[Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

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Viego/Katherine Sawyer
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[Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von Viego/Katherine Sawyer »

Ein Patrouillenritt kann so manch ein Geheimnis offenbaren.

An diesem Abend war es Mizrae die Ilharess des ersten Hauses Filifar, die einen ungewöhnlichen Pilz in der Krypta entdeckte. 
Ein Pilz der offenbar leben in sich trug, wie es eigentlich ,,normal" ist. Das faszinierende war hier jedoch, dass man regelrecht zusehen konnte wie der Pilz verdorrte als er von den Überresten des Untoten Exemplare entkommen wurde. Etwas, dass Katherine interesse weckte. Die erste Vermutung war, dass sich der Pilz von den Untoten Energien nährte. Fraglich ob diese Theorie stimmte und warum lag der Pilz nur auf den Überresten des Skelettes?  Nährte der Pilz sich solange bis das Untote Wesen zerfällt und darüber hinaus? Aber würde dann nicht irgendwann auch die Energie zu ende sein?

Fragen über Fragen....
Am nächsten Tag besuchte Katherine noch einmal die Stelle an der Mizrae den Pilz entnahm, untersuchte die Stelle, die Überreste des Pilzes. Die Restliche Krpyta wurde ebenfalls durchsucht, jedoch wurden hierbei keine weiteren stellen mit Pilzbefall gefunden.


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Demnach eröffnete sich noch eine Frage, wie breitet sich dieser Pilz aus? Und war er für die Unsterblichen also sie selbst auch eine Gefahr? Ein Gedanke der sie durchaus etwas reizte, bedachte man die momentane Lage der Vampire. Dennoch ein Grund mehr dem Pilz einer Forschung zu unterziehen.

Nachdem der Fundort des Pilzes nochmal untersucht wurde, nahm sie drei Untote Exemplare Gefangen, machte sie kampfunfähig, fesselte sie an ketten und nahm sie mit nach Surom. 


Screenshot 2026-05-09 190157.png


Screenshot 2026-05-09 190307.png


Auf ihrem Weg in die Akademie traf sie Hednar, den Wildling.
Wenn er schon immer wild umherlief könnte er in der Zwischenzeit doch auch mal nützlich sein. Also nahm Katherine den Wildling mit in die Akademie. Der Ritualkreis im Keller sollte als Gefängnis der Untoten dienen. Hednar war dafür zuständig einen Bannkreis zu ziehen, während sie die Untoten unter Kontrolle hielt.



Screenshot 2026-05-09 192809.png

Nachdem auch das vollbracht war, kreisten ihre Gedanken rasch wieder um die Möglichkeiten des Pilzes.
Welche Wirkung hat er genau? 
Wie verändert er womöglich das Verhalten von Untoten Wesen?
Wie lange dauert es bis der Pilz voll ausgewachsen ist? Und was ist ausgewachsen bei diesem Pilz?

Alles fragen die man nur bei einem Experiment beantworten konnte. 
Zumindest wenn ihre Theorie stimmte, dass der Pilz sich von den Energien der Untoten nährt, denn dann würde der mittlerweile verdorrte Pilz neues Leben erhalten.

In ihren Büro fertigte sie daher einen Aushang an und hing ihn an das Schwarze Brett der Akademie:

 
Alwanzessar es Tarhuil

Bürger Suroms, es gab einen Fund in der Krypta dieser Insel.
Eine Pilzart die sich den ersten Theorien nach von den Energien der Untoten nährt und daraufhin wächst.


Die Ilharess Mizrae hat diesen Pilz mir übergeben um mehr über ihn herauszufinden.
Daher beabsichtige ich innerhalb der Akademie ein Experiment mit diesem Pilz.

Hierfür wurden von mir drei Untote Exemplare im Keller der Akademie, in einem Bannkreis sichergestellt.
Ich rufe alle Interessierten Magier Suroms, sowie Bürger des Reiches und unsere Verbündeten die Dunkelelfen auf, sich am 13 Tage diesen Mondes zur 8 Abendstunde in der Akademie zu versammeln.

