Die Rückkehr — wortlos und im Schatten
Der Nebel lag schwer über dem Weg, als sie die Heimat Ravenholt hinter sich ließ.
Dort hatte sie gesucht, gehofft, geprüft — und doch nur Leere gefunden.
Etwas fehlte.
Etwas, das sie nicht benennen wollte.
Also wandte sie sich wieder jener Stadt im Süden zu, der einzigen, die sie noch unruhig machte.
Sie wusste, was sie dort zurückgelassen hatte.
Nicht viel… zumindest nicht sichtbar.
Nur einen Blick, eine Stimme, eine Nähe, die sie nicht vergessen konnte, egal wie sehr sie es versuchte.
Sie war nicht zurückgekehrt aus Zorn.
Nicht aus Pflicht.
Sondern wegen dieses leisen Ziehens in ihrer Brust, das stärker wurde, je weiter sie sich entfernte.
Als die dunklen Türme der Stadt im Dunst auftauchten, blieb sie kurz stehen.
„Wenn er noch dort ist…“
Der Gedanke huschte durch ihr Inneres wie ein Schatten, den sie nicht greifen wollte.
Sie richtete sich auf und ging weiter, Schritt für Schritt.
Nicht um etwas zu fordern.
Nicht um sich zu erklären.
Sondern weil sie wusste:
Manche Wege führen einen zurück, ob man es zugibt oder nicht — und manche Menschen lassen einen nicht los, selbst wenn man keine Worte dafür findet.
Virella de Draal- Wanderin des Schatten
- Virella de Draal
- Beiträge: 6
- Registriert: 25 Okt 2025, 21:08
- Has thanked: 1 time
- Been thanked: 4 times
- Virella de Draal
- Beiträge: 6
- Registriert: 25 Okt 2025, 21:08
- Has thanked: 1 time
- Been thanked: 4 times
Re: Virella de Draal- Wanderin des Schatten
Unterricht von Dracon zu Gesetzen und der Hierarchie in Surom
Der Abend senkte sich schwer über Surom, als Virella den schmalen Pfad am Waldrand entlangging.
Die Sonne stand tief, malte lange Schatten über die Erde und ließ die Mauern der Stadt im Rot des Tages erglühen.
Schon von weitem hörte sie das rhythmische Klirren von Metall auf Holz: Dracon war beim Holzhacken.
Er stand etwas abseits der Stadt, konzentriert auf die Arbeit, jeder Schlag präzise gesetzt.
Virella erinnerte sich daran, dass sie eigentlich gemeinsam zur Jagd aufbrechen wollten.
Doch als Dracon das Beil ablegte und die Stille der beginnenden Nacht sich breit machte, erfuhr sie, dass sich der Plan geändert hatte kein Jagdausflug, sondern ein Unterricht, der an diesem Abend stattfinden sollte.
Dracon würde über die Gesetze des Reiches sprechen, über seine Hierarchien, seine Ordnung.
Virella spürte sofort die Bedeutung dieses Moments und bat ihn, an diesem Unterricht teilnehmen zu dürfen.
Ihre Bitte entsprang echter Neugier, einem Wissensdurst, der sie schon seit ihrer Ankunft in Surom begleitet hatte.
Dracon erlaubte es ihr, und Virella kehrte rasch zurück, um ihre gesammelten Dinge in ihrer Kiste zu verstauen, bevor sie ihm zur Kommandantur folgte.
Der Raum der Kommandantur war kühl und schlicht, erfüllt von der gedämpften Schwere wichtiger Entscheidungen.
Nur Sam wartete dort bereits, ruhig und aufmerksam.
Dracon begann ohne Umschweife mit seinem Unterricht – einem präzisen, tiefen Einblick in die Struktur des Reiches.
An erster Stelle stand der Imperator Quadmoyo erster Wächter und Wiedergeborener des alt ehrwürdigen Hauses dritter Sohn des Herzog zu Surom
Über ihm gab es nichts, unter ihm alles. Unverrückbar, wie ein Stern in der Finsternis.
