

[Magiebegabte] Neue Welt. Uralte Mächte. Magie.

Beitrag von Erzähler »

In den verborgenen Hallen der Zeit,
wo die Sterne flüstern, und die Dunkelheit wacht,
erhebt sich eine uralte Macht,
gewoben aus den Fäden der Vergangenheit.

Ihre Wurzeln reichen tief in die Erde,
Ihr Atem ist der Wind, der über die Berge streicht.

Ihre Augen spiegeln das Geheimnis der Welt wider,
Und ihre Präsenz durchdringt die Schleier der Realität.

Die Uralte Macht ist Freund und auch Feind,
Sie ist ein Teil des kosmischen Gefüges,
Ein Hinweis auf Veränderung und Wandel.

Diese Worte schrieb ein Chronist der alten Zeit, viele … viele Jahre zurück und heute längst vergessen. Zeilen, die niemand jemals wieder zu Gesicht bekommen wird, denn jener der sie schrieb ist schon längst vergangen. So wie auch die vielen anderen einstigen Bewohner der neuen Welt. Und doch sind es diese Zeilen, die heute mehr denn je eine Antwort für das liefern, was vor gut einigen Wochenläufen seinen Anfang nahm.

Eine Veränderung …

Bereits mit der Ankunft auf der neuen Welt hatten die Flüchtenden des alten Kontinents die Veränderungen bemerkt, die ihnen beim Betreten der neuen Welt begegneten. Einige davon waren prägnanter und einflussreicher als andere. So spürten auch die Magier, gleich welchen Rang und Pfad, eine drastische Veränderung, die ihre Zauber und auch ihre Macht erheblich beeinflusste. Zauber wirkten anders und es brauchte nun einen Fokusgegenstand, um die arkanen Mächte zu bündeln. Andere Zauber, wie etwa der Markierungszauber gelangen nur an sehr wenigen Orten und nicht mehr nahezu überall, wie es auf dem alten Kontinent der Fall war. Und doch arrangierte man sich damit … notwendigerweise. Doch die Magier der höheren Weihen und jene mit einem besonderen magischen Gespür merkten, dass die neue Welt, in der man gelandet war, anderen Gesetzen folgte als die alte Welt. Erste Gerüchte wurden laut, dass es mit dem magischen Sturm zusammenhängen könnte, den man auf dem Weg hier her durchquerte und wer weiß … vielleicht war an diesen Gerüchten ja sogar etwas dran, doch aktuell konnte man sich nur den Herausforderungen stellen, die sich tagtäglich auftaten. Obschon der ein oder andere gerne mehr herausfinden wollte …

Doch verborgen vor aller Augen begann mit der Ankunft der Flüchtlinge ein Prozess des Erwachens, der Veränderung und Anpassung.
Nicht aufzuhalten und älter als die meisten bekannten Wesen.

Die Rückkehr des Manas und der astralen Bindungen, die ein jeder Flüchtling, egal welchen Volkes und welcher Profession mit auf die neue Welt brachte. Die schiere angelandete Masse von magischen Artefakten, die Erschaffung neuer machtvoller Foki, Edelsteinrunen und anderen magischen Dingen. Von verzauberten Rüstungen und Waffen bis hin zu magischen Bankkästchen. All dies war Nahrung für diese erwachende Kraft. Und doch würde jeder, der aktuell versuchen sollte diese Kraft wahrzunehmen, scheitern. Doch wie lange würde dies noch so bleiben? Je größer und umfangreicher die Veränderungen würden, umso auffälliger würde es werden. Doch am Ende gehörte all dies zum Lauf der Dinge … dem ewigen Kreislauf, der wieder und wieder durchlaufen wurde. Und die nächste Veränderung würde nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Bereits vor ein paar Tagen hatten die Magier der Lande ein Ziehen und Zerren im astralen Gewebe gespürt. Was für den einen wie ein kurzer stechender Kopfschmerz war, war für den anderen vielleicht ein kurzes Gefühl des Fallens. Wie es sich für die Einzelnen auch geäußert haben mochte, sie alle hatten etwas gespürt.