Bis zu diesem Zeitpunkt ordne ich jedoch an, dass der Keller der Akademie eine Sperrzone ist. Er ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Akademieleitung zu betreten. 
Die Schriftgelehrte Moira Wendellstein wird mit dieser Anordnung dazu beauftragt den Keller zu bewachen.

gez. Katherine Sawyer
Leitung der Magieakademie
Ysam Enis Alwanzessar 
Bild
OOC: 13.05 / 20 Uhr / Magieakademie Surom
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RPG Rakh Hednar
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Re: [Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von RPG Rakh Hednar »

Eine dunkle Zeremonie im Krypta-Ritual
 
 
Unter grauem Himmel und zwischen den knorrigen Wurzeln vor den Toren der Chaosstadt begegnete Hednar der Nekromantin Katherine Sawyer.
Die Luft roch nach feuchter Erde und abgestandenem Tod.
Drei untote Wesen bewegten sich hinter Katherine:
Ein schleifender Zombie und zwei klappernde Skelette,
deren leere Augenhöhlen dennoch wirkten, als würden sie beobachten.

Hednar blieb reglos stehen.
Unter seinen nackten Füßen bebte die Erde leicht.
Mòrkral lauschte.
Katherine sprach zuerst. Ruhig. Kontrolliert. Wie jemand, der den Tod studiert, statt ihn zu fürchten.
Doch Hednars Blick lag nicht auf den Untoten.
Er betrachtete die Wurzeln unter ihnen.
Sie bewegten sich falsch.
Nicht sichtbar für gewöhnliche Augen —
doch Hednar spürte es.
Stillstand.
Die Untoten waren nicht Teil des natürlichen Kreislaufs. Sie standen zwischen Leben und Verfall wie festgehaltene Kadaver.
Und sofort dachte Hednar an die Unzeitwurzel.
Während Katherine erklärte, dass sie Nachforschungen an den Wesen durchführen wolle, sprach Hednar von:
- Wurzeln, die nicht mehr faulten,
- Erde, die den Tod verweigerte,
- und Pflanzen, welche die Stimmen des Verfalls verloren hatten.
Katherine verstand vermutlich nicht alles, was der Druide meinte.
Doch sie verstand genug.
Gemeinsam gingen sie zur Magieakademie der Chaosstadt.
Tief unter den steinernen Hallen, in einem alten Kellergewölbe, bereitete Katherine ihre Untersuchungen vor.
Die Untoten wurden in die Mitte des Raumes geführt.
Und Hednar begann schweigend seinen Bannkreis zu errichten.
Aus Taschen und Knochenbeuteln zog er blutdurchtränkte Knochen, dunkle Erde, und kleine, wurzelartige Fetische.
Mit bloßen Händen zeichnete er Kreise aus Blut auf den kalten Boden.
Keine sauberen magischen Linien.
Sondern spiralförmige Zeichen, alte Stammesrunen, und Symbole des Kreislaufs.
Die Blutknochen legte Hednar entlang der äußeren Linie des Kreises.
Knochen erinnerten den Tod an sich selbst.
Für Hednar bedeutete dies:
Die Untoten sollten erkennen,
dass der Weg hinaus versiegelt war.
Dann tränkte er weitere Zeichen mit frischem Blut.
Lebendes Fleisch durfte den Kreis durchschreiten.
Totes nicht.
Als nächstes errichtete Hednar zwei Totems.
Das erste war ein schreckliches Gebilde aus Schädelteilen, schwarzen Wurzeln, Zähnen, und verwitterten Geweihstücken.
Das schreckliche Totem.
Hednar sprach dazu in der alten Sprache und schließlich in den rauen Lauten der Krr'Rorck.
Die Luft im Keller wurde schwer.
Selbst die Untoten bewegten sich langsamer.
Als würden sie sich erinnern,
dass sie eigentlich längst hätten vergehen sollen.
Das zweite Totem wirkte beinahe widersprüchlich.
Zwischen Knochen und Wurzelfasern pulsierte schwaches grünes Licht.
Das Heiltotem.
Nicht geschaffen, um Leben zu schenken —
sondern um lebendes Fleisch vor dem Einfluss falscher Verwesung zu bewahren.
Denn Hednar glaubte:
Wenn die Unzeitwurzel wirklich ihren Einfluss ausbreitete,
dann konnte selbst der Tod krank werden.
Während Katherine ihre Untersuchungen begann, verließ Hednar die Akademie, auf der Suche nach weiterer Erkenntnis.
Die Augen halb geschlossen.
Lauschend.
Und irgendwo tief unter den Fundamenten der Akademie meinte Hednar,
ein langsames Pulsieren zu hören.
Wie einen Herzschlag aus Erde.
Oder eine Wurzel,
die sich erinnerte.