Darunter die drei Säulen des Reiches die höchsten Autoritäten nach dem Thron.
Dracon erklärte ihre Bedeutung mit einer Klarheit, die Virella fesselte.
Virella folgte seinen Ausführungen durch die Struktur der Stadtverwaltung. Die Stadthalterin.
Wer Bürger werden wollte, musste zur Mutter wie sie benannt wurde Sorsha von Schwarzenfels, Hüterin der Bürgerschaft .
Die Säule des Glaubens, vertreten durch Fürstin Marleen Lamont, hütet die Lehren des Namenlosen.
Die Säule des Krieges, unter der Führung von Valleron, wachte über das Militär.
Die Säule der Magie, geführt von Moragon, kontrollierte das Wirken der arkanen Kräfte.
Jede Säule trug einen Teil der Macht, und gemeinsam hielten sie das Reich im Gleichgewicht.
Dracon erklärte die Unterschiede zwischen Bürgern und Nicht-Bürgern.
Bürger besaßen Rechte, Land zu erwerben, Magie zu nutzen, Ressourcen zu sammeln, zu wählen, zu gestalten.
Nicht-Bürger hatten keine Rechte, nur Pflichten, doch die Tür zur Bürgerschaft stand ihnen offen, wenn sie sich bewährten.
Für Virella öffnete sich ein neuer Blick auf das Leben in Surom – ein Bild aus Pflichten, Chancen und strenger Gerechtigkeit.
Der Unterricht führte weiter in die Gesetze.
Das Recht des Stärkeren, das Kämpfe zwischen Bürgern entschied.
Das Vermummungsverbot, das nur jenen vorbehalten war, die zu klar erkennbaren Gilden gehörten.
Die Regeln des Glaubens, der dem Namenlosen gehörte und dessen Verstöße allein von der Säule des Glaubens geahndet wurden. D
ie Garde, so erklärte Dracon, dürfe sich niemals einmischen, wenn Priester oder Wächter ketzerische Taten bestraften.
Über allem wachte die Garde, geführt von Kommandantin Cataleya Rho’en, deren Präsenz allein dafür sorgte, dass sich die Ordnung wie ein unsichtbares Netz durch Surom spannte.
Auch die Magie fand ihren Platz in dieser Ordnung.
Jeder magiebegabte Bürger durfte wirken ,und mit ausdrücklicher Genehmigung die nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Säulen zaubern durfte.
Dracon sprach über das niedere und hohe Recht – über Glaubensvergehen und arkane Verfehlungen, über Diebstahl, Schaden und Verrat.
Die Garde griff nur beim hohen Recht ein; beim niederen folgte sie den Vorgaben der Säulen.
Dann erklärte er Verbündete und Feinde des Reiches.
Verbündete wie die Dienerschaft des Namenlosen, die Bundmagier, die Dunkelelfen, die Barbaren des Nordens.
Feinde wie Solgard, die Königlichen Ritter, die Amazonen, die Hochelfenhäuser Northor und Areau.
Eine Welt voller Allianzen und Bedrohungen, die wie Schattengrenzen um Surom lagen.
Zum Schluss sprach Dracon über Lizenzen zur Ressourcengewinnung – eine pragmatische, aber wichtige Ordnung. Namen wie Nebelhafensöldner, Ramon de la Cruz oder Sadagar Cronber wurden genannt.
Alles konnte sich ändern, warnte Dracon, und man solle sich nichts einprägen, sondern stets die Lizenz vorzeigen lassen.
Als er endete, öffnete sich die Tür der Kommandantur.
Kommandantin Cataleya Rho’en trat ein.
Ihre Erscheinung wirkte wie eine Messerschneide.
Ohne ein Wort zu verlieren, nahm sie den Raum in Besitz.
Virella spürte, wie die Aufmerksamkeit aller sich sammelte, wie die Atmosphäre schwerer wurde.