Doch sollte es bei diesem kurzen Gefühl nicht bleiben …
Benutzeravatar
Erzähler
Support (Staff)
Beiträge: 11
Registriert: 03 Aug 2023, 20:39
Been thanked: 11 times

Ein Sturm. Eine Verschiebung. Ein neuer Blickwinkel.

Beitrag von Erzähler »

Geschehnisse für Astralmagier, auch klerikale Magier/Rassenpriester, die dem astralen Pfad folgen sind betroffen:

Bereits seit Tagen fühlst du dich… unruhig. Seit diesem Abend, als du diese seltsame Bewegung im astralen Gefüge gespürt hattest, lässt dich der Gedanke daran nicht los. Mal mehr, mal weniger nagt der Gedanke an dir, dass dies doch irgendetwas bedeuten muss. So war das doch schließlich immer in der Magie, nicht wahr? Immer wenn etwas komisch war, dann droht doch etwas schief zu gehen. Man kennt es ja. Aber… nichts. Die Tage waren vergangen und seither passierte nichts weiter, außer dass deine innere Unruhe wuchs. Du kannst es noch nicht mal richtig benennen. Nicht greifen. Vielleicht wirst du einfach krank? Wer weiß. Auch ein Magier ist nicht gefeit vor einer läppischen Erkältung.

Du legst dich früh schlafen an diesem Abend. Neben der Unruhe fühlst du dich auch ausgelaugt. Dennoch wird es dauern, bis der Schlaf kommt. Die Geräusche der Umgebung wirken heute Nacht besonders laut und störend. Und dieser Seemann da draußen, der sein Leid irgendwem – oder sich selbst – im Vollrausch klagt. Möge er doch endlich Ruhe geben! Doch du hast einfach keine Lust und auch keine Kraft dich von deinem Lager zu erheben, und dich zu kümmern. Unruhig drehst du dich hin und her, bis endlich doch der Schlaf kommt. Unruhig ist er. Paradox traumlos und zugleich voller wirrer Bilder. Am Firmament ziehen die Gestirne ihre Bahnen und am Horizont trübt sich das Nachtblau allmählich mit zartem rötlichem Schein, der den nahen Morgen ankündigt. Ein erster Sonnenstrahl scheint dir ins Gesicht… Moment… was?

Grell. Blendend weiß und brutal.

Nein, das war kein Sonnenstrahl, der dich aus deinem ruhelosen Schlummer reißt. Und es war auch nicht deine übliche Umgebung, die Realität, in die dich dieses Erwachsen schleuderte. Du findest dich inmitten eines Sturms. Hin und her geworfen zwischen harschen Winden, die nah die peitschen. Zerren sie an deinem Leib? Oder war es nur dein Geist? Du bist dir unsicher. Weder Umgebung noch dich selbst kannst du klar erfassen, denn immer wieder zucken grelle Blitze um dich herum und… durch dich hindurch! Alles dreht sich. Du drehst dich. Der Sturm dreht sich. Alles… Schwindel erfasst dich. Vage keimt die Erinnerung in dir hoch, an diesen Sturm, jener der offenbar diese Inseln umschloss und durch die du dich gemeinsam mit all den anderen Geflüchteten gekämpft hattest. Diese Aufladung in der Luft… die Intensität… sie fühlt sich genauso an. Unnatürlich und gleichzeitig ist diese Macht ein Teil des Gewebes…

astralsturm.jpg
erstellt mit BingCopilot

Verzweifelt versuchst du dich aus dieser Lage zu befreien. Du versuchst instinktiv Schutzzauber um dich zu weben, doch du kannst weder einen klaren Gedanken fassen, um ein Bild zu formen, geschweige denn dich auf die Formel konzentrieren. Und dein Geist selbst fühlt sich… leer an… Das Mana, was alles durchtränkt… es entzieht sich dir. Es fühlte sich an, als flösse es überall hin, weg von dir, zerrinnt dir zwischen den Fingern und floss hinaus in den Sturm und nährte ihn noch stärker. Angst erfasst dein Herz. Schiere animalische Angst. Doch je mehr Mana du versuchst an dich heranzuziehen, desto mehr zerfließt es und drängt von dir fort.