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RPG Rakh Hednar
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Re: [Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von RPG Rakh Hednar »

Infektionen

Der Regen hatte bereits Stunden zuvor aufgehört.
Doch die Erde atmete noch feucht.
Zwischen den Wurzeln außerhalb der Chaosstadt wanderte Hednar barfuß durch das Unterholz, den Kopf leicht gesenkt, während seine Finger immer wieder über den Boden strichen.
Er lauschte.
Nicht mit den Ohren.
Mit etwas Tieferem.
 
Die Pflanzen dieser Gegend waren schwach geworden. Die Erde trug noch Leben, doch sie schmeckte krank. Zu trocken. Zu still. Hednar suchte nach fruchtbarem Boden für neue Wurzeln, für Kräuter und für die wachsenden Felder der Stadt.
Doch irgendwo zwischen den Hügeln hörte er etwas anderes.
Fäulnis.
Nicht natürliche Verwesung.
Etwas Verdorbenes.
Zwischen schroffen Felsen entdeckte Hednar schließlich den Eingang einer alten Druidenhöhle. Moos hing von den Steinen, Wurzeln krochen wie Adern über die Wände, und aus dem Inneren drang schwach rötliches Licht.
Pilze.
Hednar kniete nieder und berührte den Boden.
Warm.
Zu warm.
 
Langsam zog er den Umhang des Waldes enger um seinen Körper. Die Fasern des Mantels verschmolzen beinahe mit den Schatten und den Pflanzen der Umgebung, während Hednar lautlos tiefer in die Höhle glitt.
Im Inneren roch es nach feuchter Erde, altem Blut, und etwas Süßlichem.
Etwas Krankem.
Je weiter Hednar ging, desto dichter wurden die rötlich glimmenden Pilze. Manche pulsierten schwach, als würden sie atmen. Andere wuchsen direkt aus den Wänden.
Und dann fand er den ersten Kadaver.
Ein Wolf.
Reglos.
Sein Fell war von roten Pilzadern überwuchert. Aus den Augenhöhlen sprossen kleine glimmende Kappen hervor. Wurzeln und Pilzfäden hatten sich tief durch Fleisch und Knochen gefressen.
Hednar blieb schweigend davor stehen.
 
Die Erde darunter fühlte sich falsch an.
Nicht tot.
Festgehalten.
Wie etwas, das nicht vollständig vergehen durfte.
 
Unzeit.
 
Dann bewegte sich etwas.
Ein tiefes Knurren hallte durch die Höhle.
Aus einer dunklen Felsspalte trat ein weiterer Wolf hervor.
Oder das, was einst einer gewesen war.
Sein Körper war übersät mit glühenden Pilzkolonien. Zwischen den Rippen zuckte rötliches Licht. Pilzfäden hingen aus seinem Maul wie nasse Wurzeln, während seine Augen nicht mehr tierisch wirkten, sondern leer und krank.