In diesem Moment fasste Virella den Entschluss, der in ihr während des Unterrichts gereift war.
Das Reich, seine Strenge, seine Mächte – all das sprach zu ihr.
Sie wollte mehr als nur zuhören.
Sie wollte Teil davon sein.
Sie trat vor und erklärte, dass sie sich verpflichten lassen wollte.
Die Kommandantin nahm ihre Absicht zur Kenntnis und lud sie ein, am Tag des nächsten Donners, zur zwanzigsten Stunde, zu erscheinen.
Erst dort würde entschieden werden, ob Virella den Weg der Verpflichtung betreten durfte.
Als Virella später in die kalte Nacht hinaustrat, lag Surom ruhig unter dem Himmel. Doch in ihr brannte etwas Neues – der klare, entschlossene Wunsch, ihren Platz in diesem Reich einzunehmen, unter seinen Gesetzen, unter seinen Säulen.
Der Abend senkte sich schwer über Surom, als Virella den schmalen Pfad am Waldrand entlangging.
Die Sonne stand tief, malte lange Schatten über die Erde und ließ die Mauern der Stadt im Rot des Tages erglühen.
Schon von weitem hörte sie das rhythmische Klirren von Metall auf Holz: Dracon war beim Holzhacken.
Er stand etwas abseits der Stadt, konzentriert auf die Arbeit, jeder Schlag präzise gesetzt.
Virella erinnerte sich daran, dass sie eigentlich gemeinsam zur Jagd aufbrechen wollten.
Doch als Dracon das Beil ablegte und die Stille der beginnenden Nacht sich breit machte, erfuhr sie, dass sich der Plan geändert hatte kein Jagdausflug, sondern ein Unterricht, der an diesem Abend stattfinden sollte.
Dracon würde über die Gesetze des Reiches sprechen, über seine Hierarchien, seine Ordnung.
Virella spürte sofort die Bedeutung dieses Moments und bat ihn, an diesem Unterricht teilnehmen zu dürfen.
Ihre Bitte entsprang echter Neugier, einem Wissensdurst, der sie schon seit ihrer Ankunft in Surom begleitet hatte.
Dracon erlaubte es ihr, und Virella kehrte rasch zurück, um ihre gesammelten Dinge in ihrer Kiste zu verstauen, bevor sie ihm zur Kommandantur folgte.
Der Raum der Kommandantur war kühl und schlicht, erfüllt von der gedämpften Schwere wichtiger Entscheidungen.
Nur Sam wartete dort bereits, ruhig und aufmerksam.
Dracon begann ohne Umschweife mit seinem Unterricht – einem präzisen, tiefen Einblick in die Struktur des Reiches.
An erster Stelle stand der Imperator Quadmoyo erster Wächter und Wiedergeborener des alt ehrwürdigen Hauses dritter Sohn des Herzog zu Surom
Über ihm gab es nichts, unter ihm alles. Unverrückbar, wie ein Stern in der Finsternis.
Darunter die drei Säulen des Reiches die höchsten Autoritäten nach dem Thron.
Dracon erklärte ihre Bedeutung mit einer Klarheit, die Virella fesselte.
Virella folgte seinen Ausführungen durch die Struktur der Stadtverwaltung. Die Stadthalterin.
Wer Bürger werden wollte, musste zur Mutter wie sie benannt wurde Sorsha von Schwarzenfels, Hüterin der Bürgerschaft .
Die Säule des Glaubens, vertreten durch Fürstin Marleen Lamont, hütet die Lehren des Namenlosen.
Die Säule des Krieges, unter der Führung von Valleron, wachte über das Militär.
Die Säule der Magie, geführt von Moragon, kontrollierte das Wirken der arkanen Kräfte.
Jede Säule trug einen Teil der Macht, und gemeinsam hielten sie das Reich im Gleichgewicht.
Dracon erklärte die Unterschiede zwischen Bürgern und Nicht-Bürgern.