„NEIN!“

War das deine Stimme? Oh, … ja… du hast voller Panik und Wut geschrien und tatsächlich hallt das Wort in deinen Ohren wider in der plötzlichen Stille um dich herum. Nichts zerrt mehr an dir und Schwärze umhüllt dich wie ein samtiges Tuch. Wo eben noch der Sturm tobte, war… Nichts. Oder… nein, da war etwas. Ein… Tropfen? Als würden Regentropfen von Blättern perlen und in eine Pfütze landen. Dann… ein weiterer und noch einer. Und noch einer, bis du glaubst, das Rauschen von Regen zu vernehmen. Oder war es das Meer? Erneut steigt ein beklemmendes Gefühl in dir auf, als das Rauschen immer lauter wird. Die Schwärze weicht nun einem bläulich hellen Schimmern, als sich ringsum das astrale Gewebe auftürmt und in Wellen über dir zusammenschlägt und dich in den Fluten mit sich reißt.

Hilflos schnappst du nach Luft, als dein Kopf die Oberfläche durchbricht.
Dein Herz rast und dein Atem rasselt in der Brust.

Du starrst von deinem Nachtlager hinauf und erblickst deine übliche, vertraute Umgebung. Nassgeschwitzt und erschöpft liegst du da. Der Morgen graut langsam und erste Vögel zwitschern ihr Lied, als wäre nichts geschehen. Die innere Unruhe vom Vortag war etwas anderem gewichen. Ein Gefühl, dass du – solltest du schon ein erfahrener Magier sein – schon sehr, sehr lange nicht mehr hattest. Dieses Gefühl, welches Kundige und so manche Lehrlinge noch sehr gut kennen: diesen Strom der Magie, die man gerade frisch entdeckt. Die prickelnd durch die Adern zu fließen schein, als man feststellt, dass man die Gabe in sich trägt. Beängstigend und berauschend zugleich.

Solltest du jetzt versuchen einen Zauber zu wirken, wirst du vielleicht im ersten Moment dich etwas sortieren müssen, doch wie üblich wirst du dich dann auf deine Formeln und das Mana konzentrieren können. Dennoch wirst du alsbald feststellen, dass irgendetwas anders ist… Die Zauber haben sich verändert…ihre Wirkung und teilweise wirst du nun auch neue Formeln erforschen müssen. Wie seltsam…

Auch als Lehrling wird dir deutlich klar, dass sich insgesamt irgendwas verändert, hat seit dieser Nacht. Bist du ein erfahrener Magier, spürst du, dass sich das Astrale Gewebe anders als sonst anfühlt. Vertraut, aber … anders. Du kannst es nicht genau greifen. Solltest du dich des Rangs eines Meister- oder gar Erzmagiers rühmen, so wird dir dein geschulter und intensiver Blick auf das Astrale Gewebe sehr deutlich und praktisch ins Auge springend verraten, dass sich das Gewebe verändert hat. Neue Knoten sind hinzugekommen, andere Astrale Knoten haben sich verschoben oder aufgelöst. Man könnte es damit vergleichen, als hätten sich am Sternenhimmel plötzlich neue Konstellationen und Sternenbilder geformt. Es fühlt sich endgültig an. Vertraut und Neu zu gleich. Aber du hast das Gefühl… dies war nur eine, von vielen Veränderungen, die die Zukunft noch bereithält. Aber würdest du je wirklich erfahren, was genau passiert ist?