Bild
 
Der Wolf sprang.
Hednar wich zurück, riss den Stab hoch und stampfte mit bloßem Fuß auf den Boden.
Wurzeln schossen aus der Erde und hielten die Kreatur für einen Moment fest.
Doch die Pilze pulsieren wild.
Die Wurzeln faulten augenblicklich weg.
Hednar erkannte sofort:
Die Höhle selbst nährte die Infektion.
Hier unten würde der Wolf nicht sterben.
Also tat Hednar das Einzige, was sinnvoll erschien.
Er zog das Wesen hinaus.
Der Druide lockte die Bestie durch die engen Gänge der Höhle, während sie immer wieder gegen Steine und Wurzeln prallte. Pilzsporen wirbelten durch die Luft wie glühender Staub.
Draußen angekommen peitschte kalter Wind über die Felsen.
Und Hednar hob beide Arme zum Himmel.
Er sprach nicht die Sprache der Menschen.
Nicht einmal die alte Sprache.
Die Worte klangen älter.
Rau.
Wie brechende Äste.
Wie rollender Donner.
Die Luft begann zu vibrieren.
Wolken zogen sich zusammen.
Und plötzlich schlug ein Blitz herab.
Direkt in die Kreatur.
Der infizierte Wolf schrie auf, taumelte — doch fiel nicht.
Weitere Blitze folgten.
Die Erde bebte unter jedem Einschlag.
Pilze platzten auf.
Rotes Licht spritzte wie glühende Flüssigkeit durch die Luft.
Beim letzten Einschlag brach der Wolf endgültig zusammen.
Dampf stieg aus dem verbrannten Fell auf.
Die glimmenden Pilze zuckten noch schwach —
doch der Körper bewegte sich nicht mehr.
 
Hednar trat langsam näher.
Er legte eine Hand auf den Kadaver.
Und spürte:
Die Krankheit lebte noch.
Nicht im Fleisch.
Tiefer.
Wie Wurzeln unter Erde.
Der Druide verweilte nicht lange.
 
Noch im selben Moment machte er sich auf den Weg nach Surom.
Zwischen den steinernen Gassen der Stadt suchte Hednar schließlich die Nekromantin Katherine Sawyer auf.
Viele mieden ihre Nähe.
Hednar nicht.
Denn wer den Kreislauf verstand, musste auch den Tod verstehen.
Mit wenigen Worten erklärte Hednar:
- die Höhle,
- die glimmenden Pilze,
- die falsche Verwesung,
- und die vermutliche Nähe zur Unzeitwurzel.
Katherine hörte aufmerksam zu.
Und als Hednar von einem Kadaver sprach, der selbst nach dem Tod noch von Infektion durchzogen war, erwachte sofort ihr Interesse.
Gemeinsam kehrten sie zur Höhle zurück.
Katherine betrachtete die verbrannten Überreste des Wolfes schweigend. Selbst sie schien zu erkennen, dass hier etwas arbeitete, das über gewöhnliche Nekromantie hinausging.
Mit arkanen Gesten öffnete sie schließlich ein Portal.
Der Kadaver wurde nach Surom gebracht.
 
Hinab in den Keller der Magieakademie.
Dort, zwischen Kerzenlicht, Totems und alten Bannrunen, begann Hednar schweigend seine Arbeit.
Der bestehende Bannkreis gegen Untote genügte nicht mehr.
Nicht gegen diese Krankheit.
Nicht gegen etwas, das selbst Verwesung verdarb.
Mit Blut zog Hednar neue Linien auf den kalten Steinboden.
Er platzierte Blutknochen, schwarze Pilzkappen, und Wurzeln verbrannter Erde entlang des Kreises.
Dann errichtete er einen zweiten Bannring.
Nicht gegen Tod.
Nicht gegen Geister.
Sondern:
gegen Ausbreitung.
Gegen Sporen.
Gegen Infektion.
 