Bürger besaßen Rechte, Land zu erwerben, Magie zu nutzen, Ressourcen zu sammeln, zu wählen, zu gestalten.
Nicht-Bürger hatten keine Rechte, nur Pflichten, doch die Tür zur Bürgerschaft stand ihnen offen, wenn sie sich bewährten.
Für Virella öffnete sich ein neuer Blick auf das Leben in Surom – ein Bild aus Pflichten, Chancen und strenger Gerechtigkeit.
Der Unterricht führte weiter in die Gesetze.
Das Recht des Stärkeren, das Kämpfe zwischen Bürgern entschied.
Das Vermummungsverbot, das nur jenen vorbehalten war, die zu klar erkennbaren Gilden gehörten.
Die Regeln des Glaubens, der dem Namenlosen gehörte und dessen Verstöße allein von der Säule des Glaubens geahndet wurden. D
ie Garde, so erklärte Dracon, dürfe sich niemals einmischen, wenn Priester oder Wächter ketzerische Taten bestraften.
Über allem wachte die Garde, geführt von Kommandantin Cataleya Rho’en, deren Präsenz allein dafür sorgte, dass sich die Ordnung wie ein unsichtbares Netz durch Surom spannte.
Auch die Magie fand ihren Platz in dieser Ordnung.
Jeder magiebegabte Bürger durfte wirken ,und mit ausdrücklicher Genehmigung die nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Säulen zaubern durfte.
Dracon sprach über das niedere und hohe Recht – über Glaubensvergehen und arkane Verfehlungen, über Diebstahl, Schaden und Verrat.
Die Garde griff nur beim hohen Recht ein; beim niederen folgte sie den Vorgaben der Säulen.
Dann erklärte er Verbündete und Feinde des Reiches.
Verbündete wie die Dienerschaft des Namenlosen, die Bundmagier, die Dunkelelfen, die Barbaren des Nordens.
Feinde wie Solgard, die Königlichen Ritter, die Amazonen, die Hochelfenhäuser Northor und Areau.
Eine Welt voller Allianzen und Bedrohungen, die wie Schattengrenzen um Surom lagen.
Zum Schluss sprach Dracon über Lizenzen zur Ressourcengewinnung – eine pragmatische, aber wichtige Ordnung. Namen wie Nebelhafensöldner, Ramon de la Cruz oder Sadagar Cronber wurden genannt.
Alles konnte sich ändern, warnte Dracon, und man solle sich nichts einprägen, sondern stets die Lizenz vorzeigen lassen.
Als er endete, öffnete sich die Tür der Kommandantur.
Kommandantin Cataleya Rho’en trat ein.
Ihre Erscheinung wirkte wie eine Messerschneide.
Ohne ein Wort zu verlieren, nahm sie den Raum in Besitz.
Virella spürte, wie die Aufmerksamkeit aller sich sammelte, wie die Atmosphäre schwerer wurde.
In diesem Moment fasste Virella den Entschluss, der in ihr während des Unterrichts gereift war.
Das Reich, seine Strenge, seine Mächte – all das sprach zu ihr.
Sie wollte mehr als nur zuhören.
Sie wollte Teil davon sein.
Sie trat vor und erklärte, dass sie sich verpflichten lassen wollte.
Die Kommandantin nahm ihre Absicht zur Kenntnis und lud sie ein, am Tag des nächsten Donners, zur zwanzigsten Stunde, zu erscheinen.
Erst dort würde entschieden werden, ob Virella den Weg der Verpflichtung betreten durfte.
Als Virella später in die kalte Nacht hinaustrat, lag Surom ruhig unter dem Himmel. Doch in ihr brannte etwas Neues – der klare, entschlossene Wunsch, ihren Platz in diesem Reich einzunehmen, unter seinen Gesetzen, unter seinen Säulen.
- Virella de Draal
- Beiträge: 6
- Registriert: 25 Okt 2025, 21:08
- Has thanked: 1 time
- Been thanked: 4 times
Re: Virella de Draal- Wanderin des Schatten
Es war spät am Abend, als Virella ihren Weg hinunter ins Hafenviertel von Surom nahm.
