Zeitmagie

Aus Handbuch - Die Neue Welt
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Zeitmagie

Grundlagen der Zeit & die Arten ihrer Beeinflussung

Zeitmagie ist, wie der Name bereits verrät, eine sehr komplexe Art der Magie, welche die Manipulation von Zeit durch magische Hilfsmittel beinhaltet. Nur wenig ist über dieses Themengebiet bekannt, das meiste davon Thesen über die unvorhersehbaren Konsequenzen, die es birgt. Viele schlaue Köpfe dieser Welt haben sich bereits darin versucht, die Welt der Zeitmagie zu erforschen und ihre Geheimnisse für sich zu ergründen. Denjenigen, denen das Glück zur Seite stand und Erfolge darin erzielt hatten, öffneten sich Türen, die unvorstellbare und unbegrenzte Möglichkeiten boten.

Wie viele Teilbereiche der Magie, finden sich auch hier verschiedene Ausprägungen und Pfade, die sich auf bestimmte Aspekte der Zeitmagie beziehen und unbekannte Ecken zu erforschen versuchen. Eine kleine, wenn auch nicht vollständige Auflistung beinhaltet folgende Themengebiete: Zeitreisen Die wohl bekannteste Art der Zeitmagie, von der keiner behaupten könnte, nicht den Wunsch gehabt zu haben, es beherrschen zu können. Hierdurch verspricht man sich, in die Vergangenheit zu reisen und Geschehenes mit den eigenen Augen (neu) zu erleben, in die Zukunft reisen zu können, um an Wissen und Macht zu gelangen oder gar auf beides Einfluss zu nehmen.

Diese Art der Zeitmagie ist besonders gefährlich, da man damit rechnen muss, dass jede noch so kleine Handlung einen Schmetterlingseffekt auslöst, der die Zeitlinie massgeblich beeinflussen könnte. Eines der grössten Risiken stellt allerdings die Gefahr eines Zeitparadoxon dar. Eine Konsequenz die aus so einem Paradox resultieren könnte ist die Zeitzerplitterung: Ein Ereignis, dass für die entstehung paralleler Zeitlinien verantwortlich ist, die zu koexistierenden Zeitlinien führt oder im schlimmsten Fall dazu, dass zwei Parallelwelten ob der Ähnlichkeit zueinander drohen miteinander zu kollidieren, um eine einzelne, gemeinsame Zeitlinie zu bilden.

Zeitmanipulation Die Einflussnahme durch Beschleunigung, Verlangsamung oder Stoppung der Zeit, beispielsweise um andere vor Gefahren zu schützen oder in einem Kampf eine strategische Position einzunehmen. In der Regel bezieht sich dieser Zauber auf ein kleines, kontrollierbares Umfeld, das nicht mit der Zeitspanne interferiert und dadurch im Vergleich ohne grosse Bedenken gewirkt werden kann.

Hellsehen und Prophezeiungen Eine weitere Art, bei der Gebrauch von Zeitmagie gemacht wird, ist das Hellsehen von Ereignissen in der Zukunft. In der Regel betrifft das grosse, einflussnehmende Geschehen, da es aufgrund der Herausforderung und des Aufwands schlichtweg nicht praktikabel ist, von dieser Kraft Gebrauch zu machen, um Kleinigkeiten zu prüfen. Für viele unbekannt oder als reine Esoterik abgetan, sind Prophezeiungen auf solche Zukunftsblicke zurückzuführen, entweder durch magisch begabte oder höhergestellte Wesen, die durch arkane Magie oder intuitiv dazu in der Lage sind, einen Blick in den Spiegel der Zeit zu werfen.

Zeitsymbiose Es beschreibt die Verschmelzung des eigenen Zeitflusses mit der einer anderen Person oder eines Objekts, um deren Zeit zu teilen oder an ein Gegenstand zu binden. Ein Mittel, um das Leben anderer zu verjüngen, zu altern, zu erweitern oder um an theoretische Unsterblichkeit zu gelangen, so man in der Lage ist, das umwobene Objekt vor der Zerstörung zu isolieren.