Während Katherine ihre Untersuchungen vorbereitete, sprach Hednar leise mit der Erde unter den Fundamenten der Akademie.
Und irgendwo tief darunter meinte er erneut dieses Pulsieren zu hören.
Langsam.
Unnatürlich.
Wie eine Wurzel,
die nicht sterben wollte.
 
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Viego/Katherine Sawyer
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Re: [Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von Viego/Katherine Sawyer »

Und schon wieder Hednar... wie ein wilder kam er in die Bank gestürmt, stampfte mit den Füßen auf dem Boden herum... und doch aus einem Interessanten Grund.

Der Pilz wurde nur einmal in der Krypta gefunden, und nun fand Hednar ihn in einer Höhle in der Prärie. Ein Infizierter Wolf der ihn angriff, ein Pilz den Hednar mitnahm und schlussendlich suchte er Katherine auf.

Zusammen sahen sie sich den Infizierten Kadaver an, die stelle an dem der Pilz wucherte und Katherine etnschloss diesen Kadaver mitzunehmen, etwas besseres als Forschung konnte es nicht geben. Es müsse nur auf die Übertragung geachtet werden, denn wie der Pilz sich ausbreitet war noch ungewiss und da er sich offenbar auch an lebendem Gewebe nähren konnte war die Gefahr nun ein stück gestiegen. 

Der Infizierte Kadaver wurde ebenfalls in den Bannkreis der Akademie gebracht.. daraufhin schrieb Katherine eine weitere Anordnung der Akademie und hing jene an das Schwarze Brett in Surom...

 
Alwanzessar es Tarhuil

Es wurde ein weitere Fall der schon beschriebenen Pilz Ausbreitung entdeckt. 

Dieses mal vom Druiden Hednar in der Prärie. Ein Infizierter mit Pilz überwucherter Wolf griff ihn an, bevor er ihn erlegen konnte.
Zusammen entschlossen wir uns den Kadaver des Infizierten Wolfs ebenfalls in die Akademie zu bringen um ihn dort zu untersuchen.

Aktuell liegt der Kadaver des Wolfs gesichert im Bannkreis. 
Daher ergeht eine weitere Anordnung zu den bisherigen.
Der Keller der Akademie darf aufgrund des Kadavers nur noch mit Handschuhen und Mundschutz betreten werden, keine offenen Hautstellen sind erlaubt, da wir keinerlei Informationen darüber haben wie sich der Pilz ausbreitet und wie er andere infiziert.

Der Bannkreis mag aktuell die Gefahr fernhalten, dennoch muss eine Ausbreitung im Reich strikt vermieden werden.
Jede Zuwiderhandlung dieser Anordnung wird von der Akademie als Sabotage des Reiches wahrgenommen und entsprechend wird die Akademie jene Anklagen.

gez. Katherine Sawyer
Leitung der Magieakademie
Ysam Enis Alwanzessar
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Cataleya
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Re: [Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von Cataleya »

In ihren Gemächern herrschte nur das leise Knacken der einzelnen Kerzenflammen.
Der Geruch von Wachs, Pergament und kaltem Stahl lag schwer zwischen den steinernen Wänden, während Cataleya schweigend über die Zeilen gebeugt saß.

Immer wieder hielt sie inne, den Blick auf die Flamme der einzelnen Kerze gerichtet, als würde sie in deren Zittern Antworten suchen.

Als die letzten Worte gesetzt waren, legte sie die Feder beiseite und ließ das rote Wachs über die untere Ecke des Pergaments laufen.
Das Siegel der Totenwacht drückte sie fest hinein, ehe die schwarze Schleife darunter ihren Platz fand.

Eine Weile ruhte ihre Hand noch auf dem Schreiben.

Dann erhob sie sich langsam, griff nach dem zusammengerollten Pergament und trat an die Tür ihrer Gemächer.
Ein kurzer Ruf genügte, ehe ihr privater Bote erschien und schweigend das Haupt senkte.