Die Nacht lag schwer über den Gassen, durchzogen vom salzigen Geruch des Meeres und dem leisen Knarren der Schiffe im Hafen.
Eigentlich wusste sie, dass Revan längst fortgezogen war, hin zu Rosalie – und doch führte ihr Weg sie wie von selbst zu seinem alten Haus.
Als sie davor stand, zögerte sie einen kurzen Moment.
Dann hörte sie es: lautes Poltern aus dem Inneren. Ohne lange zu überlegen klopfte sie an die Tür.
Einen Augenblick lang geschah nichts.
Dann öffnete sich die Tür langsam, und Revan stand vor ihr.
Sein Blick war überrascht, fast entgeistert, als hätte er nicht mit ihr gerechnet.
„Virella…?“ murmelte er und trat schließlich zur Seite, um sie hereinzulassen.
Das Innere des Hauses war dunkel und karg.
Kaum Möbel, kaum Leben nur Schatten, die sich an den Wänden bewegten.
Während ihr Blick durch den Raum glitt, löste sich aus einer dunklen Ecke eine Gestalt.

Ein Mann trat aus dem Nebenraum, er war in eine dunkle Lederrobe gehüllt, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und doch war sofort spürbar, dass mehr hinter dieser Gestalt lag.
Als er näher ins flackernde Licht trat, zeichnete sich sein Gesicht ab: markant, ruhig, von einer rauen Schönheit, die nicht laut sein musste, um aufzufallen.
Etwas an ihm war unbestreitbar eine Ausstrahlung, die zugleich gefährlich und anziehend wirkte zumindest was sie in der Dunkelheit wahr nehmen konnte .
Und Virella… war für einen Moment vollkommen gefangen davon.
Nicht nur, weil er unsagbar gut aussah sondern weil sein Blick sie traf, als würde er sie wirklich sehen.
Tief. Unverstellt. Als hätte er sie schon einmal gekannt.
Als sich ihre Blicke trafen, geschah etwas, das sich nicht erklären ließ.
Es war keine Überraschung. Kein Misstrauen.
Sondern eine Vertrautheit, die tiefer ging als Worte.
Als hätten sich zwei Erinnerungen wiedergefunden.
Virella brach schließlich das Schweigen. „Hier ist es zu dunkel“, sagte sie ruhiger, als sie sich fühlte. „Kommt mit zu mir, dort ist es heller.“
Revan nickte sofort und der Fremde folgte nach einem kurzen Zögern.
Später stellte er sich knapp vor: Mordren Duskryn.
Bei Virella war es warm, das Feuer im Kamin erfüllte den Raum mit einem ruhigen, flackernden Licht.
Sie reichte beiden etwas zu trinken, und sie setzten sich.
Was als einfaches Gespräch begann, wurde schnell zu etwas Tieferem.
Zwischen Virella und Mordren brauchte es keine langen Erklärungen.
Worte fanden ihren Weg fast von selbst, als würden sie an etwas anknüpfen, das längst bestanden hatte.
Sie sprachen über Reisen, über das Unbekannte, über dieses innere Ziehen, das sie beide antrieb.
Und immer wieder erwischte sich Virella dabei, ihn anzusehen.
Diese ruhige Stärke.
Dieses selbstverständliche Auftreten.
Und dieses Gesicht, das sie nicht losließ.
Revan hingegen wurde mit der Zeit unruhig.
Schließlich sprang er auf. „Ich muss gehen“, sagte er hastig und war kurz darauf verschwunden.
Zurück blieben Virella und Mordren.
Und dieses Gefühl, das nicht nachließ.

Sie verstanden sich auf Anhieb, es war nicht laut, nicht aufdringlich eher ruhig, klar und selbstverständlich.
Zwei Menschen, die sich begegneten und sofort wussten, dass sie den gleichen Weg suchten.