Geschehnisse für alle anderen Magieklassen, auch klerikale Magier/Rassenpriester, die anderen Pfaden folgen sind betroffen:

Während sich deine Kollegen vom Pfad der Astralmagie in dieser Nacht mit ihren eigenen Problemen quälten, wird auch deine Nacht nicht sonderlich ruhig sein. Gewiss hast auch du vor einigen Tagen diese Erschütterung im Astralen Gewebe gespürt, doch da du nicht direkt auf das Astralgewebe zugreifst, sondern in der Regel dich direkt an die Ebene deines Pfades wendest, war dieses Gefühl nicht so intensiv für dich. Sicher hast du hin und wieder in den letzten Tagen darüber nachgedacht, aber wenn du nicht gerade ein Faible für Forschung hast, hast du es vielleicht auch erst einmal mit einem Schulterzucken abgetan. Es passiert so viel Seltsames, da hast du vermutlich auch schon schlimmeres erlebt.

Aber dennoch… auch dich wird an diesem Abend eine seltsame Unruhe erfassen. Vielleicht wirst du nicht so rasch schlafen gehen, aber dennoch magst du dich wohl früher als üblich zurückziehen wollen. Auch du wirst ein wenig benötigen, bis du zur Ruhe kommst und der Schlaf sich einstellt.

Die Träume, die dich dann empfangen sind seltsam. Möglicherweise gar ein wenig verstörend. Du beobachtest im Traum einen seltsamen Sturm. Er erinnert dich an jenen Sturm, den du mit den anderen Geflüchteten vor der Ankunft auf diese Insel durchquert hattest. Wild peitscht der Sturm unter dir und du siehst verschwommene Gestalten darin, die scheinbar hin und her gewirbelt wurden. Grelle Blitze zucken und selbst wenn du kein Elementarmagier bist, ist dir verdammt klar, dass das keine natürlichen Blitze sein können – denn sonst wären diese Gestalten dort drin nicht lange am Leben. Du kannst förmlich die Verzweiflung und Panik der Gestalten im Sturm spüren. Du selbst hast das Gefühl, als zöge dich der Sturm an… oder nein… als flösse ein Teil der Kraft aus dir. Wenn du im Traum einen Zauber wirken willst, hast du das Gefühl, unfassbar viel mehr Konzentration und Kraft aufwenden zu müssen und es kostet dich sehr viel Mühe dein Mana beisammenzuhalten, doch es wird dir gelingen. Dennoch… du kannst den Gestalten im Sturm nicht helfen, selbst wenn du es wolltest. Wann immer du es versuchst, wirst du aufschrecken und die Szenerie beginnt schlicht von vorn. Als wäre das, was du beobachtest und spürst, ein schicksalhaftes Vorgehen,
das sich nicht mehr aufhalten ließe.

Dann hört der Sturm plötzlich auf und du befindest dich in samtiger Schwärze. Von fern hörst du das Rauschen von Wasser… ein Meer? Dein Geist kribbelt, als rolle eine machtvolle Welle auf dich zu. Doch gerade, als sie über dich schwappen könnte, erwachst du und blinzelst in den Morgengrauen.

Du fühlst dich nicht anders als sonst. Ein wenig unausgeschlafen und gerädert, doch für dich wird der Traum zunächst nur das Gefühl eines Traums verbleiben. Du bist es bereits gewohnt, dass sich seit deiner Ankunft in diesem Land, einige deiner Zauber verändert haben, aber - ob du darüber bereits vorher nachgedacht hast oder nicht – just in diesem Moment des Erwachsens, hast du das Gefühl, dass dieser Traum eine Erklärung dafür sein könnte. Ein wenig seltsam, nicht wahr? Doch für dich werden die kommenden Tage keinerlei Änderung mehr bringen. Nur das latente Bewusstsein, dass es eine Änderung gab. Irgendwo im Astralen Gefüge, doch du wirst es nur schwer greifen können, wenn du kein besonderes Gespür dafür hast.

[OOC Information: Die Anpassungen werden am 31.05. im Laufe des Tages aufgespielt.]
Gesperrt