"Dieses Schreiben geht an die Stimmen des Namenlosen."

Ruhig reichte sie ihm das Pergament.

Der Mann nickte wortlos, nahm das versiegelte Schreiben ehrfürchtig entgegen und verschwand kurz darauf in die Straßen Suroms,
während hinter ihm die Tür zu Cataleyas Gemächern langsam wieder ins Schloss fiel.

An Priester 10.05.26.png

Versteckt:Versteckten Text anzeigen

Tag 10 im fünften Mond Jahr Zwei n.d.F.d.N.

Barchmon Stimmen,
mit diesen Zeilen berichte ich von einer Begegnung im Seebachtal, die mich nicht loslässt und die ich nicht als bloßen Zufall zu deuten vermag.
In der Höhle dort stießen wir auf Wölfe, wie ich sie niemals zuvor sah.

Ihr Fleisch wirkte krank. Ihre Körper waren von etwas befallen, das nicht allein aus dieser Welt zu stammen schien.
Die Augen trüb, das Fell stellenweise ausgefallen, der Atem schwer wie Fäulnis.

Es wirkte wie ein Zeichen. Während ich jene Tiere betrachtete,
erinnerte ich mich an die Worte aus den Überlieferten Schriften, dem Buch des Kretan.
An die Entstehung. An jenen Augenblick, als der Entfesselte auf die Tiere niederblickte und das Heulen eines Wolfes vernahm. "Wolfsmenschen."
So sprach ER, und mit diesem Wort brachte ER jene hervor, die verborgen wandeln sollten zwischen Licht und Dunkelheit.

Ebenso erinnerte ich mich an die Spaltung.
An den Augenblick, da die Menschen des ewigen Lebens müde wurden und keinen Sinn mehr fanden in endloser Harmonie.

Es war der Namenlose, der Krankheit und Tod brachte, um die Menschen vom ewigen Stillstand zu befreien.

Vielleicht sehen wir nun erneut Zeichen davon. Es wirkte wie Wandel, wie eine Vorbereitung. Wie etwas, das seiner Ordnung vorausgeht.

Ich wage nicht zu behaupten, seinen Willen zu kennen.
Doch ich glaube, dass jene Wölfe ein Vorzeichen sein könnten.

Ein Mahnmal dafür, dass der Entfesselte seinen Blick erneut auf diese Welt richtet.

Darum halte ich es für meine Pflicht, diese Beobachtung den Stimmen mitzuteilen, auf dass jene weiser urteilen mögen als ich.

Ser B’Scheino. Treue und Unterwerfung dem Entfesselten. Dunkle Templerin Cataleya Rho’en

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Radesvald
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Re: [Quest] Ein Ungewöhnlicher Pilz

Beitrag von Radesvald »

Die Nacht war die perfekte Zeit um ein paar Reagenzien zu sammeln. Die sengende Hitze des Tages wich einem angenehmen nachglühen des Sandes, der sich mit dem frischen Wind von der See mischte. Seid der Unnatürliche Sturm der die Insel umgeben hatte die Wolken nichtmehr in einen dichten Wall zwang regnete es oft auf der Insel, das Klima wandelte sich. Radesvald stapfte über die letzten dünen ehe das Meer aus Sand der Steppe wich. Hinter ihm schritten drei große Gestalten mit unförmigen Körpern auf deren Kopf in eine distinkte Pilzkappe auswuchs. Zwei der Wesen, Manifestationen des Aspekt Trama,  waren stämmig und gedrungen, aus einem dicken Geflecht von zähen Fasern geformt. Das dritte war hochgewachsen und schritt mit erhobenem Kopf, wie ein Nobelmann unter seinem Gefolge. Dies war Oidium, ein Numen der Pilze das Radesvald als engster Vertrauter diente. Die platten Füße der Myconiden schienen sich mit jedem Schritt am Boden festzusaugen und zogen viele kleine Fäden unter sich wenn sie sich wieder ablösten. Sporen fielen aus den Kappen der drei Pilze mit jedem Schritt. Zum Glück waren die Wesen aus reiner Magie manifestiert, und ihre schleimigen Hinterlassenschaften lösten sich nach wenigen Momenten wieder in Mana auf.