Noch in derselben Nacht brachen sie auf.
Ihr Weg führte sie hinaus aus Surom, hinein in die Nähe des Feenwaldes.
Je weiter sie gingen, desto stiller wurde die Welt um sie herum und dann begannen die Lichter.

Kleine, schimmernde Funken tanzten zwischen den Bäumen, als wären sie lebendig es war ein Ort voller Magie, voller Ruhe und doch voller Geheimnisse.
Dort entdeckten sie einen gewaltigen Baum sein Stamm war so breit, dass er wie ein Tor wirkte
und tatsächlich: In seinem Inneren verbarg sich ein Zugang eine Treppe führte hinab.
Ohne viele Worte entschieden sie sich, hinunterzugehen.
Die Stufen waren alt, in das Holz gewachsen, als wäre der Baum selbst Teil dieses Weges der Gang führte tiefer hinein, warm und von einem leisen Echo erfüllt.
Am Ende öffnete sich ein verborgener Raum.
Eine heiße Quelle lag vor ihnen, aus der sanft Dampf aufstieg. Ein kleiner Wasserfall rann über glatte Steine und erfüllte die Höhle mit einem beruhigenden Klang. Ein Lagerfeuer brannte bereits, als hätte jemand es für sie vorbereitet, und Felle lagen ausgebreitet am Rand.
Ein Ort, der verborgen war und doch genau richtig erschien.
Sie beschlossen zu bleiben sie badeten in der warmen Quelle, sprachen über alles und nichts, und manchmal auch gar nicht.
Es brauchte keine großen Worte zwischen ihnen die Stille war ebenso vertraut wie jedes Gespräch.
Die Nacht verging, ohne dass sie es bemerkten.
Und auch die folgenden Tage verbrachten sie gemeinsam.
Nicht, weil sie mussten sondern, weil keiner von beiden gehen wollte.
Denn tief in ihnen war längst klar geworden das hier war kein Zufall.
Keine gewöhnliche Begegnung aber eine die tiefer und inniger wurde .

Die Nacht lag schwer über den Gassen, durchzogen vom salzigen Geruch des Meeres und dem leisen Knarren der Schiffe im Hafen.
Eigentlich wusste sie, dass Revan längst fortgezogen war, hin zu Rosalie – und doch führte ihr Weg sie wie von selbst zu seinem alten Haus.
Als sie davor stand, zögerte sie einen kurzen Moment.
Dann hörte sie es: lautes Poltern aus dem Inneren. Ohne lange zu überlegen klopfte sie an die Tür.
Einen Augenblick lang geschah nichts.
Dann öffnete sich die Tür langsam, und Revan stand vor ihr.
Sein Blick war überrascht, fast entgeistert, als hätte er nicht mit ihr gerechnet.
„Virella…?“ murmelte er und trat schließlich zur Seite, um sie hereinzulassen.
Das Innere des Hauses war dunkel und karg.
Kaum Möbel, kaum Leben nur Schatten, die sich an den Wänden bewegten.
Während ihr Blick durch den Raum glitt, löste sich aus einer dunklen Ecke eine Gestalt.

Ein Mann trat aus dem Nebenraum, er war in eine dunkle Lederrobe gehüllt, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und doch war sofort spürbar, dass mehr hinter dieser Gestalt lag.
Als er näher ins flackernde Licht trat, zeichnete sich sein Gesicht ab: markant, ruhig, von einer rauen Schönheit, die nicht laut sein musste, um aufzufallen.
Etwas an ihm war unbestreitbar eine Ausstrahlung, die zugleich gefährlich und anziehend wirkte zumindest was sie in der Dunkelheit wahr nehmen konnte .
Und Virella… war für einen Moment vollkommen gefangen davon.
Nicht nur, weil er unsagbar gut aussah sondern weil sein Blick sie traf, als würde er sie wirklich sehen.
Tief. Unverstellt. Als hätte er sie schon einmal gekannt.