Die Gefahr besteht hierbei vor allem für die mentale Gesundheit. Verschmelzungen könnten zu Identitätsverlust, der Übernahme unerwünschter Eigenschaften führen oder Instabilität solcher Verbindungen führen zusätzlich zu körperlichen oder geistigen Schäden, die den Wirkenden oder Mitläufer temporär oder permanent beeinträchtigen.

Zeitschleifen Zeitschleifen beschreiben einen festgelegten Zyklus, der sich nach Erreichen des Endes von vorne wiederholt und Dinge erneut erleben lässt, bis man einen Weg gefunden hat, die Schleife zu durchbrechen. Solche Zyklen können genutzt werden, um andere zu verfluchen und durch die seelische Folter zu ermürben oder um bestimmte Geschehen vorab zu analysieren und den bestmöglichen Weg zu wählen, besonders im Angesicht grosser Gefahren.

Zeitblasen

Das Schaffen von Zeitblasen dürfte die bekannteste und am meisten erforschte Art der Zeitmagie sein. Bekannt wurden sie vor allem durch die Globulen der Magokraten, die es ihnen erlaubten, zeitlose Sphären zu kreieren, die ihnen ermöglichten, ihre Werke über die Jahrtausende zu erhalten. Sie sind von grossen Nutzen, erlauben sie einem doch die Zeit so zu manipulieren, dass ein Aufenthalt in einer solchen Blase Jahre andauern kann, aber im ‘Hier und Jetzt’ nur wenige Stunden vergehen. Eine Gefahr dieser Blasen ist jedoch, dass sie auch für offensive Zwecke missbraucht und als Gefängnis für Individuen genutzt werden können oder einem das Gefühl für die Zeit den Fingern entrinnt und vergessen lässt, wie lange man bereits darin verbrachte. Oftmals fatal, denn eine Zeitblase mag einem zwar erlauben, für die Wahrnehmung anderer nur kurzzeitig zu verschwinden, doch die körpereigene Alterung setzt nicht aus.

Zeitparadoxon

Ein Zeitparadoxa entsteht, wenn ein Ereignis in der Vergangenheit oder Zukunft so beeinflusst wird, dass es in Widerspruch zum Logischen steht und dadurch unmögliche Situationen erschafft. Es gibt verschiedene Wege, wodurch Paradoxe entstehen, das wohl bekannteste Gedankenspiel ist das Grossvater-Paradoxon.

Gelingt es einem, in die Vergangenheit zu reisen und seinen Grossvater daran zu hindern, die Grossmutter zu treffen oder anderweitig zu intervenieren, damit die Geburt des eigenen Vaters verhindert wird, würde es im Umkehrschluss bedeuten, dass man selbst niemals geboren wurde. Wenn man allerdings nie zur Welt kam, konnte man niemals in die Vergangenheit reisen, um all dies zu verhindern.

Das Paradoxon entsteht somit, weil das eigene Handeln eine Kette von Ereignissen in den Gang setzt, die letzten Endes verhindert, dass man selbst existiert, was wiederum bedeutet, das man niemals in der Lage gewesen wäre, in die Zeit zurückzukehren und diese Tat zu begehen.

An sich klingt das Paradoxon, als wäre es unlösbar, denn es startet eine Schleife, die niemals endet. Die Ausnahme bilden allerdings verschiedene Blickwinkel auf die Thematik, die es zu prüfen gilt. Es gibt einige Ansätze, die eine Lösung für das Problem bieten könnten:

Bestimmungsprinzip

Dieses Prinzip besagt, dass alle Handlungen, die man tätigt und getätigt hat, Teil der Geschichte, respektive Bestimmung sind und zur eigenen Existenz geführt haben. Es wäre einem somit nicht vergönnt, die Geburt des eigenen Vaters zu verhindern, da der Verlauf des Universums vorherbestimmt ist und irgendetwas immer verhindern würde, dass dies vereitelt wird.

Multiple Universen

Diese Theorie basiert mitunter auf dem Gedanken, das der schöpferische Atem der Weltenschlange ihren Willen in Form des ersten, unantastbaren Zeitstranges manifestiert hat, der unverändert bleibt, aber durch das Abspalten von Strängen erlaubt, dass neue, parallele Universen entstehen, in denen man in einem Fall wie diesem nicht existieren würde.