Das karge gelbe Gras der Steppe wich einer grünen Wiese und das plätschern des Seebaches mischte sich mit den Geräuschen der Nacht als das seltsame Quartett sich dem Ufer näherte. Radesvald näherte sich dem Ufer und entdeckte, dank seinem Nachtsichtzaber, schnell die erste Alraune. Er bückte sich um die dunkle Wurzel vorsichtig aus der nassen Erde zu graben. Er verstaute die Pflanze in seiner Tasche und schritt weiter am Ufer entlang. Ein schauerlicher Schrei hallte duch die Nacht, rauh und gurgelnd, halb Wolfsheulen, halb heiserer Husten. Radesvald blieb stehen und lauschte. Die Trama Wächter hatten keine scharfen Sinne, aber reagierten auf ihren Druiden und nahmen eine defensive Position ein. Oidium schwankte im Wind und ein tiefes, blubberndes Gurren drang aus seinem inneren. "Ein krankes Tier?" flüsterte Radesvald. "Verwandschaft." dröhnte es aus dem Pilz.

Der alte Druide hob eine Braue und schlich vorwärts. Ein weiteres kratzendes Geheule ertönte, eindeutig aus der kleinen Höhle in der Nähe. Er deutete mit seiner Hand zu dem Eingang und die zwei breitschultrigen Tramas drängten nach vorne. Radesvalds Leibwächter waren nicht sehr subtil. Sie patschten ohne jeden Versuch sich zu verbergen die groben Stufen herunter, und drangen in den Hohlram unter der Erde ein in dem ein großer Baum wuchs. Der Schleier der Nacht lüftete sich als das Innere der Höhle in Reichweite des Nachtsichtzaubers kam, und sofort fiel der Blick des Druiden auf die Wesen darin. Wölfe, oder zumindest, was mal Wölfe waren. Sie waren riesig und aufgedunsen. Ihr Fell war an vielerlei Stellen ausgefallen und lilane Beulen übersähten ihr Fleisch.

Es blieb keine Zeit für eine genaue Studie der kranken Wölfe, sobald sie die Gruppe die in die Höhle kletterte erspähten setzen sie zum Angriff an. Der erste Wolf versuchte mit einem großen Satz auf den Druiden zu springen, doch einer der Trama schmetterte ihn aus der Luft. Die drei tentakelartigen Finger des Myconiden schlangen sich um den Kopf des Wolfes, während die andere Hand sich zu einer fleischigen Faust ballte und dem rasenden Tier einen Kinnhaken verpasste der er winselnd zurück in die Höhle schleuderte. Die anderen Wölfe scherten nach Rechts und Links aus, ihr instinkt im Rudel zu jagen intakt trotz ihres Zustandes. Der Enge Eingang verhinderte das sie Radesvald umzingeln konnten, also stürzten sie sich auf die Trama. Klauen und Zähne bohrten sich in das dicke Pilzfleisch, rissen und zerrten. Die zwei Leibwächter schlugen zurück, doch ihre Bewegungen waren langsam, und ihre Körper zäh aber weich. Es fehlte ihnen die Schlagkraft um viel mehr zu tun als die Wölfe in Schach zu halten.

