Statement zur derzeitigen IG-Situation
Die jüngste Zuspitzung der Ereignisse in Nebelhafen hat uns als Staff gezwungen, die Notbremse zu ziehen.
Unser oberstes Ziel war und ist es, gutes Rollenspiel zu fördern und aktiv zu unterstützen. Genau aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, Nebelhafen komplett in die Hände der Spielerschaft zu übergeben, allerdings mit der klaren Prämisse, im Hintergrund die Greifen als Eingreifmöglichkeit bereitzustellen, sollte die Situation aus dem Ruder laufen.
Dieses Vorhaben war von Anfang an eine Herausforderung. Dass verschiedene treibende Kräfte in Nebelhafen ihre eigenen Vorstellungen und Pläne verfolgen, ist völlig legitim und hätte sehr guten Stoff für packendes In-Game-RP geboten.
Statt diese Dissonanzen jedoch auf der IG-Ebene auszuspielen, wurde der Konflikt viel zu oft ins OG getragen. Das Resultat war spürbarer Frust auf allen Seiten.
Hinzu kam, dass gefühlt jede größere Fraktion meinte, Nebelhafen als eigenes Spielfeld nutzen zu müssen. Auch das ist in einem gewissen Rahmen völlig in Ordnung. Allerdings wurde der dortigen Führung schlichtweg nicht die Zeit zugestanden, angemessen und organisch zu reagieren, was bei der Flut an Angriffen schlichtweg unmöglich war. Stattdessen wurde eine ohnehin schon verfahrene Situation immer weiter eskaliert.
Ein kritischer Punkt für uns als Spielleitung ist zudem das Ignorieren von NSC-Wachen vor Ort. So etwas ist für uns eigentlich inakzeptabel. Da wir jedoch nicht rund um die Uhr In-Game präsent sein können, um jeden Winkel zu überwachen, müssen und wollen wir hier an die Eigenverantwortung und die Fairness jedes einzelnen Spielers appellieren.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Es gibt auf der Insel keine Mine, die dauerhaft durch Wachen geschützt wird. Das war eine bewusste Design-Entscheidung unsererseits. Die Aktion rund um die Annektierung der Mine in Nebelhafen wurde ausgespielt und von Pandor entsprechend geregelt. Bis auf Weiteres werden die Greifen da aber ein Auge drauf haben, einfach um die Situation zu beruhigen und einen geordneten Neuanfang zu ermöglichen.
Wir stellen uns im Staff natürlich selbstkritisch die Frage: Hätten wir früher eingreifen müssen?
Die Reaktionen zeigen genau das Dilemma, in dem wir stecken: Die einen kritisieren den Einsatz der sprichwörtlichen Staff-Keule, die anderen hätten sich ein deutlich früheres Einschreiten gewünscht.
In den letzten 48 Stunden hat sich die Dynamik jedoch derart zugespitzt, dass wir im Zugzwang waren. Wir mussten handeln, um Schaden von der Community abzuwenden und nicht noch mehr Spieler zu verlieren.
Es tut uns zutiefst leid, dass die Führung von Nebelhafen dieser extremen Belastungsprobe in diesem Ausmaß ausgesetzt war. Wir nehmen diese Situation zum Anlass, um im Staff zu reflektieren, wie wir solche Krisen künftig besser und für alle Seiten zufriedenstellender lösen können. Gleichzeitig ist dies aber auch ein dringender Aufruf zur Selbstreflexion an alle Beteiligten.
Den einen, perfekten Weg gibt es im RP selten. Aber etwas weniger Selbstdarstellung auf Kosten anderer und ein großes Stück mehr Miteinander würde unserem Projekt aktuell sehr guttun.
Der DnW-Staff