Ein Brief landet in Sadagars Briefkasten

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Sorsha von S.
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Ein Brief landet in Sadagars Briefkasten

Beitrag von Sorsha von S. »

Mein geschätzter Weggefährte,
wie mir scheint, haben durch die neuen Machtverhältnisse die Druiden die arkane Vorherrschaft über Nebelhafen gewonnen.

Die Führung Suroms wurde über ein Lager nahe dem Anwesen des BdH informiert, in dem explosive Fässer gefunden wurden und für dessen Lösung,
laut diesen Zeilen in  den Händen der Druiden liegt. Ich hätte gedacht, dass du für dieses Problem auch eine Idee besteuern könntest,
doch findet deine Stimme wohl kein Gehör.

Ich weiß nicht, wie lange du noch diesem Irrglauben hinterher hetzen möchtest, dass du dort willkommen bist.
Wenn ihr Einfluss weiter steigt, werden sie eines Tages vor deiner Tür stehen, dann spielt es keine Rolle, ob du dort lebst oder in Solgard.

Ich hoffe du findest den richtigen Weg, es wäre wirklich schade, wenn ich eines Tages deine Asche irgendwo zusammenkehren müsste.

gez. Sorsha
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Alaric
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Re: Ein Brief landet in Sadagars Briefkasten

Beitrag von Alaric »

Das Pergament schabte über das grobe Holz des Tisches, während er es gedankenverloren zwischen den Fingern drehte.
Die Sorshas Worte wirkten nach.

Sein Blick blieb an der Kiste seines Meisters hängen. Das Ding stand im Weg, wie alles hier.
Überall stapelten sich Apparaturen, verstaubte Bücher und die Überreste seiner Versuche.
Er bekam hier kaum noch die Arme auseinander, vom Arbeiten ganz zu schweigen.
Es gab zu viel zu tun und der Platz schrumpfte mit jedem Tag. 
Er wusste, dass sie hinter vorgehaltener Hand lachten.
„Bauernzauberer“,nannten sie ihn hinter seinem Rücken.
Unheimlich war er ihnen, ein Eigenbrödler, mit dem man besser nichts zu schaffen hatte.
Früher hätte ihn das vielleicht noch geärgert, heute löste es nur noch ein mattes Gefühl der Erschöpfung aus.
Sie mieden ihn und er ließ sie gewähren.

Er hatte es jahrelang ignoriert, war es ihm egal gewesen, aber langsam zehrte die Stille an seinen Nerven.
Die Isolation war kein Schutzschild mehr, sie wurde zum Käfig, fühlte sich einfach nur noch schwer an. 
Vielleicht war es Zeit für ein größeres Domizil, einen Turm oder ein altes Gemäuer.
Irgendetwas außerhalb von Nebelhafen, noch weiter draußen im Sumpf oder den Marschen,
wo man ihn gar nicht erst sehen musste.
Ein Ort, der groß genug wäre, um seine Experimente aus dem Schatten der Behelfsmäßigkeit zu hieven.

Er würde die Augen offenhalten, mehr als ein vager Gedanke war es ohnehin noch nicht.
Es fehlte ihm fast schon die Energie für einen Aufbruch. Er nahm die Feder.

Die Antwort die er schickte, blieb so einsilbig wie er selbst: 
„Ich betrachte, wäge ab und interpretiere!“
SC

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