Als sich ihre Blicke trafen, geschah etwas, das sich nicht erklären ließ.
Es war keine Überraschung. Kein Misstrauen.
Sondern eine Vertrautheit, die tiefer ging als Worte.
Als hätten sich zwei Erinnerungen wiedergefunden.
Virella brach schließlich das Schweigen. „Hier ist es zu dunkel“, sagte sie ruhiger, als sie sich fühlte. „Kommt mit zu mir, dort ist es heller.“
Revan nickte sofort und der Fremde folgte nach einem kurzen Zögern.
Später stellte er sich knapp vor: Mordren Duskryn.
Bei Virella war es warm, das Feuer im Kamin erfüllte den Raum mit einem ruhigen, flackernden Licht.
Sie reichte beiden etwas zu trinken, und sie setzten sich.
Was als einfaches Gespräch begann, wurde schnell zu etwas Tieferem.
Zwischen Virella und Mordren brauchte es keine langen Erklärungen.
Worte fanden ihren Weg fast von selbst, als würden sie an etwas anknüpfen, das längst bestanden hatte.
Sie sprachen über Reisen, über das Unbekannte, über dieses innere Ziehen, das sie beide antrieb.
Und immer wieder erwischte sich Virella dabei, ihn anzusehen.
Diese ruhige Stärke.
Dieses selbstverständliche Auftreten.
Und dieses Gesicht, das sie nicht losließ.
Revan hingegen wurde mit der Zeit unruhig.
Schließlich sprang er auf. „Ich muss gehen“, sagte er hastig und war kurz darauf verschwunden.
Zurück blieben Virella und Mordren.
Und dieses Gefühl, das nicht nachließ.

Sie verstanden sich auf Anhieb, es war nicht laut, nicht aufdringlich eher ruhig, klar und selbstverständlich.
Zwei Menschen, die sich begegneten und sofort wussten, dass sie den gleichen Weg suchten.
Noch in derselben Nacht brachen sie auf.
Ihr Weg führte sie hinaus aus Surom, hinein in die Nähe des Feenwaldes.
Je weiter sie gingen, desto stiller wurde die Welt um sie herum und dann begannen die Lichter.

Kleine, schimmernde Funken tanzten zwischen den Bäumen, als wären sie lebendig es war ein Ort voller Magie, voller Ruhe und doch voller Geheimnisse.
Dort entdeckten sie einen gewaltigen Baum sein Stamm war so breit, dass er wie ein Tor wirkte
und tatsächlich: In seinem Inneren verbarg sich ein Zugang eine Treppe führte hinab.
Ohne viele Worte entschieden sie sich, hinunterzugehen.
Die Stufen waren alt, in das Holz gewachsen, als wäre der Baum selbst Teil dieses Weges der Gang führte tiefer hinein, warm und von einem leisen Echo erfüllt.
Am Ende öffnete sich ein verborgener Raum.
Eine heiße Quelle lag vor ihnen, aus der sanft Dampf aufstieg. Ein kleiner Wasserfall rann über glatte Steine und erfüllte die Höhle mit einem beruhigenden Klang. Ein Lagerfeuer brannte bereits, als hätte jemand es für sie vorbereitet, und Felle lagen ausgebreitet am Rand.
Ein Ort, der verborgen war und doch genau richtig erschien.
Sie beschlossen zu bleiben sie badeten in der warmen Quelle, sprachen über alles und nichts, und manchmal auch gar nicht.
Es brauchte keine großen Worte zwischen ihnen die Stille war ebenso vertraut wie jedes Gespräch.
Die Nacht verging, ohne dass sie es bemerkten.
Und auch die folgenden Tage verbrachten sie gemeinsam.
Nicht, weil sie mussten sondern, weil keiner von beiden gehen wollte.
Denn tief in ihnen war längst klar geworden das hier war kein Zufall.
Keine gewöhnliche Begegnung aber eine die tiefer und inniger wurde .