Willenlose Zeitreise

Das Prinzip der willenlosen Zeitreise mag im ersten Moment widersprüchlich klingen und deckt sich zu Stücken mit dem Bestimmungsprinzip, denn sie besagt, dass eine erfolgreiche Reise in die Vergangenheit darin enden würde, dass man unbewusst Handlungen vornimmt, die sicherstellen, dass die Zukunft unverändert bleibt.

Doch ist dem wirklich so? Oder verstecken sich unsichtbare Mächte, die ihre Hand im Spiel haben?

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Die Zeithüter

Geschaffen aus einer schillernden Schuppe der Weltenschlange, fand vor vielen Jahrtausenden das Volk der Schlangenwesen Einzug in die Welt, auch bekannt als die Orphidianer. Einst lebten sie in kargen Vulkanlandschaften, breiteten sich aber mit dem mehrenden Grün in weitere Ländereien dieser Welt aus, bis hin in die Tiefen der Meere.

Bedauerlicherweise ist jedoch nicht mehr viel bekannt über das gesegnete Volk der Weltenschlange, scheint es doch, als wären die letzten ihrer Art verschollen. Doch auch wenn die Ihren als ausgestorben gelten und sich keines der Schlangenwesen in der stofflichen Ebene finden lassen sollte, so ist ihre Existenz nicht gänzlich erloschen. Als eines der beiden ultimativen Werke der Weltenschlange stand nämlich fest, dass ihr Dahinscheiden nicht das Ende ihrer Bestimmung sein soll - ganz im Gegenteil.

Die ersten ihrer Toten wurden dafür ausgewählt, der Weltenschlange als Zeitwächter zu dienen. Sie erhielten grosse Macht als Werkzeuge, waren allerdings daran gebunden, nur im Sinne der Ersten zu handeln und Interventionen auf grosse Notwendigkeiten zu beschränken. Wie der Name bereits verrät, wachen sie über den einen Zeitstrang und dessen Abzweigungen. Ihre Aufgabe ist es sicherzustellen, dass die Kollision zweier oder mehrer besonders ähnlicher Zeitstränge nicht eintritt, indem sie jenen vernichten, der mehr Chaos und damit Leid hervorrufen würde. Damit sind ihnen alle Mittel recht.

Sichtungen konnte man bisher nur eine einzige verzeichnen, ist das Auftauchen eines Zeithüters in der Regel doch ein Omen für ein bevorstehendes Unheil - und doch scheint sich die Idee solcher Wesen in die Köpfe vieler Lebewesen geschlichen zu haben, die in Fällen gedanklicher Abwesenheiten oder Bewusstseinsverlust darauf schwören, dass sie von Zeitgeistern heimgesucht wurden.

OOC-Bemerkungen und Einschränkungen der Verwendung von Zeitmagie im Spiel

Bemerkung: Die Kunst, die Zeitmagie vollständig und ohne Konsequenzen zu beherrschen, ist den sterblichen Wesen, ob Mensch, Elfen oder anderen Völkern, nahezu gänzlich verwehrt. Nur gottgleichen Wesen gelingt es, ihre Ströme wahrlich zu beherrschen. Jeder Versuch eines gewöhnlichen Zauberwirkers, der sie dennoch zu formen gedenkt, ist ein Spiel mit dem Feuer und zieht oft Folgen nach sich, die weit über das eigene Verständnis und Schicksal hinausreichen. Einschränkungen in der Nutzung:

  • Das Wissen muss sich im Spiel durch eigene Forschung oder Dritte erarbeitet werden
  • Nur innerhalb einer antragspflichtigen Quest bespielbar
  • Dem Staff innerhalb des Questkonzepts mitgeteilte Ziele und Absichten innerhalb der Zeitreise
  • Zeitliche Begrenzung der Zeitreise in Ermessen des Staffs
  • Je mehr Teilnehmer während des Rituals, desto längere Reisen sind möglich
    • schliesst Questcharaktere und externe Hilfsmittel, wie Artefakte, mit ein
    • Dauer wird in Absprache mit Staff festgelegt
  • Keine direkte Einflussnahme auf fremde Charaktere/Weltgeschehen ohne Erlaubnis des betroffenen Spielers/des Staffs
  • Die Vergangenheit kann nicht rückgängig gemacht werden