Der Eingang der Höhle war ein Kneul aus schnappenden Wölfen und wild schwingenden Pilzfäusten. Die Trama begannen den Kampf zu verlieren. Die Wölfe rissen große Brocken aus dem Pilzfleisch. Rauch began die Höhle zu füllen als die magisch manifestierten Fetzen der Mykoniden ihre Form verloren und verdampften. Die Wölfe waren unglaublich stark in ihrem Wahnsinn. Es blieb keine Wahl, keine Möglichkeit sie zu heilen, sie mussten sterben bevor sie wirklichen Schaden anrichten konnten. Radesvald hob die alte Wurzel  die ihm als sein Magierstab diente, Worte der Macht schallten über den Kampflärm. Eine Welle positiver Energie flutete über das Gefecht. Das Fleisch der Trama schien nachzuwachsen und die Wesen erstarkten. Auch die Wölfe schienen sich etwas zu erholen, doch ihre Beulen wurden noch größer. als würde sich wasimmer die Tiere von innen verzehrte auch an dem Heilzauber laben. Der Druide began einen weiteren Zauber zu weben. Die Energie sammelte sich, fraß sich durch die Reagenzien und färbte sich mit ihrem Aspekt, brannte in seinem Körper und stieg ihm in den Kopf wie eine Droge, ehe die Worte ihr Form gaben. Der Boden der Höhle wölbte sich leicht als der Zauber in ihn hinein ströhmte. Ein dickicht aus Messergras und Würgeranken schoss aus der Erde. Hunderte von winzigen Schnitten begannen die Wölfe zu schwächen, Beulen platzten auf und ein klebriges violettes Pulver tropfte heraus. Die Trama gewannen die Oberhand, und trampelten die wilden Tiere in die mörderische Vegetation.

Radesvald seufzte als er über die ruinierten Körper der Wölfe stieg, vorsichtig sie nicht zu berühren. Dann sah er es, weiter hinten in der höhle. Ein weitere Wolf der bereits der Infektion erlegen war, übersäht mit lilanenen Pilzen. Er trat näher heran und blikte zu seinem stillen begleiter. "Was ist das für ein seltamer Pilz, Oidium?" Das Numen trat heran und ein dumpfes knurren konnte man von ihm vernehmen. "Ustilago Purpura, der Violette Beulenbrand" antwortete der Pilzmann in seinem dumpfen Monoton. "Er scheint bereitwillig im Fleisch zu wachsen, könnte er hilfreich sein für unser Experiment?", fragte Radesvald während er eine Probe des Pilzes sammelte. "Ustilago nimmt aber gibt nicht, Radesvald." Der Druide schaute überrascht zu Oidium und strich durch seinen Bart, "Du bist as Numen der Pilze, magst du diesen Pilz nicht?" Das Pilzwesend machte ein blubberndes, nasses Geräusch tief in seinem Körper, "Ustilago ist Teil von uns, doch auch wir haben unsere dunklen Seiten." Radesvald nickte, "Ein schwarzes Schaf in der Familie oder ein Verhalten auf das du nicht stolz bist?" Wieder brummte der Pilz und seine Kappe wackelte zustimmend. "Müssen wir was dagegen tun das er sich ausbreitet?" bohrte der Druide weiter. "Auch die unschönen Dinge die den Tod bringen haben ihren Platz. Wir werden nicht eingreifen wenn er nicht außer Kontrolle gerät." Ein erneutes nicken des Druiden. "Hoffen wir das keine weiteren Tiere davon fressen dann."

Der Druide und seine drei begleiter verließen die Höhle. "Bist du sicher das der Pilz den wir suchen existiert?" fragte er. "Ja, wir wissen das er existiert." "Aber wo?" "Wir haben nur in dieser Form Augen und Ohren, Radesvald. Kein Pilz weis wo er ist." Der alte lächelte, das Numen hatte viele menschliche Züge angenommen in ihrer Zeit zusammen, und doch verstand es die Welt in einer völlig anderen Art un weise, die oftmals nicht hilfreich war um die Fragen eines Magiers zu beantworten. Vielleicht war es Zeit ein paar weitere Augen zu involvieren um mehr seltene Pilze aufzuspüren.
 
Pilze.png
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